Rundbrief

Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Ihnen allen, die sie diese Heimatnachrichten lesen oder hören, zuvor ein herzliches „Grüß Gott“. Mit dem Aschermittwoch hat der letzte Rundbrief begonnen. Inzwischen haben schon die Osterglocken geläutet und „der Mai ist gekommen“. Vor dem Osterfest durften wir, wie jedes Jahr am 21.März, den Heimgang unseres Heiligen Ordensvaters Benedikt festlich begehen. Ein Höhepunkt beim Gottesdienst ist immer die Festpredigt, in der uns in diesem Jahr Pfarrer Kurt Vogt, ein Studienkollege von Abt Rhabanus, in das Hören nach der Regel des Hl.Benedikt einführte. Ein weiteres besonderes Ereignis in diesem Festgottesdienst war die Oblation von Kanonikus Msgr.Konrad Dobmeier vom Stift St.Johann am Dom in Regensburg. Msgr. Dobmeier hat in Schweiklberg als Maurer begonnen und war als Bruder im Kloster, als er die Berufung zum Priester gespürt hat. Sein Bruder, P.Magnus Dobmeier (+1998), war Missionar im Peramihogebiet. Kanonikus Dobmeier will nun als Weltoblate sein Leben gemäß der Regel des Hl.Benedikt führen. Das Pontifikalamt wurde musikalisch von der Schülerblaskapelle der Cölestin Maier-Realschule, von den Lehrern Herrn Eder und Herrn Herold sowie Herrn Alexander Britzl an der Orgel festlich gestaltet. Beim anschließenden Mahl im Klosterrefektorium konnte Abt Rhabanus neben den Lehrern der Realschule mit Direktor Zenger und den stellvertretenden Schulleitern der weiterführenden Schulen und anderen Festgästen auch Bürgermeister Florian Gams und Altbürgermeister Hans Gschwendtner begrüßen.

Die drei österlichen Tage und das Fest der Auferstehung konnten wir „im Frieden des Herrn“ feierlich begehen. Am Karfreitag versammelte sich nach der Komplet wieder eine große Anzahl von Gläubigen in der Abteikirche zum besinnlichen Abendgebet mit Taize-Gesängen. Dankbar waren wir für die Mithilfe von Gästen und auswärtigen Sängern bei der Liturgie der Kartage und der Osternacht. So können wir, wie es Abt Rhabanus in seiner Predigt in der Osternacht ausdrückte „in die österliche Freude hineinwachsen und wir dürfen hoffen und unser Herz darf aufatmen…“.

Zur Osterfreude gehört auch der Ostergesang. Den brachten uns am Samstag, dem 22.04., die „Pueri Cantores Altahensis“, die bereits in der Adventzeit ihre hellen jugendlichen Stimmen erklingen ließen. Diesmal erfreuten sie das zahlreiche Publikum mit klassischen Ostergesängen, darunter auch dem 3.Teil des „Messias“ von Georg Friedrich Händel.

Nun zu den übrigen Aktivitäten der klösterlichen Gemeinschaft. Am 14.März war Abt Rhabanus zu Gast bei der Afrika-Konferenz im Landratsamt Passau, zu der Vertreter von Kommunen und Initiativen „zur Sondierung von Aktionen“ eingeladen waren. „Perspektiven schaffen vor Ort“ war das Hauptthema dieser Veranstaltung. Ein besonderer Schwerpunkt soll die Entwicklungshilfe für Afrika sein, ein so genannter „Marshall - Plan für Afrika“. Das berührt natürlich uns als Missionsbenediktiner besonders. Ein ähnlich wichtiges Thema ist für unser Kloster schon seit vielen Jahren die Ökologie und der Umweltschutz. Br.Sebastian Aicher und der Leiter unserer Elektro-Werkstatt mit den angeschlossenen Betrieben Kraftwerk und Biomasse-Heizkraftwerk, Herr Michael Schreiber, nahmen am 20.März an der Jahrestagung der AG Ökologie auf Kirchengrund in der Abtei Scheyern teil, die im Jahr 2005 in der Abtei Plankstetten gegründet wurde. Auf dem Programm stand ein Referat von Staatsminister Brunner über die derzeitige Lage der Landwirtschaft in Bayern und die positiven Entwicklungen im Ökolandbau, außerdem Betriebsbesichtigungen und andere Informationsveranstaltungen. Abt Rhabanus und einige Patres nahmen am 10.April in Passau am Priester -und Diakonentag teil, auf dem unser Mitbruder, Weihbischof Marian Eleganti von Chur, früher Abt von St.Othmarsberg, Schweiz, ein sehr beachtenswertes Referat hielt. Nach Ostern stand für V.Abt wieder das jährliche Treffen der Oberen der Salzburger Äbtekonferenz auf dem Plan. Die Zeit nach Ostern, besonders der Monat Mai, ist die Zeit der Pilger und Wallfahrer. Einen ganz besonderen, wenn auch sehr bekannten Wallfahrtsweg, hat sich unser Br.Sebastian ausgesucht. Am 20.April startete er zur Wallfahrt auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, den er größtenteils zu Fuß zurücklegen will. Wir wünschen ihm dazu Gottes Segen und Schutz und eine glückliche Heimkehr.

Werfen wir auch wieder einen Blick auf die Veranstaltungen in unserem Gästehaus. Am 09.März war der traditionelle Landfrauentag, zu dem heuer leider nur ca 40 Teilnehmerinnen kamen. Sehr gut besucht hingegen war die vom Bischöflichen Ordinariat angebotene ökumenische Gedenkstunde für Menschen, die sich selbst das Leben genommen haben Deren nahe Angehörige, Freunde und Nachbarn haben sich in der Krypta versammelt, um mit Pfarrer Alexander Schlierf und Stadtpfarrer Lothar Zerer im gemeinsamen Beten und Singen und in Momenten der Stille ihre Trauer vor Gott zu bringen. Anschließend trafen sich die Teilnehmer zu einem Gedankenaustausch und zur leiblichen Stärkung im Gästehaus. In der Klostergemeinschaft durften wir am 1.April Abtpräses Jeremias Schröder mit dem neuen Kongregationssekretär P.Pambo Mkorwe OSB aus dem afrikanischen Kloster Mvimva begrüßen. Aus Südafrika kam Reverend Father Francis Zulu, Diözesanpriester der Diözese Eshowe. Inzwischen sind auch die Übernachtungsräume im Kellergeschoss fertig gestellt. Zur Zeit wird an der Trockenlegung der Außenmauer gearbeitet.

Von der Realschule ist zu berichten, dass die sieben Schüler und ihre Begleiter von ihrem Einsatz in Afrika (siehe Heimatbrief März) gesund und mit vielen Eindrücken zurückgekehrt sind. Herr Direktor Zenger berichtete an Hand von Bildern mit großer Begeisterung davon dem Konvent. Jährlich im März öffnen sich die Tore der Schule weit für alle Interessenten, so auch heuer am 31.März. Bei der Begrüßung und Einführung in der Sporthalle erläuterte Direktor Michael Zenger die Ziele der Schule: „Am allerwichtigsten sind auf dem Schweiklberg die Vermittlung christlicher Werte und ganz oben steht selbstverständlich der Kernunterricht…“ Wie sagte eine Mutter: „Bei ihnen ist alles so schön bunt“. Zu den besonderen Aktivitäten der Realschule in den letzten beiden Monaten gehörten auch ein musikalischer Abend und ein so genanntes Compassion-Praktikum der Schüler der achten Klasse Es handelt sich dabei um ein Projekt sozialen Lernens bei der Begegnung mit kleinen Kindern, älteren Menschen, Menschen aus fremden Ländern und Kranken.

Ein trauriges Ereignis muss leider auch erwähnt werden. Am Ostersonntag Abend verunglückten bei Egglham fünf junge Menschen aus unserer nächsten Umgebung. Drei davon starben, einer davon, Herr Simon Willeitner, hat an unserer Realschule 2015 sein Abitur gemacht. Direktor Zenger beschreibt ihn als ruhigen und fleißigen Schüler. Abt Rhabanus hielt für ihn am 28.April in Aidenbach den Trauergottesdienst.

Hier soll auch der übrigen Freunde und Bekannten gedacht werden, die in letzter Zeit verstorben sind: Herr Fritz Pflugbeil ist am 12.März seiner Ehefrau Cilly in die Ewigkeit nachgefolgt. Am 24.März verstarb im Kloster Neustift Schwester M.Maximiliana Pangratz, die lange Jahre in unserer Beda-Haus Küche und im Klosterrefektorium gearbeitet hat.

Sie alle empfehlen wir Ihrem Gebet und der Barmherzigkeit Gottes.

So darf ich mich wieder verabschieden und Ihnen einen frohen und gesegneten Wonnemonat

wünschen.

Ihr Chronist P.Matthäus Kroiss

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Gott zum Gruß!

   Der heutige Aschermittwoch ist für den Chronisten Gelegenheit, mit der ersten Fastenübung zu beginnen – dem Schreiben des Heimatbriefes.

   Schauen wir zuerst auf den Monat Januar, der uns den ersehnten aber auch von vielen gefürchteten Schnee brachte. V.Abt Rhabanus begann das neue Jahr mit den Konventexerzitien für die Nonnen der Abtei Thyrnau. Am 09.Januar vollendete P.Michael Mayer sein 85.Lebensjahr, wovon er 46 Jahre im Dienste der Zululandmission verbrachte. Am 10.Januar durften wir den Bischof von Mtwara (Tanzania) Titus Joseph Mdoe in unserer Gemeinschaft begrüßen, zusammen mit einem alten Bekannten, P.Christian Temu. Br.Sebastian Aicher nahm vom 12. auf 13.Januar an der Klausur des Vorstands der AGOP in Donauhof teil. Am 22.Januar wurde er bei der Jahresversammlung der Sebastiani- Bürgerbruderschaft Vilshofen, der er seit gut zehn Jahren angehört, zu deren Vorstand gewählt. Br.Johannes, unser Novize, nahm vom 16. bis 20. Januar am Institut für Benediktinische Studien unter der Leitung von Sr.Michaela Puzicha an Studientagen für Novizen und zeitliche Professen zur Benediktusregel teil. Thema war das 7.Kapitel der Regel über die Demut.

Am Beginn des Monats Februar, am Fest der Darstellung des Herrn (Maria Lichtmeß), steht der für uns Ordensleute wichtige „Tag des geweihten Lebens“. Zu diesem Anlass lud die Arbeitsgemeinschaft der Ordensleute im Bistum Passau (Agop) und die Diözese Passau wieder zu einem festlichen Gottesdienst mit Bischof Stefan Oster ein. Ein besonders stimmungsvoller Moment ist dabei die Lichterprozession zu Beginn des Gottesdienstes. Bischof Oster trug den Ordensleuten auf „um gute und authentische Berufungen zum gottgeweihten Leben, um Menschen denen Gott allein genügt“ zu beten. Anschließend war wieder Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und geschwisterlichem Austausch. Von Schweiklberg waren P.Richard, Br.Sebastian und Br.Johannes dabei. Br.Johannes war am 17.Februar eingeladen, in der Fachakademie für Sozialpädagogen in Deggendorf über das klösterliche Leben und über die Missionsbenediktiner von St.Ottilien zu referieren und fand damit bei Schülern und Lehrern großen Anklang. Am 18.Februar begleitete Abt Rhabanus den Einkehrtag der Pfarrei Salzweg. Der 19.Februar war für die Stadtpfarrei Vilshofen, zu der auch wir gehören, der große Tag der Einweihung der neuen Orgel, durch Bischof Stefan Oster. Die Schönheit der Musik könne uns Christen helfen „unser Herz zu öffnen und Christus einzulassen“, sagte der Bischof der Feiergemeinde. Auch V.Abt Rhabanus war bei der Weihe anwesend, ist er doch selber ein begeisterter Musiker und Organist. Am 22.Januar durfte er in der Pfarrkirche Maria Immaculata zu Adldorf die Taufe von Thaddeo Graf von Arco auf Valley vornehmen. Zur Zeit hören wir im Konvent bei der Tischlesung das Lebensbild unseres Mitbruders P.Cyprian Mayr, des Gründers des Säkularinstituts Sankt Bonifazius, verfasst von  Frau Christa von Gleichenstein und Maria Lohre unter dem Titel „Handeln, nicht klagen“. Neben der Gründungsgeschichte dieser Frauengemeinschaft gibt das Buch auch einen interessanten Einblick in die Geschichte von Schweiklberg, an der P.Cyprian als Superior in Bergfried während der Zeit des 3.Reiches und als Zellerar der Abtei nach dem 2.Weltkrieg maßgebend mitgewirkt hat.

In unserem Gästehaus Stankt Benedikt gab es wieder viele geistliche Angebote, von denen hier nur einige erwähnt seien.

Unter dem Motto “Bei meinem Gott daheim“ fand ein Einkehrtag für die Senioren am Fest Maria Lichtmess statt. Referent war Pfarrer i.R.Rudolf Hamp aus Arnstorf. “Jesus-Messias, Gott, Prophet?“ war das Thema des Studientages am Samstag, dem 04.Februar, unter der Leitung von Dr.Andrea Pichlmeier und Dr.Edyta Opyd von der Universität Passau. Vom 24. bis 27.Februar hielt die Gemeinschaft „Oriens-Occidens e.V.“, die schon öfter bei uns zu Gast war, ein Seminar zur Fastenzeit mit dem Thema: „Sterben -Tod und ewiges Leben“. Neben den Vorträgen feierte die kleine Gemeinschaft in der Krypta die byzantinische Liturgie mit ihren feierlichen Gesängen. Nachdem nun auch die Spülküche von ihrem bisherigen Standort aus der Klosterküche in den Keller verlegt wurde, ist der Bereich  der Vorrats- und Arbeitsräume des Gästehauses vollständig.  Zur Zeit wird noch an der Fertigstellung der Unterkunft für Pilger, die mit Nasszellen versehen wird, gearbeitet.

   Eine ganz besondere Aktion hat unsere Realschule gestartet. Zehn Schüler der Abschlussklasse benützen die Faschingsferien zu einer Reise in den Senegal Sie nehmen an einem Hilfsprojekt teil, das Helmut Rücker, der Lokalredakteur des „Vilshofener Anzeiger“, ins Leben gerufen hat. Das Projekt wird außerdem unterstützt von den beiden Rotary Clubs Passau-Dreiflüssestadt und Vilshofen. Ziel ist es, dass die Einwohner des Dorfes Dindifelo im Senegal mit deutscher Unterstützung eine Perspektive für ihre Heimat sehen. Ein besonderes Aufgabe hat sich die 17-köpfige Reisegruppe, die am 25.Februar gestartet ist, gesetzt: ein Dorf müllfrei zu bekommen. Im September 2016 besuchte bereits ein Gewährsmann vor Ort, Herr Carin Camara, die Schweiklberger Realschüler.

   „Last not least“ soll auch unser Flohmarkt noch in das Blickfeld kommen.

Am 04.Februar fand dort der Winterschlussverkauf statt, der wieder großen Anklang gefunden hat. In der Vilshofener Lokalzeitung stand dazu:“ …Dahinter steckt das Konzept der Vilshofnerin Marie Luise Grantzer. Sie und andere Freiwillige führen fort, was die Mönche des Benediktinerklosters in den 1980er Jahren begannen: Einen Flohmarkt, der einmal im Monat stattfindet, um Geld für die Missionsarbeit des Kloster einzunehmen.“

   Zum Abschluss seien noch zwei Freunde unseres Klosters genannt, die in den letzten Wochen verstorben sind: Herr Josef Kiermeier und Herr Max Maierhofer, Seniorchef des Walchsinger Kieswerks. Br.Hilarius war jeweils bei der Beerdigung.

   Damit soll diesmal wieder Schluss sein. Nach dem Ordensvater Benedikt sollen die Mönche ja auch mit Worten fasten.

Eine gesegnete österliche Vorbereitungszeit und ein frohes Osterfest wünscht der Schweiklberger Chronist

P.Matthäus

 

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Wie der Chronist im Novemberrundbrief schon vermutet hat, kann er Ihnen jetzt bereits ein gesegnetes neues Jahr 2017 zurufen. Aber wie immer müssen wir uns wieder der Vergangenheit zuwenden, in diesem Fall geht der Rückblick bis in den Oktober des vergangenen Jahres.

Am 29.Oktober war die Abteikirche und die Turnhalle Treffpunkt für den charismatischen Diözesantag der Bistümer Passau und Regensburg zu dem etwa 250 Personen zusammenkamen. Zu den Referenten dieser Tagung zählten Pfarrer Gerhard Johannes Stern und vor allem Diözesanbischof Stefan Oster, der auch um 15.00 in der Abteikirche die Eucharistie feierte. In seiner frei gehaltenen Ansprache, bei der er sich auch direkt zu den Zuhörern begab, sagte er unter anderem: „Wenn Jesus unser Herz erobert, sind wir bereit auf ihn zu warten“. V.Abt Rhabanus, Br.Sebastian und Br.Johannes waren unter den Teilnehmern. Br.Sebastian half auch kräftig bei der Organisation mit. Von Mallersdorf kam Schwester Manuela, die mit Schwester Cordia lange Jahre im St.Beda Haus gewohnt hat. Wir freuten uns über das Wiedersehen.

Am Fest des Hl.Martin, dem 11.November, hielt der Kindergarten Arche Noah traditionsgemäß in der Abteikirche die Martinsandacht mit anschließendem Lichterzug. Am 22.November.feierte die Chorgemeinschaft Pfaffinger, Alkofen, ihren Jahresgottesdienst in unserer Abteikirche. Die Berufsschule Vilshofen hielt die jährliche Messe für die verstorbenen Mitglieder am 24.November in der Chorkapelle. 

Den Advent eröffnete das „European Brass Bläserensemble“ unter Leitung von Herrn Oliver Lakota. Domorganist Ludwig Ruckdeschel umrahmte das Konzert an der Klais-Orgel. Am Samstag, dem 10.Dezember, erklangen in der Abteikirche die frischen Stimmen des Knabenchores der Abtei Niederaltaich. Zur adventlichen Besinnung trug auch unsere Realschule bei, die am 15.Dezember wieder zu einer benediktinischen Adventsandacht einlud, mit anschließendem Adventsmarkt vor dem Brunnen im Schulhof. „Zeit“ war das Thema dieser Feier. Beim Verlassen der Kirche bekam deshalb jeder Besucher einen Zeit-Gutschein mit auf den Weg. Ein Höhepunkt der musikalischen Darbietungen der Weihnachtszeit war das Konzert des Singkreises Vilshofen am Montag, dem 26.12, unter der bewährten Leitung von Frau Annette Voggenreiter. Mit großem Engagement trug der Chor anspruchsvolle Werke von der Barockzeit über die Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen vor. Die zahlreichen Zuhörer, die den Kirchenraum bis auf den letzten Platz füllten, dankten mit lang anhaltendem Applaus. Am 30.Dezember folgte der Jugendchor Alkofen unter Leitung von Wolfgang Pfaffinger. Auch diese Aufführung zog eine große Menge begeisterter Musikfreunde an.

Werfen wir wieder einen Blick in die klösterliche Gemeinschaft. Am 27.10. machte sich P.Markus Dworschak, der als Prior der Gemeinschaft von El Rosal am Generalkapitel teilgenommen hatte, auf den Weg nach Kolumbien. In einer Abendrekreation berichteten V.Abt und Br.Sebastian an Hand von Bildern über das Generalkapitel in St.Ottilien. Auffallend war die starke und lebendige Präsenz der afrikanischen Mitbrüder. Das zeigt, dass die „Inkulturation“ unserer Kongregation schon weit fortgeschritten ist. Das konnten wir auch erfahren beim Bericht von Abt Rhabanus über die Abtsweihe von P.Romain Botta in Agbang, zu der er am 07.Dezember nach Togo aufgebrochen ist. Am 22.November nahm V.Abt an der Einführung des neuen Regierungspräsidenten von Niederbayern in Landshut teil. Rückblick, Ausblick und gegenseitiger Austausch standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der AGOP im Priesterseminar St.Stephan am 25.11. Dort trafen sich die höheren Oberen und Oberinnen sowie Vertreter der Konvente mit Bischof Stefan Oster und Domkapitular Fischer als Ordensreferenten des Bistums. V.Abt und Br.Sebastian als Mitglied der Vorstandschaft vertraten dort unsere Gemeinschaft. Das Motto dieser Versammlung lautete: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft“. Einen weiteren Termin nahm Abt Rhabanus zusammen mit Br.Johannes am 04.Dezember wahr. Wie in den vergangenen Jahren konnte er anlässlich des Patroziniums der Pfarrkirche St.Nikolaus in Edenstetten dort den Gottesdienst feiern und anschließend die Nikoläuse aussenden. Br.Ulrich war an den ersten drei Adventswochenenden zusammen mit seinen bewährten Helferinnen Frau Bock und Frau Flierl auf dem schwimmenden Christkindlmarkt in Vilshofen vertreten. Am ersten Abend brach dort ein Schmorbrand am Sicherungskasten des Schiffes aus, der Gott sei Dank keinen Schaden an Leib und Leben der Besucher und Verkäufer verursacht hat.

Novize Br.Johannes war am 10.Dezember beim Info-Tag der Diözese Passau für pastorale Berufe. Es wurden kirchliche Berufe wie Priester, Diakon, Ordenschrist, Gemeindereferent und Pastoralreferent vorgestellt. Br.Johannes berichtete in der Abendrekreation begeistert von der guten Atmosphäre bei diesem Treffen und dem Interesse, das Bischof Oster und Regens Martin Dengler für die Ordensleute sowie auch für unsere Gemeinschaft auf dem Schweiklberg gezeigt haben. Die Weihnachtsfeiertage durften wir in „Friede und Freude“ begehen. Heuer feierten wir zum ersten Mal die Christmette um 21 Uhr, wozu erfreulicher Weise viele Besucher auf den Schweiklberg kamen. Die Tage nach Weihnachten sind schon seit langem für die Konventexerzitien reserviert, die Schwester Johanna Domek vom Konvent der Benediktinerinnen in Köln-Raderberg begleitete und uns mit Wort und Bild Mut für die Zukunft machte.

Im Gästehaus St.Benedikt herrschte wieder reges Leben. Ende Dezember wurden auch die Vorratsräume im Keller fertig gestellt. Somit sind dem Personal in der Küche die langen Beschaffungswege erspart. Von den vielen Kursen und Gästen der letzten beiden Monate seien nur einige wenige genannt. Anfangs November tagten auf dem Schweiklberg alle Geschäftsführer der 30 bayrischen „Gesundheitsregionen plus“ Am 23 November war Professor Dr.Paul Zulehner anlässlich eines Vortrages im Pfarrsaal Vilshofen über das Thema „Entängstigt euch“ bei uns als Übernachtungsgast. Im Konvent durften wir Herrn Stadtpfarrer Prälat Ludwig Limbrunner zu „Stillen Tagen“ begrüßen, wie auch P.Athanasius von Waegwan und Herrn Alexander Britzl, die in Regensburg am kirchenmusikalischen Institut studieren. Am 25.Dezember waren unter den Gottesdienstbesuchern auch 80 amerikanische Schiffsreisende, die in Vilshofen Station machten.

Zum Schluss sei wieder unserer verstorbenen Angehörigen, Freunde und Wohltäter gedacht. Am 01.November starb Sr.M.Sieglinde Starnecker OSB, die langjährige Priorin der Benediktinerinnen von Neustift und Generalpriorin der Kongregation von 1991 bis 2009. P.Prior, Br.Karl und Br.Georg nahmen am 14.12. am Begräbnis von Frau Cäcilia Pflugbeil teil. Frau Pflugbeil gehörte mit ihrem Ehemann Fritz Pflugbeil zu den engeren Freunden unseres Hauses. Kurz vor Weihnachten, am 22.12., verstarb Frau Franziska Reiner, geborene Six, die älteste Schwester unseres Br.Georg Six. Sie alle seien Ihrem Gebete empfohlen.

Ihnen, liebe Leser und Hörer des Heimatbriefes, wünscht ein fruchtbares Jahr 2017

der Schweiklberger Chronist P.Matthäus Kroiss

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