Rundbrief

Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

   Das erste Wort in diesem Heimatbrief soll die Jubilarin haben, nämlich unsere Schule. 110 Jahre ist sie am 01.Januar geworden. Am 01.Januar 1907 wurde die neue Seminarkapelle und das Seminar, wie damals die Schule mit Internat hieß, von Abt Norbert Weber von St.Ottilien eingeweiht. Bereits am 31.Dezember 1906 sind 21 Zöglinge der 1.Klasse von St.Ottilien hier eingetroffen. Damit begann die 110 jährige Geschichte dieses Bildungsinstituts, die nur durch die NS Zeit unterbrochen wurde, in der das Missionsseminar von 1937 bis 1946 aufgehoben war. Ein weiterer Einschnitt war die Einführung des Tagesheims und die Aufnahme von Mädchen in den siebziger Jahren. Seit 1999 ist unsere Schule  sechs klassige Realschule für Buben, das Progymnasium endete 2004. Mit 59 Schülern startete die Realschule, heute sind es 380, was auf die gute Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Eltern und Schülern und der „guten Mundpropaganda“, wie es Direktor Zenger ausdrückt, zurückzuführen ist. 31 Lehrer unterrichten an unserer Schule. Die Klostergemeinschaft kann auf Grund ihrer Altersstruktur leider keine Lehrkräfte mehr stellen.

 Ein Jubiläumsgeschenk eigener Art war die Romfahrt vom 24. bis 29.September 2017.Etwa 300 Schüler machten sich am Sonntag Nachmittag, dem 24.September, nach einer gemeinsamen Andacht in der Abteikirche, zur Fahrt in die „Ewige Stadt“ auf, begleitet von Lehrkräften und Eltern. Vom Konvent waren P.Prior Benedikt und Br.Sebastian dabei. Höhepunkt dieser Reise war natürlich die Papstaudienz auf dem Petersplatz am 27.September. Papst Franziskus begrüßte unsere Reisegruppe, die mit ihren grünen T.Shirts nicht zu übersehen war, namentlich. Br.Sebastian,Herr Konrektor Alexander Sperl, Herr Fabian Grabmeier und Schülersprecher Matthias Weigl konnten den Papst aus der Nähe betrachten. Nach vielen Besichtigungen und einem abschließenden Fußballspiel mit einem italienischen Team der Francesco Tutti Fußballschule, das die Schweiklberger sogar 3.2 für sich entscheiden konnten, kamen alle wieder müde aber wohlbehalten am Vormittag des 29.September in Schweiklberg an.

Ein weiterer Höhepunkt des Jubeljahres war das Schulfest am 07.Oktober, das in einem eigens aufgestellten Festzelt stattfand. Den Abschluss dieser gelungenen Veranstaltung bildete ein Feuerwerk. Für die Musik sorgten die „Schweiklberger Spitzbuam“ und die Stadtkapelle Vilshofen unter Leitung von Frau Andrea Wagenpfeil. Eröffnet wurde das Fest durch ein Spiel der Flagfußballer, der „Schweiklberg Vipers“ gegen eine Auswahl der „Passauer Pirates“. Der Fußball dominierte  am 19.September noch einmal den Schulalltag beim 3.Bayrisch-Österreichischen Fußballturnier. Sechs Mädchen- und zwölf Jungenmannschaften maßen ihre Kräfte auf dem Grünen Rasen. Die Sieger dieses Turniers waren das Gymnasium Metten (Jungen) und die Realschule Neustift (Mädchen). Hier sei noch daran erinnert, was Prior P.Benedikt bei der einleitenden Andacht den jungen Sportlern mit auf dem Weg gab: „Natürlich ist es schön zu gewinnen, aber nur miteinander, wenn alle Teile einer Mannschaft harmonieren und vertrauen…“.

Es ist aber noch von anderen Veranstaltungen außerschulischer Art zu berichten. Am Missionssonntag, dem 22.Oktober, fand um 17.00 in der Abteikirche ein Benefizkonzert zugunsten der Errichtung einer Volksschule in Kilimahewa, Tansania, statt. Dort wirkt seit über 30 Jahren unser Bruder Markus Forster. Br.Markus wird in seiner Aufbauarbeit von einer Gruppe Missionsbegeisterter unterstützt. Dieses Team um Architekt Tillmann Ott, Egon Zillinger und Elisabeth Daniels reist mindestens einmal im Jahr nach Tansania, um vor Ort zu helfen. Das Konzert mit dem Männergesangverein Harmonie, dem „Boarisch Singa Pur“ und den Vilstaler Sängern war ein voller Erfolg und brachte dem Organisator, Herrn Zillinger, 2850 Euro an Spenden für das Projekt in Kilimahewa. Damit das Publikum auch einen Eindruck vom lebendigen Kirchengesang in Afrika bekam, zeigte Herr Zillinger einen Film über den Kirchenchor in Kilimahewa, wie er tanzend und singend in das Gotteshaus einzieht. Einige Sonntag zuvor begeisterte der Kinder -und Jugendchor am Erfurter Dom mit Geistlicher Chormusik aus fünf Jahrhunderten die Zuhörer in der Abteikirche

   Der Missionssonntag war auch Thema einer weiteren Veranstaltung in Schweiklberg. Am Mittwoch,dem 18.Oktober, wurde in unserem Gästehaus die diesjährige Solidaritätsaktion zum Sonntag der Weltmission offiziell eröffnet. Mit dabei waren Monsignore Wolfgang Huber, der Präsident des Katholischen Missionswerkes Missio München, unser Diözesanbischof Dr.Stefan Oster und Domkapitular Ertl als Bischöflicher Beauftragter für Mission und Weltkirche. Als prominente Gäste aus Afrika konnten die Veranstalter auch Erzbischof Philippe Kardinal Quedrago und Bischof Modeste Kambou von Burkina Faso begrüßen. Sie berichteten über die Verhältnisse in ihrem Diözesangebiet, das von drückender Armut und hoher Kindersterblichkeit  gekennzeichnet ist. Bischof Stefan hob in seiner Begrüßungsansprache die Bedeutung der Missionshilfswerke für die Beurteilung und die Projekte in den unterstützten Ländern hervor.

Die weltumspannende Kirche war auch Mittelpunkt des Studientages der Ordensleute des Bistums am 30.September in St.Benedikt.. Das Wort der Deutschen Bischofskonferenz, „Gemeinsam Kirche sein“ war das Thema dieser Tagung, das von der Referentin Dr.Claudia Kunz, Geschäftsführerin der Pastoralkomission der Deutschen Bischofskonferenz, behandelt wurde. Der Grundgedanke ihrer Ausführungen war.“ Kirche ist da, wo sie für die Menschen da ist“

Zum Thema Mission passte auch ein Beitrag des Bayrischen Rundfunks vom Sonntag, dem 29.Oktober, im Rahmen der Sendung „Schwaben und Altbayern“ über unseren hingerichteten Koreamissionar P.Gregor Steger. Dazu war auch ein Fernsehteam unter der Leitung von Herrn Peter Solfrank, dem Autor dieser Sendung, bei uns, um einige Aufnahmen zu machen.

Einen großen Gästeandrang erlebte Schweiklberg, als am Samstag, dem 16.September, drei Busse  etwa 170 Personen aus dem Dekanat Geisenhausen zur Dekanatswallfahrt brachte. Nach dem feierlichen Wallfahrtsgottesdienst in der Abteikkirche und einer kurzen Kirchenführung fuhren die Pilger weiter nach Vilshofen, wo um 15.00 in der Stadtpfarrkirche Vilshofen die Schlussandacht stattfand.

Unser Gästehaus St.Benedikt hat seit 1.November in Frau Doris Schwarzbach eine neue Leiterin. Wir wünschen ihr einen guten Start und danken der bisherigen Leiterin Frau Gerlinde Staudinger für Ihren unermüdlichen Einsatz.

…Mit Wirkung vom 14.September wurde P. Prior Administrator Benedikt von Bischof Oster von der Leitung der Pfarreien Neustift und Holzkirchen entpflichtet, um sich ganz den dringlichen Aufgaben in der Abtei widmen zu können. Am 15. und am 29.Oktober wurde er von den beiden Pfarreien feierlich verabschiedet.

Wir gedenken zum Schluss noch eines eifrigen Kirchgängers und Freundes unseres Klosters, Herrn Dr.Joseph Flörchinger, ehemaligen Chefarzt des Krankenhauses Vilshofen.

Am 27.10 nahmen P.Richard und Br.Sebastian an der Beerdigung von Altabt Lambert Dörr von Peramiho in Münsterschwarzach teil. Auch ihn wollen wir in unser Gebet einschließen.

Ja, der Platz! Er ist schon wieder zu Ende.

Ihnen allen eine gesegnete Zeit  Ihr Chronist P.Matthäus 

 

 

 

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Juli und August sind naturgemäß auch im Kloster ruhige Monate, bekannt als „Saure Gurken –Zeit“. Aber heuer wurden gerade in diesem Zeitabschnitt für unsere Gemeinschaft neue Weichen gestellt. Doch alles schön der Reihe nach.

Am 31.Juli hat Abt Rhabanus Petri nach zweimonatiger Sabbatzeit Abtpräses Jeremias um Rücktritt vom äbtlichen Amt gebeten, um nach zehn Jahren wieder zurück in sein Heimatkloster gehen zu können und dort seelsorgliche Aufgaben zu übernehmen. Wir danken Abt Rhabanus für seine vielen Sorgen und Mühen, die er für unsere Gemeinschaft auf sich genommen hat. Sein besonderes Augenmerk galt auch unserer Realschule und dem Gästehaus. Wir wünschen unserem ehemaligen Abt ein gutes Einleben in St.Ottilien. Während der „Sedisvakanz“ leitete P.Prior Matthias in altbewährter Weise das Kloster. Abt Präses Jeremias und Erzabt Wolfgang von St.Ottilien bereiteten uns geistlich auf die Neuwahl eines Oberen vor.

Am 25.August war es dann so weit. Die Gemeinschaft der Mönche von Schweiklberg wählte unter Vorsitz von Abt Präses Jeremias Schröder P.Benedikt Schneider OSB für drei Jahre zum Prior Administrator. Unser neuer Oberer stammt aus Beratzhausen in der Oberpfalz und ist seit 15 Jahren Pfarrer im benachbarten Neustift und Holzkirchen. Wir bitten auch Sie, liebe Leser und Hörer des Rundbriefs, um das Gebet für den Neugewählten.

Seine erste größere Amtshandlung durfte P.Prior Benedikt am Samstag, dem 02.September, vornehmen. Bei einem festlichen Gottesdienst konnte er das Professversprechen von Br.Johannes Strahl aus der Pfarrei Edenstetten entgegennehmen. Eine große Anzahl der Pfarrangehörigen nahm mit Pfarrer Godehardt Wallner am Festgottesdienst teil. Altabt Christian Schütz ging in der  Festpredigt von der Frage der Jünger aus dem Johannesevangelium aus „Wohin sollen wir gehen?“ Der Neuprofesse hat diese Frage für sich, aber auch beispielhaft für andere, mit dem Weg ins Kloster beantwortet als den Weg zu und mit Jesus.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem kleinen „Windorfer Kirchenchor“  mit einer „Deutschen Messe“ unseres Organisten Josef Neugirg gestaltet. Neben dem Festprediger Abt Christian und dem Magister P.Richard waren der Heimatpfarrer Godehardt Wallner und sein Vorgänger Pfarrer Johann Neuber, Domkapitular Gerhardt Auer, Pfarrer Gotthard Würzinger, Pfarrer i.R.Josef Duschl, Pfarrer i.R.Ludwig Klarl und vier Patres des Klosters am Altar. Am Schluss des Gottesdienstes überreichte der Trachtenverein Edenstetten seinem ehemaligen Mitglied ein schönes handgeschnitztes Kreuz. Br.Johannes wird sich ab16.Oktober im Rudolphinum Regensburg auf das anschließende Theologiestudium vorbereiten.

Am 26.August konnte der langjährige Prior und Zellerar des Klosters, P.Matthias Wenig, seinen 80.Geburtstag mit einer großen Zahl seiner Angehörigen und Bekannten feiern. P.Matthias hat über Jahrzehnte hinweg an herausragenden Stellen der Abtei Verantwortung getragen, so als Superior in Bergfried, als Regens des Seminars in Schweiklberg, als Leiter des St.Beda-Hauses und in vielen anderen Ämtern und Diensten. P.Prior Benedikt sprach ihm dafür am Vorabend des Festtages den Dank der Klostergemeinschaft aus.

80 Jahre wurde ebenfalls am 31.Juli P.Leo Eireiner, der außerdem vor 50 Jahren von Abt Anselm Schulz zum Missionsdienst nach Afrika ausgesandt wurde. Am 30.Juli feierte er mit seiner Heimatpfarre Aldersbach einen feierlichen Gottesdienst. Inzwischen ist P.Leo wieder nach Afrika zurückgekehrt, wo er bleiben möchte, solange es seine Gesundheit noch zulässt und wo er noch in der Seelsorge, besonders im Waisenhaus Mondlo, weiterhin tätig sein kann.

Im Zusammenhang mit dem Missionsdienst sei auch der 11.Hungermarsch in Loiching am Sonntag, dem 11.Juli, erwähnt. Er stand unter der Schirmherrschaft von P.Richard Multerer. Als Zielprojekt war die Erweiterung des Kindergartens in Kilimahewa, der Station, in der Br.Thomas Eberl gewirkt hat, angegeben.

In den Monaten Juli und August fanden in der Abteikirche wieder einige Konzerte statt. Am 05.Juli lud das P-Seminar Katholische Religionslehre Gymnasium Vilshofen unter der Leitung von Frau Studiendirektorin Edeltraud Weber zum Benefizkonzert für verfolgte Christen mit   der bekannten Schwester Hatune Dogan ein. Schwester Hatune ist eine syrisch-orthodoxe Ordensfrau und Bundesverdienstkreuträgerin. Sie ergriff während des Konzertes immer wieder das Wort, um von ihren erschütterten Erlebnissen beim weltweiten Engagement für verfolgte Frauen zu berichten. Musikalische wurde das Konzert von den Vilstaler Sängern, dem Windorfer Dreigesang und der Michaeli Musik bestritten. Anschließend konnten die Besucher noch bei Speis und Trank auf dem Platz vor der Abteikirche miteinander und mit den Mitwirkenden ins Gespräch kommen.

Auch in diesem Jahr fand das Benefizkonzert für krebskranke Kinder am 16.Juli in der Abteikirche statt, musikalisch gestaltet vom Alkofener Gitarrenensemble unter Leitung von Birgit Baumgärtler und einem Damenquartett.

Von den vielen Veranstaltungen in unserem Gästehaus sei hier nur die Klausurtagung des Diözesanvorstands der Kolpingjugend vom 12. bis 14.Juli erwähnt, auf der die Rahmenbedingung für die neue Amtsperiode bis 2020 festgelegt wurde. Eine besondere Gästegruppe ware auch der Altenclub Schönbrunn am Lusen. Br.Johannnes führte sie durch die Abteikirche und die Werkstätten, von denen besonders die Schmiede und ihr Leiter Br.Hilarius mit seiner Uhrensammlung interessierten. Br.Hilarius organisierte auch ein Treffen ehemaliger Landwirtschaftsschüler am 15.Juli. Domprobst Striedl feierte in der Chorkapelle mit den etwa 30 Teilnehmern eine Hl.Messe. Anschließend traf man sich zum Austausch und zum Mittagessen in unserem Gästerefektorium.

Am 25.Juli besuchte uns Br.Christian Mukiwa aus dem afrikanischen Kloster Hanga.

Am Freitag, dem 21.Juli wurden die Abiturienten unserer Realschule mit einem von P.Prior Matthias zelebrierten Gottesdienst feierlich verabschiedet. Am 27.Juli folgte die Verabschiedung  von Herrn Kuhn und Herrn Blättner, zweier langjähriger verdienter Lehrkräfte unserer Schule.  Am 28.Juli schloss die Realschule für dieses Schuljahr ihre Pforten. Während der Ferien wurde fleißig am Umbau einiger Räume zu Klassenzimmern gearbeitet, um die für das Schuljahr 2017/18 erwarteten 385 Schüler aufnehmen zu können. So wurden die bisherige theologische Handbibliothek, das frühere Rekreatioszimmer der Patres, und der Speisesaal der Schule zu Klassenzimmern umfunktioniert. Einen großen Teil dieser Arbeiten konnten wir mit eigenen Kräften bewerkstelligen.

Damit darf sich der Chronist wieder mit besten Grüßen und Wünschen verabschieden.

 Ihr P.Matthäus Kroiss

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

„Sommer, Sonne, Musik“ ist das Motto dieser Zeit. Von all dem haben wir schon reichlich bekommen, dazu auch den so notwendigen Regen. Gott sei für alles gedankt.
Für uns Benediktiner stehen natürlich die kirchlichen Feste im Zentrum der nachösterlichen Feiern, wie zum Beispiel das Pfingstfest. Der Pfingstmontag war heuer auch wieder der Tag, an dem wir die Jubiläen dieses Jahres gemeinsam feierten. Unter den Ordensjubilaren war P.Michael Mayer, der vor 65 Jahren die erste Profess abgelegt hat und vor 60 Jahren zum Priester geweiht wurde. Auf 65 Jahre Profess kann auch P.Gregor Bergenthal zurückschauen und auf 60 Jahre Profess P.Georg Strasser. Sein goldenes Professjubiläun durfte P.Matthäus Kroiss begehen. In Abwesenheit von V.Abt Rhabanus überreichte ihm P.Prior Matthias den Altersstab. P.Leo Eireiner, der zur Zeit auf Heimaturlaub hier ist, wurde vor 50 Jahren von Abt Anselm Schulz in die Zululandmission ausgesandt. P.Markus Dworschak, Prior von El Rosal in Kolumbien, wurde vor 50 Jahren zum Priester geweiht. Am 30.Juni waren die Ordensjubilare auch Gast der Diözese Passau, wo sie im Dom mit Bischof Stefan Oster den Festgottesdienst feierten. P.Georg und P.Matthäus nahmen daran teil. Der Passauer Oberhirte dankte bei dieser Gelegenheit den Jubilarinnen und Jubilaren für ihren treuen Dienst, gerade in einer Zeit in der ein derartiges Zeugnis immer seltener wird und das Verständnis für diese Lebensform oft fehle. Das Fronleichnamsfest konnten wir in gewohnter Feierlichkeit begehen.. Der Prozessionsweg wurde heuer noch etwas verkürzt. Die erste Station war in der Abteikirche, die zweite wie bisher vor dem Portal der Realschule. Mit dem Segen vor dem Kirchenportal beendeten wir die Prozession. P.Richard durfte heuer in Vertretung von V.Abt beziehungsweise P.Prior den Festgottesdienst und die Prozession halten.
Ein großes außerliturgisches Ereignis ist schon seit über zehn Jahren die Orgelnacht im Monat Mai. Die zwölfte Veranstaltung dieser Art fand heuer am 19.Mai statt und lockte wieder viele Orgelfreunde auf den Schweiklberg.. „So voll, wie noch nie“ war die Feststellung der Verantwortlichen der Stadt Vilshofen im Blick auf die Besucherzahlen. Als Orgelinterpreten konnten Albert Schönberger, Professor Norbert Düchtel, Christian Müller, Orgelreferent im Bistum Passau und der Passauer Domorganist Ludwig Ruckdeschel gewonnen werden. Neben dem hervorragenden Orgelspiel stechen auch immer die Lichteffekte der Firma Überschall, Vilshofen, hervor. Um Mitternacht verabschiedete P.Prior Matthias die Konzertfreunde mit einem Dankgebet und dem Segen zur Nacht.
Am Samstag vor Pfingsten brechen wir schon seit über 30 Jahren zur Konventwallfahrt nach Sammarei auf. Auch heuer, am 03.Juni, machte sich eine kleine Gruppe um 4.00h morgens auf dem Weg zum Marienheiligtum. Etwa 15 Mitbrüder, einige Schwestern vom Kloster Neustift und Freunde des Hauses feierten dann um sieben Uhr mit P.Prior Matthias die heilige Messe in der Wallfahrtskirche und stärkten sich anschließend mit einem gemeinsamen Frühstück im Pfarrhaus.
Einen noch gewaltigeren Wallfahrtsweg hat, wie schon im letzten Rundbrief erwähnt, Br.Sebastian Aicher zurückgelegt. Lassen wir ihn selber kurz zu Wort kommen: “ …Mit einem halbern Jahr Vorplanung und Vorbereitung bin ich am 20.April 2017 zum „Camino frances“ aufgebrochen…zum dem ich ca 40 Tage benötigte, um die 800km von Saint Pead de Port bis nach Santiago de Compostela zu schaffen“. Über seine Eindrücke auf dem Weg berichtet unser Mitbruder: „In den 40 Gesamttagen (33 Geh-tage) habe ich nicht eine einzige aggressive Stimmung erlebt, sondern Freundschaften zwischen so vielen verschiedenen Nationalitäten…Die letzte Tagesetappe umfasste 42 km.“ Besondere Erlebnisse waren für Br.Sebastian auch die Pilgergottesdienste, die Messen in deutscher Sprache jeweils um acht Uhr morgens, und natürlich das größte Weihrauchfass der Welt, der berühmte „Botafumeiro“,, das meistens bei den Pilgermessen um 12 Uhr zum Einsatz kommt. Am 01.Juni kam unser Wallfahrer wieder gesund und heil in München und nach einem Abstecher in die Heimat in Schweiklberg an. Mit Bild und Ton hat Br.Sebastian im Pfortenfoyer seine Eindrücke den Besuchern mitgeteilt.
Am 07.Mai nahmen vier Mitbrüder am Weltgebetstag für Geistliche Berufe zusammen mit etwa 350 Gläubigen der Diözese Passau in Pfarrkirchen teil. Gemeinsam mit Bischof Stefan Oster pilgerten sie durch die Stadt auf den Gartlberg, wo sie mit dem Bischof einen Vespergottesdienst hielten.
Am Herz-Jesu-Fest, das heuer auf Sonntag, den 25.Juni verlegt wurde, trafen sich wieder die Förderer unseres Missionsvereins zur Jahreshauptversammlung. P.Stefan hat sie vorher durch einen Einkehrtag geistig gestärkt.

Nun noch einige kleinere Nachrichten aus dem Konvent. Im Mai und Juni durften wir drei Missionsurlauber begrüßen: Br.Ignaz, P.Leo und Br.Markus. Br.Ignaz Laumer vollendete am 24.06. sein 80.Lebensjahr. Ein rundes Lebensalter erreichten auch Br.Alfred (70 Jahre) und Br.Franziskus (60 Jahre).

Als Gäste durften wir im Konvent Br.Kunibert Karg, Peramiho und Br.Maximilian Weigl, St.Ottilien /Mvimva begrüßen. Als „Voraustrupp für den Konventausflug“ kamen am 05.Juni drei Patres des österreichischen Stiftes Kremsmünster zu uns. P.Pambo Mkorwe, der uns im April mit Abtpräses Jeremias besucht hat, wurde zum Abt von Mvimva gewählt. Wir wünschen ihm Gottes Segen für seine verantwortungsvolle Aufgabe. Schweiklberg war am 20.Mai Ausgangspunkt für die Via-Nova Wanderung der Hochwasser- betroffenen. Von hier aus führte der Weg zur Vils und rechtsseitig am Fluss wieder zurück zum Kloster, wo der Pilgertag in der Abteikirche und anschließend in der Cafeteria seinen Abschluss fand. Aus Korea durften wir zweimal Gäste beziehungsweise Oblaten der Abtei Waegwan begrüßen, die eifrig an unseren Gottesdiensten teilnahmen. Zwei Novizen der Gesellschaft Jesu aus dem Noviziat Nürnberg konnten wir am 01.Juli auf ihrer Wanderung nach Maria Zell in unseren neu eingerichteten Pilgerzimmern im Kellergeschoß beherbergen. Hier wird zur Zeit an der Trockenlegung des Mauerwerks gearbeitet.

Eine große Freude war nicht nur für Direktor Michael Zenger die hohe Zahl der Anmeldungen für unsere Realschule. 88 Buben haben sich für den Neubeginn im Herbst gemeldet. Am Freitag, dem 30.Juni, belebte sich der Platz vor der Abteikirche mit den 150 Abiturienten des Gymnasiums Vilshofen, ihren Freunden und Angehörigen, die zum Abschlussgottesdienst in unsere Abteikirche gekommen waren.

Zum Ende dieses Heimatbriefes gedenken wir wieder unserer Verstorbenen. Am 30.Mai wurde auf unserem Klosterfriedhof Frau Rosa Lux beerdigt, neben ihrem Gatten Herrn Max Lux. Im Kloster Mallersdorf verstarb Schwester M.Valentina Sertl, langjährige OP-Schwester am Krankenhaus Vilshofen, die auch viele unserer Mitbrüder betreut hat. Am 03.Juli starb die Mutter von P.Matthäus, Frau Maria Stadlbauer, im 91.Lebensjahr und am 05.Juli die Schwester von P.Georg, Frau Maria Binderberger in Erlbach im Alter von 82 Jahren. Sie alle mögen bei Gott in Frieden ruhen.

Ihnen liebe Leser und Hörer dieses Rundbriefes wünscht einen erholsamen Urlaub und weiterhin sonnige Tage

Ihr Chronist P.Matthäus Kroiss

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