Rundbrief

Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!
„Im Prater blühen wieder die Bäume…“ heißt es in einem alten Schlager. Auch um Schweiklberg herum blüht alles und wir freuen uns, dass endlich der Frühling angebrochen ist. Jetzt wäre es noch schöner, wenn auch die Pandemie mit Lockdown und allen anderen unangenehmen Erscheinungen Abschied nähme und die Normalität langsam - „mit Trippelschritten“ wie es in einem Zeitungsartikel heißt - wieder zurückkäme.
Wir machen hier aber jetzt einen großen Sprung zurück in die Fastenzeit, das heißt in den Anfang des Monats März. Da begann nach dem heuer sehr gedämpften Fasching die österliche Bußzeit mit der Aschenauflegung. Unser Konvent vertiefte den Fastengedanken auch in der Mitte der Fastenzeit durch eine interne klösterliche Bußfeier. Dazwischen konnten wir auch das Fest des Heimgangs unseres Ordensvaters Benedikt begehen, allerdings ohne größere äußerliche Feier. Zum festlichen Mittagstisch durften wir unseren Altabt Christian begrüßen. Dankenswerter Weise half uns Herr Alexander Britzl an der Orgel aus. Die Feiern der Karwoche konnten wir, wenn auch durch den Lockdown eingeschränkt, begehen. Die Palmweihe hielten wir vor der Klosterpforte. Unser Kantorenteam setzte viel Kraft in die Vorbereitung der liturgischen Gesänge, die sie aufgrund der Coronaregeln im „Sologesang“ bewältigen mussten. Die Fußwaschung am Gründonnerstag entfiel, wie bereits im vergangenen Jahr. Die feierliche
Übertragung des Allerheiligsten nach der Eucharistiefeier wurde wesentlich vereinfacht. Zu den offiziellen Fürbitten am Karfreitag wurde auch eine eigene Fürbitte für die Opfer der Coronaepidemie hinzugefügt. Statt einer Predigt hielt P. Prior eine kurze Einleitung zur Passion. Die Lesungen der Osternachtfeier erfuhren ebenfalls eine Verkürzung. Nach dem Gottesdienst versammelte sich der Konvent im Klosterrefektorium zum gemeinsamen Osterfrühstück.
Die erste Maiandacht hielten wir am Sonntag, dem 2. Mai, gut vorbereitet von Br. Johannes. Außer den Sonntagen halten wir auch an jedem Dienstag und Donnerstag eine Maiandacht.
Eine Feier besonderer Art fand am Donnerstag, dem 29. April im Bereich der Abteikirche statt. Zu Ehren der heiligen Katharina von Siena begeht der Frauenbund seit über 20 Jahren diesen Tag. Aus diesem Anlass feierte der Frauenbund einen Wortgottesdienst der in der Abteikirche begann und als sogenannter „Stationenweg“ im Brunnenhof der Realschule endete. Etwa 40 Frauen zusammen mit H.H. Stadtpfarrer Zerer nahmen an diesem Gottesdienst teil.
Seit 2018 feierte die Rumänisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Passau in der Kapelle des ehemaligen St. Beda-Hauses Gottesdienst. Da das Haus einer anderen Nutzung zugeführt wird, musste sich die Gottesdienstgemeinde einen neuen Platz suchen. Sie fanden Aufnahme in der Pfarrkirche von Sandbach. P. Stefan Raster konnte am 03. April auf 85 Lebensjahre zurückblicken. Da dieser Tag aber auf den Karsamstag fiel, musste unser Mitbruder diesen Tag in aller Stille begehen.
Vom 24. auf den 25. April war Abt-Präses Jeremias Schröder zusammen mit dem neuen Kongregationssekretär P. Pedro Ampo zu einer Kurzvisite bei uns.

Nun zu unserer Coelestin-Maier-Realschule:
Der „Tag der offenen Tür“, sonst ein besonderes Ereignis im Schulalltag, musste diesmal virtuell bewältigt werden. Statt der persönlichen Begegnung mit Lehrern und Schülern bekamen die Interessierten Videos über das Angebot der Schule zu sehen, die sie von YouTube abrufen konnten. Das Angebot reichte von einem Luftbild der Schule; einer Fußball-Show; digitale Unterrichtskonzepte, einer Vorstellung verschiedener Fachschaften und einer Chemie-Show. Der Unterricht gestaltete sich in den letzten Monaten ebenso digital. Seit 15. März konnte bei den Abschlussklassen wieder Präsenzunterricht stattfinden, da diese Schüler für ihre Bewerbungen nach dem  Schulabschluss auf Noten angewiesen sind.

Die Klostergärtnerei:
Hier arbeitet seit Oktober Herr Julian Drexler (33 Jahre) als neuer Leiter der Klostergärtnerei zusammen mit drei Mitarbeitern. Der gebürtige Passauer machte nach seiner Schulausbildung ab 2007 eine Ausbildung als Gärtner im portugiesischen Alto Alentejo, einer Region an der spanischen Grenze. Seit 2020 ist er wieder in Niederbayern, in der Nähe von Passau. Von dort hat er sich um eine Stelle in unserer Gärtnerei beworben. Sein Ziel ist, im Sinne des Klosters, den Gartenbetrieb nach biologischen Richtlinien zu bewirtschaften. Seit März ist auch der Verkauf wieder geöffnet. Hier bedient Frau Silvia Berger im renovierten Verkaufsraum die Kunden. 
Der Chronist hat im Archiv einen kurzen Abriss über die Entwicklung der Gärtnerei Schweiklberg einschließlich des Obstgartens entdeckt, den ich Ihnen kurz vorstellen möchte.
Als die Benediktiner von St. Ottilien 1904 das Schweiklgut aufkauften, gehörte zum Areal auch ein so genannter Wurzgarten neben der „Villa“, dem heutigen ehemaligen St. Beda-Haus. Er umfasste 0,737 ha. In einem Jahresbericht von 1909 ist bereits von einem Garten mit einer Fläche von 20 Tagwerk die Rede, die zudem mit 1000 großen Obstbäumen bepflanzt ist. Das ist das Areal des heutigen Klostergartens, den Br. Hartwig Hammermüller, der mit dem Gründer von St. Ottilien gekommen ist, zu bearbeiten hatte. Im Jahre 1918 umfasste der Klostergarten 23 Frühbeetanlagen, davon 10 unter Glas, 1000 Obstbäume, davon 730 tragend (616 innerhalb des eingefriedeten Gartens). Zum Gartenbereich gehörte übrigens auch ein Seminargarten, der vom Klostergarten getrennt war und der von den Schülern unter Leitung von P. Benignus Osterkorn (+1959) errichtet und betreut wurde. 1931 wurde die Klostergärtnerei Schweiklberg als öffentlicher Gartenbaubetrieb anerkannt und damit auch die Möglichkeit gegeben, Lehrlinge auszubilden. 1920 übernahm Br. Severin Winkelmeier (+1974) die Leitung der Gärtnerei, in der er schon
seit 1914 arbeitete. Br. Severin war auch seit 1925 für die Bienenzucht zuständig. Br. Severin blieb auch während der Aufhebung des Klosters 1941 bis 1945 in der Gärtnerei. 1954 wechselte er, wie sein Vorgänger Br. Hartwig, in das Studienkolleg Bergfried bei Passau. Von diesem Zeitpunkt an war Br. Alois Sindermann (+1996) Leiter unserer Klostergärtnerei. Er war der erste, der die Ausbildung zum Gärtnermeister absolvierte. Br. Alois, ein gebürtiger Schlesier, war ein sehr arbeitsamer und rühriger Gärtner, der handwerklich sehr geschickt war und selber Arbeitsgeräte entwickelte. 1962 betrug die Gesamtfläche der Gärtnerei 2,8 ha, die beheizbare Gewächshausfläche 218 qm. Ein wichtiger Schritt in der Gartenbauentwicklung der Abtei war der Neubau der Gärtnerei in der Zeit von 1967 bis 1969 mit einem Glashaus (Gemüse 900 qm) einem Warmhaus (Blumen- u. Jungpflanzen 400 qm) und einem Wohnhaus für den Gärtner. Dazu kamen später noch zwei Folienhäuser (450 qm). Die Freifläche hat seither 1,2 ha. Seit 1971 leitete Br. Raphael Lang den Gartenbaubetrieb bis 2020. Bis 1996 bildete Br. Raphael etwa 50 Lehrlinge aus und war auch lange Jahre als Meister im Prüfungsausschuss.
Der Obstgarten war seit 1921 in der Hand von Br. Kilian Reuß, ihm folgte Br. Gabriel Tischler. Nach dessen Pensionierung übernahm sein langjähriger Mitarbeiter Br. Raymund Graf die Betreuung des Obstgartens. Nachdem Br. Raymund aus Gesundheitsgründen kürzer treten muss, kümmert sich Cellerar Br. Clemens Wittmann, neben seinen vielen Arbeiten als Verwalter des Klosters und in der Kerzenwerkstatt auch um den Obstgarten. In den vergangenen zwei Jahren wurden viele neue Bäume gepflanzt. Zum Baumschnitt steht ihm Herr Thomas Knödl aus Aldersbach zur Seite.

Mit allen guten Wünschen verabschiedet sich der Chronist P. Matthäus

 

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Ein Jahr Pandemie. Das hat seine Spuren hinterlassen, auch in der klösterlichen Gemeinschaft von Schweiklberg, besonders im Bereich der Gottesdienste. Aber wir haben uns nicht entmutigen lassen, sondern getan, was offiziell gefordert war und was die jeweilige Situation erfordert hat. Für die Gottesdienstgemeinde hieß das Maskenzwang und Abstand. Für unseren fleißigen Sakristan Br. Justin kam da einiges an zusätzlicher Arbeit auf ihn zu. Trotzdem konnten wir die Gottesdienste einigermaßen in gewohntem Rahmen feiern. Die Kerzenweihe an Lichtmess hielten wir wieder an der Pforte und zogen anschließend mit Orgelbegleitung in die Kirche. Auch der Blasiussegen wurde gespendet, allerdings mit Mundschutz und ohne das übliche Begleitgebet, ebenso die Aschenausteilung am Aschermittwoch. Drei Mitbrüder, P. Prior Richard, Br. Ulrich und Br. Johannes nahmen an der traditionellen Sebastianiprozession in Vilshofen teil, die jedes Jahr zur Erinnerung an die Pest von 1627 stattfindet. Heuer war ja diese Bittprozession aktueller den je, ist ja die Prozession eine Bitte um Abwehr von Seuchen, Hunger und Krieg. Ab dem 04. Februar trifft sich auch wieder der seit 30 Jahren bestehende Gebetskreis in der Krypta der Abteikirche. Auch hier werden die Corona-Vorschriften eingehalten.
Den Rosenmontag feierten wir diesmal bei einem gemütlichen Abendessen im Klosterrefektorium. Am 30.Januar kamen unsere beiden studierenden Mitbrüder, Br. Paul und Br. Johannes in die Semesterferien und halfen wieder fleißig bei den anstehenden Arbeiten und Diensten mit. Br. Paul musste allerdings bereits wieder am 1. März zum Semesterbeginn in Salzburg einrücken. Br. Johannes begann am 04. März sein Gemeindepraktikum in der Stadtpfarrei Vilshofen.

Homeschooling - Distanzunterricht hieß es für Lehrer und Schüler unserer Coelestin-Maier-Realschule.

Die „Coronazeit“ hat es mit sich gebracht, dass der Heimatbriefschreiber diesmal wenig zu berichten hat. So sei ihm gestattet, diesmal ausnahmsweise einen Blick in die Schweiklberger Geschichte zu tun.
Am 02. April jährt sich zum achtzigsten Mal der Tag der Aufhebung des Klosters und des Studienkollegs Bergfried durch die nationalsozialistischen Machthaber. Das Missionsseminar, die Landwirtschaftsschule und das Brüderseminar wurden bereits 1937 geschlossen. Kurz vor der Aufhebung traf die Klostergemeinschaft noch ein schwerer Schlag. Der 1935 als Nachfolger von Abt Coelestin Maier gewählte Abt Thomas Graf verstarb am 24. März 1941 im Schwabinger Krankenhaus an einem schweren Magenleiden. Am Begräbnistag, dem 28. März, wurde P. Willibald Margraf zum Nachfolger postuliert, da die meisten Mitbrüder wegen der Beerdigung schon anwesend waren.
Dann geschah, was die meisten Klosterangehörigen, auch der verstorbene Abt, schon vorausgesehen haben. Am 02. April rückte die Gestapo an, um das Kloster aufzulösen. Dazu hier ein Ausschnitt aus der Aufhebungschronik von P. Dietram Färber (gestorben am 27. März 2004).
„ Am 1. April feierten wir in unserer Abteikirche den Tag der Ewigen Anbetung. P. Prior (P. Bonifaz) hatte uns für diesen Tag zu einem Gebetssturm um Gottes Schutz und Segen für das Kloster gebeten. Aber am gleichen Tag wurden in Regensburg bei der Geheimen Staatspolizei die Vorbereitungen getroffen, das Kloster Schweiklberg aufzuheben.“ So kam denn der 2. April, ein strahlender Vorfrühlingstag, wie der Chronist ausdrücklich bemerkt. Lassen wir ihn noch einmal zu Wort kommen: „In den frühen Morgenstunden waren zwei große Omnibusse mit etwa vierzig Mann der Geheimen Staatspolizei von Regensburg weggefahren und hatten gegen 9 Uhr das Kloster erreicht. Zunächst wurden alle Straßen und Zugänge, die nach auswärts führten, abgesperrt, dann sämtliche Tore und Haustüren besetzt; die übrigen drangen in das Kloster ein und bewachten alle Gänge und Treppen. P. Prior, der soeben von P. Maurus Heid verständigt worden war, wurde vom Pförtner gerufen und traf schon im unteren Gang auf die Leute. P. Prior bat den Leiter der Aktion in das Sprechzimmer. Dieser wies sich mit einem Metallschildchen als Beamten der Geheimen Staatspolizei aus. Er verlas P. Prior folgenden Beschluss: >Im Auftrag des Reichssicherheitshauptamtes Berlin wird hiermit auf Grund §1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28.2.33 …in Verbindung mit dem Gesetz über die Einziehung kommunistischen Vermögens vom 14.7.33…die Benediktinerabtei Schweiklberg mit sämtlichen zu der Abtei gehörenden Vermögensobjekten samt lebendem und totem Inventar beschlagnahmt <.“ Soweit die Aufhebungschronik. Nach dem mit knapper Not noch zugestandenem Mittagsessen wurden die anwesenden Patres in einem geschlossenen Omnibus nach Münsterschwarzach abtransportiert, wo sie um 22 Uhr ankamen, ohne, wie eigentlich versprochen, angemeldet zu sein. Trotzdem wurden alle brüderlich aufgenommen. Die Brüder mussten in Schweiklberg bleiben, als Angestellte der Treuhand. Interessant ist auch noch die Notiz des Chronisten über die Reaktion der Umgebung des Klosters, beziehungsweise der Umgang der Gestapo mit den angefragten Informationen. P. Dietram schreibt: “In Vilshofen war man schon am Vormittag auf die Vorgänge in Schweiklberg aufmerksam geworden, ohne dass man Näheres in Erfahrung bringen konnte. Am Telefon wurde einmal P. Donatus verlangt; doch vom Kloster kam der Bescheid, dass er nicht zu Hause sei. Auch P. Gislar, der Kooperator in Vilshofen war, wurde verlangt, es hieß, er sei verreist. Auf die Frage, was die Autos vor dem Kloster zu bedeuten hätten, wurde erwidert, die Patres gingen in Exerzitien fort.“
Soweit der kurze Rückblick in die dunkle Zeit der Abtei. Aber die Hand Gottes hat die klösterliche Gemeinschaft auch durch dieses dunkle Tal geführt und wird es, wie wir hoffen und vertrauen, auch weiterhin tun.

Zum Abschluss des Heimatbriefes sei wieder an unsere verstorbenen Freunde und Angehörigen erinnert.
Am 14. Januar verstarb in einem Vilshofener Altenheim Frau Theresia Scheuerecker, die seit ihrem 17. Lebensjahr in unserer Ökonomie tätig war und später als Krankenschwester im Vilshofener Krankenhaus gearbeitet hat. Verstorben ist auch der Neffe unseres Br. Goswin Brommer (+14.10.1989), Herr Ludwig Brommer.

Ihnen allen, lieben Lesern und Hörern dieses Heimatbriefes, möchte ich schon jetzt ein gesegnetes Osterfest wünschen.
Ihr P.Matthäus Kroiss

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Zu Beginn dieses Heimatbriefes möchte Ihnen der Chronist ein gesegnetes neues Jahr wünschen.
Wir wissen ja Gottes Hand über uns, trotz aller Schwierigkeiten, die noch vom alten Jahr herüberreichen.

Schauen wir noch einmal zurück bis zum November 2020. An Allerseelen zog die klösterliche Gemeinschaft wie jedes Jahr zum Friedhof, um für die Verstorbenen zu beten. Aus dem Konvent waren es im Jahr 2020 Br. Alfred Straubinger, gestorben am 15. Januar und P. Georg Straßer, der am 04. Februar verstorben ist. Hier seien auch die Bekannten, Freunde und Wohltäter unseres Klosters erwähnt, die im vergangenen Jahr zu Gott heimgehen durften: Unser Nachbarkloster Metten verlor am 18.11.2020 einen ihrer bekanntesten Mitbrüder, P. Stephan Häring, Professor für Kirchenrecht an der Katholischen Fakultät der Universität München, der auch mit unserem Haus immer wieder in Verbindung getreten ist. Br.Johannes vertrat die Gemeinschaft beim Requiem. Mit Herrn Herbert Stolz verloren wir einen unserer eifrigsten Missionsförderer. Er verstarb am 25. November im Pflegeheim St. Maria Ramersdorf im Alter von 79 Jahren. Seine besondere Aufmerksamkeit galt der Missionsarbeit der Mitbrüder im Zululand, für die er eifrig Missionsspenden gesammelt hat. Viele Jahre hat er in Inkamana auch seinen Urlaub verbracht. Am 15. Dezember ging Herr Werner Willeitner, Oblate von Schweiklberg und eifriger Gottesdienstbesucher, in den ewigen Frieden ein. Wir gedenken auch des Vaters unseres Hausarztes, Herrn Dr. Josef Vöckl, verstorben am 18.12.2020.
Am 14. Dezember verstarb in Ostafrika unsere Oblatin Frau Maria Meihs. Sie wurde am 18.12. unter großer Anteilnahme der Bevölkerung an ihrem Wirkungsort in Litembo beigesetzt. Der Bischof selber hat das Requiem und die Beerdigung gehalten. Frau Meihs wurde am 15. November 1960 zusammen mit der Ärztin Frau Dr. Irmgard Weyer und Frau Anneliese Dauber in der Krypta der Abteikirche von P. Günther Probst, dem damaligen Oblatenpater, nach Litembo-Ostafrika ausgesandt.

Mit der Segnung des Adventkranzes und der feierlichen Vesper traten wir am 28. November in die Adventzeit ein. P. Thomas Handgrätinger, emeritierter Generalabt der Prämonstratenser führte uns an Hand des Johannesbriefes und des Philipperbriefes durch die Konventexerzitien. Wir danken ihm für die gehaltvollen und lebendigen Vorträge.

Wer am 15. Dezember nachmittags zur Klosterpforte kam und die hell erleuchtete Fassade der Abteikirche, ein Feuerwehrauto und etliche Leute dabei stehen sah, fühlte sich wohl in Filmkulisse versetzt. Auch wenn unsere Abteikirche schon öfter Blickpunkt für Dreharbeiten war, handelte es sich diesmal um die feierliche Übergabe unseres Feuerwehrautos an den rumänisch-orthodoxen Erzbischof Serafim Joanta, Metropolit für Deutschland, Österreich Luxenburg und Nordeuropa. Das uns von der Feuerwehr Vilshofen 1996 überlassene Fahrzeug geht an das Bistum Husi in Ostrumänien, dessen junger, sehr aktiver Bischof Ignatie Trif sich wohl sehr über dieses Geschenk freuen wird.

Trotz der Einschränkungen durch den „Lockdown“ konnten wir das Weihnachtsfest und die nachfolgenden Festtage, Neujahr und Epiphanie mit dem Fest der Taufe des Herrn feiern. Die Christmette mussten wir auf den frühen Abend verschieben. Wir feierten sie um 17:30, beginnend mit der Vigil, der sich die feierliche Verkündigung der Geburt Christi anschloss und mit der Eucharistie fortgeführt wurde. Da der Gemeindegesang zur Zeit untersagt ist, wegen der Infektionsgefahr, mussten unsere Cantores fast alle Gesänge übernehmen, was sie mit großer Bravour getan haben. Hier ein extra Dank an unsere Vorsänger Br. Leo und Br. Johannes.

Auch den Jahresabschluss begingen wir wie gewohnt mit der Jahresschlussfeier um 17.30 mit einer kurzen Ansprache von P. Prior und einem Überblick über die Ereignisse des Jahres 2020. Die Wasserweihe an Epiphanie mit anschließender Haussegnung vollzogen wir wie gewohnt, auch mit den Begleitgesängen aus dem Gotteslob. Am Fest der Taufe Christi wurde das Konventamt mit dem Taufgedächtnis und der Austeilung des Weihwassers begangen. So können wir wieder, gestärkt mit göttlichen Segen, vertrauensvoll in das begonnene Jahr 2021 gehen.

Nun noch einige Kurznachrichten. Die Kirchenzählung am 08.11. ergab für die beiden Sonntagsgottesdienste in unserer Abteikirche insgesamt 66 Gottesdienstbesucher, der Konvent nicht mitgerechnet. Am 29. November flog P. Leo Eireiner nach einmonatigem Aufenthalt wieder zurück nach Südafrika. Die Vilshofener Lokalzeitung berichtet am 18. November über eine besondere Aktion, an der sich auch die Abtei Schweiklberg beteiligte. Demzufolge will man nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen ökologisch aufwerten, im Klartext, mit Hecken bepflanzt werden. Auf zwei Teilflächen, die als Wildacker dienen, wurden je eine Hecke gepflanzt. Cellerar Br. Clemens, Herr Markus Lautenbacher (unser Jagdpächter) mit seiner Familie und der Leiter unserer Elektrowerkstatt, Herr Michael Schreiber mit seinen Kindern, teilten sich diese Arbeit.
In der Vesper des 01. Januar erneuerte Br. Paul aus dem Priorat Kumily, unser Studiengast, die zeitlichen Gelübde. Bruder Johannes brachte ihn dann am 08.Januar wieder zur Fortsetzung des Studiums nach Salzburg. Für Br. Johannes haben am 11. Januar die Vorlesungen an der Universität/Rudolphinum in Regensburg begonnen, allerdings in digitaler Form, also am Computer. So kann unser Mitbruder bis Ende Januar noch im Konvent bleiben.

Damit ist der Chronist schon wieder mit seiner Weisheit zu Ende und verabschiedet sich mit dem jetzt öfter gehörten Wunsch: „Bleiben Sie gesund“.
Ihr Schweiklberger Chronist P.Matthäus Kroiss

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