Rundbrief

Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Die Fastenzeit hatte heuer eine besondere Bedeutung. Gefastet wurde nicht nur bei Speise und Trank, sondern auch in den zwischenmenschlichen Beziehungen, auch in Bezug auf die Gottesdienste. Unsere klösterliche Gemeinschaft war ebenso davon betroffen wie die Pfarrgemeinschaften und überhaupt die gesamten gesellschaftlichen Abläufe. Die Maßnahmen gegen die Coronaepidemie sind umfassend und dauern bis heute noch an, wenn auch mit einigen Entschärfungen.
Soweit zum allgemeinen Stand. Werfen wir wieder einen Blick auf die Schweiklberger Klostergemeinschaft und alles, was dazu gehört.

Auf unserer Homepage ist derzeit zu lesen: „Im Rahmen der >Maßnahmen zur Bewältigung der Coronakrise im Bistum Passau< teilen wir ihnen mit, dass alle öffentlichen Gottesdienste in unserer Abteikirche entsprechend dem staatlichen Veranstaltungsverbot bis einschließlich Sonntag, 19.April 2020 abgesagt sind.“ Dieses Verbot wurde verlängert. Erst ab 04.Mai können die Gläubigen, wenn auch unter den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen (Abstand, Mundschutz, keine Mundkommunion) an den Gottesdiensten teilnahmen. Auch die 7.00- Messe am Sonntag, die bis jetzt eingestellt war, wird wieder gefeiert. Ab 07.Mai trifft sich auch wieder der Gebetskreis in der Krypta der Abteikirche.
Trotz aller Einschränkungen konnten wir die Feier der Karwoche und des Osterfestes in gewohnter Weise begehen, „freilich nur im engsten Kreis“, wie es auf der Homepage weiter heißt. So verlegten wir die Palmweihe in den Pfortenraum. Die Fußwaschung am Gründonnerstag entfiel, wie schon im vergangenen Jahr. Den Karfreitagsgottesdienst konnten wir im gewohnten Rahmen feiern. Bei den Großen Fürbitten wurde auch eine Fürbitte für die Coronakranken eingefügt. Leider musste das schon seit langem gefeierte besinnliche Gebet am Karfreitagabend in der Krypta diesmal ausfallen. Es bestand aber die Möglichkeit, zeitgleich via Lifestream am Gebet der Brüder in Taize teil zu nehmen. Das Osterexultet sang heuer wieder Br.Johannes. Am Ostersonntag früh musste auch das bisher gepflegte gemeinsame Frühstück mit den anwesenden Gläubigen entfallen. Wir hielten es im Rahmen der Klostergemeinschaft im Refektorium. Ab 1.Mai feiern wir auch wieder jeden Sonntag und an den Feiertagen um 19.30h die Maiandacht. Die Teilnahme ist unter den gleichen Bedingungen wie bei den übrigen Gottesdiensten möglich. Während der Zeit, in der die öffentlichen Gottesdienste nicht möglich waren wünschte Bischof Oster, dass um drei Uhr die Glocken geläutet werden. Aber nicht nur bei den Gottesdiensten machte sich die Corona - Epidemie bemerkbar. Unser Gästehaus ist wie viele andere Einrichtungen dieser Art seit März auf unbestimmte Zeit geschlossen. Es finden in dieser Zeit auch keine Kirchenführungen statt. Ebenso musste sich unsere Realschule der offiziellen Corona Zwangspause anschließen, was nicht hieß, das Lehrer und Schüler untätig waren. Im Gegenteil. Die Schüler nahmen am häuslichen Lernprogramm per Computer teil. Am 27.April konnte dann der Unterricht, allerdings unter den geltenden Vorsichtsmaßregeln, wieder eröffnet werden. So wurden statt der üblichen zwei Klassen der zehnten Klassen, die sich auf die Abschlussprüfung vorbereiten, fünf Klassen gebildet. Die Schüler tragen auch während des Unterrichts und in der Pause brav die Gesichtsmasken und achten auf den nötigen Abstand.
Es ist ein schwieriger Weg zurück in die Normalität, nicht nur für die Schüler. Aber ein Hoffnungszeichen ist zu sehen. Vor dem Kloster und in den Anlagen regt sich wieder blühendes und grünendes Leben. Die Natur lässt sich nicht von ihrem vorgezeichneten Gang abbringen. Nach wie vor zwitschern die Vögel und die Hasen hoppeln munter durch unsere Wiesen.

Genug von Corona. Es gibt auch in unserer klösterlichen Gemeinschaft und darüber hinaus den normalen Alltag mit seinen Freuden und Notwendigkeiten. Hier nur einige Blitzlichter.
Am 02.März 2020 verstarb in der Erzabtei St.Ottilien Bischof Dr.Viktor Dammertz OSB.
Er war von 1975 bis1978 Erzabt von St.Ottilien, von 1978 bis1992 Abtprimas der Benediktiner. 1993 wurde er zum Bischof von Augsburg geweiht. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in der Erzabtei. Wir Schweiklberger bewahren ihm ein gutes Andenken. P.Prior Richard und Br.Johannes nahmen am 06.März am Requiem in St.Ottilien teil.
Am 14.April konnte P.Prior-Administrator Richard seinen 80.Geburtstag feiern, wozu ihm Subprior Br.Leo am Vortag im Namen der Gemeinschaft gratulierte und im nochmals dankte für die Bereitschaft, im so fortgeschrittenen Alter das Amt des Oberen übernommen zu haben. Am Festtag selbst konnten wir zum Mittagessen auch unseren Altabt Christian begrüßen.
Zum Schluß noch ein Totengedenken. Am 08.April verstarb im Krankenhaus Weiden die Mutter unseres Br.Clemens, Frau Martha Wittmann im 83.Lebensjahr. Wir gedenken ihrer und aller unseren Verstorbenen im Gebet.

Für die kommende Zeit wünsche ich Ihnen und uns allen, dass wir vor der Corona Seuche bewahrt bleiben beziehungsweise mit Gottes Hilfe diese Zeit überstehen.

Ihr Chronist P.Matthäus

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Am Aschermittwoch haben wir uns wieder das Aschenkreuz auf die Stirne zeichnen lassen und so den Fastenweg 2020 eröffnet, der uns über das Gedächtnis des Leidens Christi hin zur Feier der Auferstehung führt. Diesen Weg über den Tod in das ewige Leben sind uns in den vergangenen Monaten zwei unserer Mitbrüder vorausgegangen.
In der Nacht auf den 15. Januar 2020 ist Br. Alfred (Karl) Straubinger im Alter von 72 Jahren in den Frieden Gottes heimgegangen. Br. Alfred stammte aus Beutelsbach, in der Nähe von Schweiklberg. Mit 15 Jahren trat er in unser damaliges Brüderseminar ein und erlernte das Bäckerhandwerk. 1964 legte er die Gesellenprüfung ab und trat anschließend mit fünf seiner Kurskollegen in das Kloster ein. Am 18. September 1965 erfolgte die Noviziatsaufnahme, die zeitliche Profess legte er 1966 ab. Im Jahr 1967 wechselte er in die Schlosserei, da der bisherige Schlossermeister, Br. Christian Stähle, aus Gesundheitsgründen die Leitung der Schlosserei aufgeben musste. 1972 legte er die Meisterprüfung im Schlosserhandwerk ab. Es folgten sehr arbeitsreiche Jahre in der Schlosserwerkstatt, da Ende der 60-er und 70-er Jahre im Kloster viel umgebaut, renoviert und Neubauten errichtet wurden. Dazu hat Br. Alfred 1970 noch an einem theologischen Fernkurs mit gutem Erfolg teilgenommen. Als Schlossermeister hat er auch eine größere Anzahl von Lehrlingen zur Gesellenprüfung geführt. Einen vollen Einsatz leistete Br. Alfred bei der letzten Innenrenovierung der Abteikirche 1997/98. Die Arbeit in der Schlosserei zehrte allerdings auch an seinen Kräften. So bat er nach einem längeren Klinikaufenthalt von der Arbeit in der Schlosserei entbunden zu werden. Darauf erhielt er ein neues Arbeitsfeld in der Klostergärtnerei. An der Seite von Br. Raphael setzte er zwanzig Jahre lang seine volle Arbeitskraft ein. Daneben nahm er auch seit 1974 seine Aufgabe als Vorsänger bei den klösterlichen Gottesdiensten wahr.
Zuverlässigkeit und Treue auf allen Einsatzgebieten und im klösterlichen Leben waren die Kennzeichen unseres verstorbenen Mitbruders, ebenso wie seine ausgeprägte Bescheidenheit. Besonders kümmerte er sich um unsere kranken und alten Mitbrüder, die er regelmäßig besuchte. Wir danken unserem Mitbruder Alfred für all seinen Einsatz und bitten um ein Gebetsgedenken für ihn.
Anfang Februar mussten wir von einem weiteren Mitbruder Abschied nehmen. Im gesegneten Alter von 87 Jahren verstarb in den frühen Morgenstunden des 04. Februar P. Georg (Konrad) Straßer. Das Weihnachtsfest hatte P. Georg noch im Kreis der Mitbrüder feiern können. Danach verschlechterte sich sein Gesundheitszustand so stark, dass er im Krankenhaus Vilshofen behandelt werden musste. Seinen 87.Geburtstag musste er im Krankenbett feiern.
Geboren wurde unser Mitbruder am 20. Januar 1933 in Erlbach im Landkreis Altötting. Am 21. Januar wurde er in der dortigen Pfarrkirche auf den Namen des kurz zuvor seliggesprochenen Bruder Konrad von Parzham getauft. Die Familie Straßer war tief religiös. Eine Schwester von P. Georg trat bei den Benediktinerinnen in Tutzing ein. Ein Onkel, Lorenz Straßer, war der langjährige Pfarrer von Osterhofen. Nach der Volksschulausbildung besuchte Konrad Straßer zuerst die landwirtschaftliche Berufsschule in Zeitlarn. Die Beurteilung im Entlassungszeugnis ist auch bezeichnend für die spätere Lebensführung von P. Georg: „Ein hochanständiger Junge, der stets mit gleichmäßiger Liebe und Aufmerksamkeit am Unterricht teilnahm“. Dieser Eifer in der geistigen Betätigung führte ihn noch mit bereits 15 Jahren in das Gymnasium Schweiklberg. Nach Beendigung seiner Gymnasialzeit trat er am 15. September 1956 in das Noviziat unserer Abtei ein und erhielt den Hl. Georg als Ordenspatron. Nach Ablegung der Feierlichen Profess und dem Studium an der Philosophischen Hochschule St.Ottilien studierte er in Rom Theologie. Seine Liebe zur Antike, besonders zu den antiken Sprachen Latein und Griechisch, hielt er sein ganzes Leben lang wach. Das drückte sich auch in den traditionellen Pilgerfahrten mit Schülern und Eltern des Gymnasiums nach Rom aus, die für alle Beteiligten dank der profunden Kenntnisse von P.Georg prägende Erlebnisse wurden. 1962 wurde er von Bischof Simon Konrad Landersdorfer OSB in der Abteikirche Schweiklberg zum Priester geweiht. Anschließend ging er zum Studium der klassischen Philologie nach Würzburg. Später studierte er auch das Lehrfach Englisch. Das Referendariat absolvierte er am Röntgengymnasium in Würzburg. Während der Sommerferien 1965 weilte er in England, wo er auch Pfarraushilfe leistete. Seit 1972 unterrichtete er 30 Jahre lang an unserem Gymnasium Latein und Englisch. Neben seiner Lehrtätigkeit war er auch Präfekt im Internat und betreute mit großer Hingabe die Schulbibliothek. In der Realschule brachte er sich in der Nachmittagsbetreuung ein. Außerdem ließ er es sich nach seiner Pensionierung im Jahre 2003 nicht nehmen, Sekretariatsdienste an der Schule zu leisten. In der klösterlichen Gemeinschaft engagierte sich P. Georg als Stipendiar. Zudem leistete er bis in die letzten Lebensjahre Aushilfsdienste vor allem im Beichtstuhl, auch in den Ferien in seiner Heimatgemeinde Erlbach.
In P. Georg haben wir einen engagierten Ordensmann und Pädagogen verloren, der seine Pflichten und Aufgaben sehr ernst nahm und in allem auf Ordnung und Disziplin sah. Auch ihm wollen wir ein Gebetsgedenken schenken. An dieser Stelle gedenken wir auch einiger in letzter Zeit verstorbener Bekannter und Freunde unseres Hauses: des Herrn Paul Geigenfeind, ehemaligen Novizen unserer Abtei (Frater Erich), des Herrn Wolfgang Grulich, Lehrer und Direktor unseres Gymnasiums, und der Schwester Richardis Roitner von Neustift, die einige Jahre vor ihrem Klostereintritt bei uns als Dienstmädchen gearbeitet hat. Sie und alle unsere verstorbenen Freunde, Verwandten und Wohltäter mögen ruhen im Frieden Gottes.

Und nun noch einige Kurznachrichten aus der klösterlichen Gemeinschaft.
Am 05. Januar stellten wir wieder unser Kloster in der Hausweihe unter den Segen Gottes. Am Lichtmesstag, dem Fest der Darstellung des Herrn, hielten wir die Kerzenweihe im Pfortenraum und zogen dann mit den brennenden Kerzen in die Klosterkirche ein. Am Abend fuhren P. Prior Richard, Br. Johannes und Br. Paul (Kumily) nach Passau, um in der Votivkirche an der gemeinsamen Vesper der Ordensleute teilzunehmen. Am Weltkrankentag, dem 11. Februar, Gedenktag der Erscheinung der Gottesmutter in Lourdes, erteilte P. Prior nach dem Konventamt in der Sakramentskapelle an Mitbrüder und Kirchenbesucher die Krankensalbung. Den Faschingsausklang feierten wir wieder bei einem gemütlichen Abendessen im Gästespeisesaal. P. Prior nahm am 13. Januar an der Konferenz der deutschsprachigen Oberen auf dem St. Georgenberg in Tirol teil. Br. Paul von Kumily begibt sich am 28. Februar nach Salzburg zum Studium der Theologie an der dortigen Universität.
Noch ein Blick in unser Gästehaus: Hohen Besuch bekamen wir am 18. Januar. Aus Anlass der Einweihung der Ikonastase in der ehmaligen St.-Beda-Haus-Kapelle kam der Erzbischof der Diözese Cluj in Nordrumänien, um diese Zeremonie zu leiten. Über 200 rumänische Gläubige waren zum Teil von weither gereist, um an dieser Feier teilnehmen zu können. Von uns waren P. Prior Richard und Br. Clemens dabei. Sie nahmen dann auch aus der Hand des Metropoliten ein symbolisches Geschenk entgegen.

Damit Schluss für heute. Eine gesegnete Fastenzeit wünscht P. Matthäus Kroiss

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Das neue Jahr weckt immer wieder die Hoffnung auf einen Neuanfang. Für unsere klösterliche Gemeinschaft gab es schon Mitte Dezember 2019 einen Neubeginn. Mit dem 14. Dezember trat der bisherige Prior-Administrator P. Benedikt Schneider von seinem Amt zurück, nachdem er zweieinhalb Jahre die Last des Oberendienstes getragen hat. Wir danken P. Benedikt für die Mühen, die er in der Leitung des Klosters auf sich genommen hat. Bereits am 16. Dezember wählte der Konvent von Schweiklberg unter Leitung von Präses Abt Jeremias Schröder, P. Richard Multerer OSB zum neuen Prior Administrator für drei Jahre. P. Richard gehört seit 1960 unserem Konvent an und war 32 Jahre Missionar im Zululand/ Ostafrika. Wir danken unserem Mitbruder, dass er mit fast 80 Jahren noch diese große Verantwortung übernommen hat.
Das neue Jahr brachte dann noch einen weiteren Wechsel. Am 02. Januar vollzog Zellerar Br. Clemens die Schlüsselübergabe an den neuen Leiter unserer Klostergärtnerei, Herrn Christoph Heindl, der somit unseren langjährigen Gärtnermeister Br. Raphael Lang, der ab diesem Datum in den verdienten Ruhestand tritt, ablöst. Br. Raphael ist einer der wenigen Mitbrüder, die seit der Lehrlingszeit (1961 bis 1964) in seinem Arbeitsbereich geblieben ist. Fast 50 Jahre hat sich unser Mitbruder gemüht, die große Klostergärtnerei auf dem besten Stand zu halten. Über 50 Lehrlinge gingen durch seine Schule. Noch länger als Br. Raphael arbeitete Br. Hilarius Stumbeck in der Schmiedewerkstatt, nämlich seit 1950. Seit dem Anfang der 60er Jahre leitete er auch diese Werkstatt. Nebenbei hat sich Br. Hilarius auch einen Namen als Hobbyuhrmacher gemacht. Leider kann er seit einiger Zeit aus gesundheitlichen Gründen diesen Tätigkeiten nicht mehr nachkommen. Seinen 85. Geburtstag am 09. Januar musste er im Krankenhaus feiern. Neu angefangen hat auch wieder Frau Doris Schwarzbach, die nach langer Zeit krankheitsbedingter Abwesenheit ihre Arbeit als Leiterin unseres Gästehauses wieder aufgenommen hat. Frau Andrea Forster hat sie in dieser Zeit gut, gemeinsam mit dem gesamten Team der Rezeption, vertreten.
Soviel zum Neuen. Nun müssen wir wieder in die nächste Vergangenheit schauen.

Die Advents- und Weihnachtszeit war begleitet von einigen sehr guten musikalischen Aufführungen. Den Reigen dieser musikalischen Ereignisse eröffnete das Adventskonzert für Trompete und Orgel mit Oliver Lakota und Domorganist Ludwig Ruckdeschel, beides hervorragende Virtuosen auf ihren Instrumenten. Am 22.12. bot das Heinrich Schütz Ensemble Vornbach ein Konzert mit weihnachtlichen Werken von Saint-Saens, Poulenc, Messiaen und anderen. Der lang anhaltende Applaus in der vollbesetzten Abteikirche zeugten für die hohe Qualität dieser Aufführung. Nicht minder begeistert waren die Zuhörer, die am Montag, dem 23. Dezember, die Abteikirche bis auf den letzten Platz füllten, von der musikalischen Darbietung des Knabenchores Niederaltaich mit weihnachtlicher Festmusik.
Eindrucksvoll umrahmt wurde der Einzug des Chores von einem Bläserquintett und vom stimmungsvollen Orgelspiel, das Bernhard Falks an der Klaisorgel darbot. Den Schlusspunkt der weihnachtlichen Musik in unserer Abteikirche setzten die „Chorifeen“, die Chorsängerinnen aus Alkofen unter der bewährten Leitung von Wolfgang Pfaffinger.
Soviel zu den musikalischen Höhepunkten der Advents -und Weihnachtszeit.

Der Konvent bereitete sich heuer vom 27. November bis 01. Dezember in den Konventexerzitien, gehalten von Professor Dr. Thomas Vogel, Augsburg, auf die Adventszeit vor. So konnten wir dann mit neuem geistlichen Schwung in die weihnachtliche Vorbereitungszeit gehen. Die Feier des Weihnachtsfestes verlief im gewohnten Rahmen. An Heilig Abend holte Br. Leo wieder das Friedenslicht von Bethlehem ins Haus, das wieder viele Interessenten fand. Den Weihnachtsgottesdienst begingen wir wieder um 21 Uhr mit der monastischen Vigil, der die feierliche Ankündigung des Weihnachtsfestes, gesungen von Br. Johannes, folgte. Anschließend feierten wir das Mettenamt mit deutschen Liedern. Einen besonderen liturgischen Akzent setzten wir am Fest der Taufe Christi. Wie es in der neuen liturgischen Ordnung vorgesehen ist, begingen wir zu Beginn des Konventamtes das Taufgedächtnis mit der Weihe des Wassers und anschließender Austeilung des Weihwassers an die Gemeinde im Schiff und die Mitbrüder im Chor.

In den vergangenen zwei Monaten durften wir sowohl im Konvent als auch im Gästehaus eine größere Anzahl von Gästen begrüßen.
Am 30. Oktober waren beim Mittagessen drei Mitbrüder aus Kumily/ Indien unsere Gäste:
P. Prior John mit P. Josef und P. Sebastian, zusammen mit der Schwester von Abt Michael Reepen von Münsterschwarzach. Vom 03. bis 07. November hielt Professor Schwankl von der Universität Passau den zukünftigen Ständigen Diakonen der Diözese Passau die Weiheexerzitien. Sie nahmen - mit Frau und Kind - auch eifrig an unseren Gottesdiensten teil. Vom 11. bis 14. November hielten die Maristen der Deutschen Provinz im Gästehaus Besinnungstage mit P. John Taylor. Am 10. November sangen im Konvent drei Chöre aus der Oberpfalz, die zu einem Chorwochenende im Gästehaus weilten.
Ein lieber Gast war uns wieder Herr Professor Dr. Stotz aus München, ein langjähriger Freund unseres Hauses. Ein besonderer Dank gilt auch Herrn Jonas Hilger, der uns nach Weihnachten an der Orgel aushalf und ebenso Herrn Alexander Britzl, beide an der Musikschule in Regensburg.

Vom Geschehen an unserer Realschule sei diesmal nur erwähnt die Adventsfeier der Schule am 12. Dezember mit anschließendem Adventsmarkt im Pausenhof und dem Gottesdienst vor den Weihnachtsferien am Freitag, dem 20. Dezember, den erstmals P. Prior Richard mit Lehrern, Schüler und Eltern feierte. Wie groß die Freude darüber bei allen war, zeigt der Riesenapplaus am Schluss des Gottesdienstes.Tags zuvor hatten sich die Verantwortlichen des Klosters als Schulträger zusammen mit den Finanzierungsgebern der Schule zu einem konstruktiven Jahresgespräch getroffen und die Weichen für eine fruchtbare Weiterarbeit gestellt.

Es gäbe noch einiges zu berichten. Aber nicht nur aus Raum -sondern auch aus Zeitgründen sei hier der Schlusspunkt gesetzt, ist doch der Rundbrief schon wieder weit im Verzug.

Zum Abschluss möchte Ihnen allen der Chronist noch ein verspätetes „Gutes neues Jahr“ zurufen.
So verbleibe ich auch in diesem neuen Jahr Ihr Heimatbriefschreiber.
P. Matthäus Kroiss

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