Rundbrief

Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Die vergangene Berichtszeit hat zwei Gesichter, wenn man so sagen darf: ein ernstes und ein lachendes. Das ernste gehört der vorösterlichen, das lachende der nachösterlichen Zeit, vor allem dem Mai. Den Ernst der Zeit machte das Gedenken an die Aufhebung des Klosters durch die Nationalsozialisten am 02.April 1941 deutlich, das wir mit einem Gebetsgedenken und Glockengeläute um 12 Uhr begingen, sowie einer kleinen Ausstellung in der Abteikirche. In seinem zusammenfassenden Gebet gedachte V.Abt auch aller, die in diesen Jahren der Willkür schwer geprüft wurden und ihr Leben verloren haben.

Passend auch zur ernsten Zeit sang am Samstag, dem 9.April der Chor der „Youth Performing High School“, eines der führenden amerikanischen Gymnasien für Musik aus Louisville, Kentucky, in der Abteikirche das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart in hervorragender Qualität. Am selben Tag hielten V.Abt und P.Michael Mayer im St.Beda-Haus einen Einkehrtag unter dem Thema: „Vergebung leben“.
Der 15.April war durch zwei besondere, allerdings konkurrierende Ereignisse ausgezeichnet: In der Abteikirche wurde um 19 Uhr zur Vorbereitung auf den Palmsonntag ein geistliches Konzert  mit dem Titel „Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens“ aufgeführt. An der Orgel spielte Professor Norbert Düchtelt nach einer Komposition von Petr Eben. Die Texte von Johann Comenius (1592-1670) las Alex Dorow, bekannt als Nachrichtensprecher des Bayerischen Fernsehens. Herr Dorow meisterte seine Aufgabe in unserem akustisch etwas schwierigen Kirchenraum hervorragend. Das andere große Ereignis dieses Tages, das sich allerdings im Atrium des Gymnasiums Vilshofen abspielte, war der Vortrag von Abt Primas Notker auf Einladung der Volks -und Raiffeisenbanken des Landkreises Passau über die Möglichkeit des humanen Management in unserer Zeit. Wir freuten uns, dass wir V.Abt Primas bei der Vesper in unserer Mitte begrüßen und seinen Segen empfangen durften. Am selben Abend begann auch das Familienwochenende im St.Beda-Haus unter Leitung von Altabt Christian. Bei der Palmprozession am Palmsonntag begleiteten uns auch wieder die Kinder der Familien mit dem Palmesel. V.Abt nahm am 18. April am Priester- und Diakonentag in Passau und an der Chrisammesse im Dom teil. Einen geistlichen Schwerpunkt setzten auch die „Exerzitien im Alltag“, die vom 14. bis 21.März und vom 04. bis 11.April im Pfarrzentrum Vilshofen angeboten wurden. P. Prior Matthias war mit Schwester Manuela Hegenberger als Begleiter dabei. Auch P. Michael nahm daran teil. Dann lachte uns die Ostersonne und wir feierten frohen Herzens das heilige Osterfest. Nach der Feier der Osternacht luden wir unsere Gäste und Kirchenbesucher wieder zum Osterfrühstück ein. Damit sind wir auch schon beim „frohen Teil“ des Berichtes und im Wonnemonat Mai angelangt. Maienmonat ist Marienmonat. So erklangen auch am 05. Mai abends in der Klosterkirche im Rahmen eines „Mariensingens“ stimmungsvolle Marienlieder aus dem Schatzkästlein des deutschen Volksgesangs, dargeboten von sechs bekannten Volksmusikgruppen aus der näheren Umgebung. Verbindende Texte und Gedichte sprach Herr Wolfgang Englmüller. Am Samstag, den 07.Mai lud dann die Coelestin-Maier-Realschule zum „Schweiklberger Frühling“ ein. Es war ein wahres Fest für die Ohren, aber auch für die Augen und den Magen. Die „Stadtkapelle Vilshofen“, die „Jeremias Flickschuster Jazz-Band“ und natürlich unsere Bläserklasse mit der Schulband heizten den Besuchern ordentlich ein. Das Rahmenprogramm meisterte die BRK-Bereitschaft Vilshofen und der Elterbeirat kümmerte sich um die Stillung von Hunger und Durst.

Auch V.Abt war mit „Panama-Hut“ und Tuba dabei. Und „Petrus“ zeigte sich von seiner freundlichsten Seite. Wir Schweiklberger scheinen doch eine gute Nummer bei ihm zu haben. Das konnten wir  beim nächsten großen Fest der Realschule am 20.Mai, dem Tag der offiziellen Einführung des neuen Schulleiters, Herrn Michael Zenger, feststellen. Auch dieser Tag war von strahlendem Wetter begünstigt. Um 11 Uhr feierte V.Abt mit den Lehrern, den geladenen Gästen und der Klostergemeinschaft einen Pontifikalgottesdienst. Als Konzelebranten standen mit ihm Herr Generalvikar Dr Klaus.Metzl, der Onkel von Herrn Zenger, Herr Pfarrer Feigl, P.Prior Matthias und P.Matthäus am Altar. Anschließend war in der Turnhalle die offizielle Amtsübergabe durch den Repräsentanten des  Schulträgers; Abt Rhabanus; angesetzt. Der Direktor des Katholischen Schulwerkes, Herr Dr. Andreas Hatzung, der stellvertretende Landrat Manfred Riedl, Bürgermeister Georg Krenn von Vilshofen und der Ministerialbeauftragte Michael Wagner sprachen Grußworte, aus denen die Hoffnung klang, dass der viel versprechende neue Wind auch weiterhin wehen und neues Leben in die Schule bringen wird. Schulleiter Zenger selber stellte in seiner Ansprache seine Mitarbeiter, Lehrer und Angestellten vor, ohne die er seinen Dienst nicht leisten könnte. Er vergab an jeden der Angesprochenen gute Noten für ihren Einsatz. Besonders engagiert haben sich auch die Schüler an diesem Tag, vor allem die Bläser-und Gitarrengruppe sowie die Schulband, die mit heißen Rhytmen und einer launigen Revue die Gäste bestens unterhielt. Unsere Küche unter Leitung von Küchenmeister Jellbauer bereitete für die Gäste ein schmackhaftes Essen.
Ein Höhepunkt des musikalischen Lebens in Schweiklberg darf natürlich nicht unerwähnt bleiben: die Orgelnacht, oder wie sie mit vollem Namen heißt: „Vollmondorgelnacht“. Heuer spielte sogar dieser Himmelskörper mit, auch wenn er nicht in seiner vollen Größe aufleuchtete. Aber auch so war diese Veranstaltung, betreut von Frau Carola Baumann-Moritz im Auftrag der Stadt Vilshofen, ein grandioses Erlebnis, vor allem für diejenigen der Freunde unserer Klaisorgel, die die volle Nachtlänge von 8 Uhr abends bis 2 Uhr morgens durchhielten. Sechs bedeutende Musikinterpreten verzauberten die Zuhörer durch eine Fülle von Klängen und die Stinglhammer Consulting Group unsere Abteikirche durch eine zauberhafte Lichtinstallation in ein Märchenschloss.

Unser Rundbrief bewegt sich langsam auf das Ende zu. Wir werfen noch schnell einen Blick in den Konvent. Drei von unseren Missionaren sind zur Zeit auf Heimaturlaub bei uns: P.Richard Multerer, P.Gregor Norbert Zeilinger, der auch Br. Georg Bauer aus El Rosal mitbrachte, und Br. Markus Forster. P. Oswald Wiederer und P. Leo Eireiner werden demnächst nachfolgen. Vorausschauend darf noch gesagt werden, dass wir am Pfingstmontag, dem 13.Juni wieder unsere Jubilare feiern: Br.Adalbert Plötz: 65 Jahre Profess; Br. Bonifaz Kellnberger:  60 Jahre Profess, P.Matthias Wenig und P.Richard Multerer: 50 Jahre Profess. P. Benedikt Schneider : 25 Jahre Priester. Altabt Anselm Schulz konnte am 12.Mai im Augustinusstift in München seinen 80.Geburtstag begehen. V.Abt gratulierte ihm und nahm auch unsere Glückwünsche mit. Den Schluss soll wieder das Totengedenken bilden. Am 29.März verstarb an plötzlicher Gehirnblutung der Cousin von Br.Raymund, Herr Wilhelm Klarl,  im 53.Lebensjahr. V.Abt und Altabt Christian nahmen am 11.Mai am Begräbnis unseres Wohltäters, Herrn Wolfgang Niederhofer teil, der am 06.Mai ebenfalls plötzlich verstorben ist.V.Abt konnte ihm noch die Sterbesakramente spenden. P.Georg hielt am 21.Mai mit einer großen Trauergemeinde das Requiem für Herrn Horst Baumann. Frau Florentine Baumann war lange im Elternbeirat unseres Gymnasiums tätig.

Jetzt aber wirklich Schluss. Ich wünsche Ihnen allen ein gnadenvolles Pfingstfest und die Freude im Heiligen Geist.
Ihr P. Matthäus Kroiss

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

„Gedenke Mensch, dass du Staub bist, und wieder zum Staub zurückkehrst“ spricht der Priester am Aschermittwoch beim Auflegen der geweihten Asche. Die Fastenzeit lässt uns wieder  an unsere Vergänglichkeit denken. Für die klösterliche Gemeinschaft war es der Tod von Bruder Josef (Karl) Leitl, der an die „letzten Dinge“ mahnte. Nach wochenlangem Ringen hat er unseren Mitbruder am frühen Morgen des 07.Februar von seinem irdischen Leiden erlöst und zum himmlischen Vaterland heimgeführt. Am 11.Februar um 14h sangen wir ihm das Requiem und geleiteten zusammen mit den Angehörigen und vielen seiner Bekannten seinen Leichnam zum Friedhof. Br.Josef ist in der Nähe von Schweiklberg. aufgewachsen. Nach der Schulausbildung kam er zu den Brüderzöglingen und erlernte bei Br. Gerold Schwarzbauer das Zimmererhandwerk Obwohl er bereits 1940 in das Postulat aufgenommen wurde, konnte er erst nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft seinen klösterlichen Weg fortsetzen. Seit 1950 war Br.Josef Leiter der Hühnerfarm, bis sie 1999 aufgegeben wurde. Zusammen mit Br.Martin Exner (gestorben am 1.Juli 1990 an plötzlichem Herzversagen) und etlichen Mitbrüdern und Angestellten arbeitete er unermüdlich Tag und Nacht bei der Aufzucht und Betreuung des Geflügels und unternahm  weite und zum Teil auch schwierige Fahrten durch ganz Bayern, um Küken und Eier zu den Kunden zu bringen. Den Fahrdienst leistete unser Mitbruder auch nach der Pensionierung noch gerne für die klösterliche Gemeinschaft. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Br.Josef in der Krankenabteilung, nahm aber eifrig am Chorgebet und den anderen klösterlichen Übungen teil, bis zunehmende Schwäche und Hinfälligkeit ihm auch das versagten. Vergessen wir Br.Josef nicht im Gebet, das ihm zeitlebens ein echtes Anliegen war! In diesem Zusammenhang möchte ich auch an die anderen uns nahe stehenden Verstorbenen erinnern: Am 29.Januar verschied in Würzburg Br.Clemens Hamberger aus der Abtei Münsterschwarzach, der von 1969 bis 1975 bei uns als Organist gewirkt hat. Ein treuer und eifriger Förderer und Wohltäter war Herr Klaus Esch aus Willich, der am 21.Februar nach langer Krankheit gestorben ist. P.Michael Mayer verlor am 28.Februar seinen Bruder, Herrn Josef Mayer. Am 24.März verstarb Frau Gertrud Schatzlmayr, die Mutter unseres ehemaligen Schülers Günther Schatzlmayr und Mitglied des Singkreises. P.Pius nahm  am 26.März an ihrer Beerdigung in Vilshofen teil  Die letzte Verstorbene aus unserem Bekanntenkreis ist Sr.Renate Riedl, Priorin der Benediktinerinnen von Neustift von 1971. bis 1991 und seit 1982 auch Generalpriorin der Kongregation, die am 26.März in die ewige Heimat gehen durfte. Ihnen allen wünschen wir die ewige Ruhe und Glückseligkeit im himmlischen Vaterhaus.

Nach der langen Totenliste kommen wir nun endlich zum Leben in unserer Gemeinschaft. Zuerst soll wieder von den besonderen Ereignissen die Rede sein. Am 02.Februar, dem „Tag des geweihten Lebens“ nahmen etliche Mitbrüder am Gottesdienst der Ordensleute in St.Paul, Passau, mit Diözesanbischof Wilhelm Schraml teil. Am Sonntag, den 06.März konnten die zahlreichen Zuhörer in unserer Abteikirche einen musikalischen Höhepunkt erleben. Mit Werken von Bach, Demessieux, Radulescu  und Rheinberger brachte Herr Daniel Obtmeier (26 Jahre) die „Königin der Instrumente“ zum Klingen. Mit großem Applaus bedankten sich die begeisterten Musikliebhaber beim jungen Künstler. Der Faschingssonntag war diesmal nicht nur mit der obligaten Reimpredigt von V.Abt Rhabanus ausgezeichnet, sondern auch durch einen Frühschoppen im Weinstüberl des St.Beda-Hauses für Mitbrüder und Kirchenbesucher, der auch  gerne angenommen wurde. Am 17.März versammelten sich die Landfrauen im St.Beda-Haus. Über das zur Zeit sehr aktuelle Thema „Was haben wir Christen heute noch zu lachen“ referierte Mutter Priorin Helene Binder von Neustift. Chefarzt Dr.med. Hans-Otto Rieger klärte über Gelenkserkrankungen auf. Den Schlussgottesdienst in der St.-Beda-Haus Kapelle hielt V.Abt Rhabanus. Am 21.März feierten wir wieder das Hochfest des Heimgangs unseres Ordensvaters Benedikt, zu dem uns auch zeitgerecht  „Petrus“ ein schönes Frühlingswetter spendierte. Die Festpredigt beim Pontifikalamt hielt Msgr. Hans Stadler, der uns die wichtigen benediktinischen Programmworte „Bete“ „Arbeite“ und „sei ein Segen“ in Erinnerung rief. Neben der Festmesse „Gaudeamus in Domino“ im lateinischen Choral erklangen von der Orgelempore das „Lascia ch’io pianga“ von Georg Friedrich Händel sowie einige andere Gesangs -und Instrumentalstücke für Sopransaxofon und Orgel, vorgetragen von Frau Eugenie Erner, begleitet auf der Orgel von Herrn Ansgar Wilhelm. Anschließend an den Festgottesdienst versammelten sich die Mönchsgemeinschaft und die geladenen Gäste, darunter Herr Bürgermeister Georg Krenn und Herr Schulleiter Michael Zenger mit dem Lehrerkollegium unserer Realschule sowie einige Geistliche aus der Nachbarschaft zusammen mit den Helferinnen im Flohmarkt und einigen anderen guten Bekannten und Freunden der Abtei im Klosterrefektorium zum gemeinsamen Festmahl. Am Sonntag, den 27.März eröffnete Altabt Christian nach dem Konventamt, die Werkschau von Schwester Christophora Janssen aus der Abtei St. Hildegard. Die Ausstellung zeigt Skulpturen und Bilder aus der Keramik und Malwerkstatt dieses Kloster, die noch bis 04.September 2011 täglich von 14h bis 17h im Ausstellungsraum des Erdgeschosses zu sehen sind. Schauen wir noch schnell hinüber in unsere Realschule. Hier hat am 21.Februar 2011 der neue Schulleiter, Herr Michael Zenger  sein Amt abgetreten. Die offizielle Amtsübergabe wird im Mai stattfinden.

Am Tag nach dem Benediktusfest begann Malermeister Br.Sales mit einigen Mitbrüdern das Refektorium auszuräumen. Nach 30 Jahren sollen Wände und Decken einer gründlichen Renovierung unterzogen werden. Auch die beiden Gemälde von Frau Else Birks aus den 50er Jahren brauchen eine Intensivreinigung. Die klösterlichen Mahlzeiten finden zur Zeit im Kapitelsaal statt. Nun noch kurz zu den Mitbrüdern. Am 29.Januar war V.Abt auf dem Jakobsberg zum 50-jährigen Jubiläum der Übernahme durch die Benediktiner von St.Ottilien. P.Michael Mayer gestaltete am 26.Februar im St.Beda-Haus einen „Tag mit der Bibel“ unter dem Thema „Herr Jesus, sei das Wort, auf das ich höre“. Br.Sebastian nimmt vom 14. bis 17.03 in Dresden an einem Kurs über Betriebssicherheit teil. Br.Franziskus musste sich am 28.01. im Krankenhaus Vilshofen an der Wirbelsäule operieren lassen. Groß war die Zahl der Gäste, die in den vergangenen zwei Monaten bei uns Stille und geistliche Nahrung suchten. Zu „Tagen im Kloster“ kam am 11.02. Herr Daniel Weber aus Grafenau und am 18.02. Herr Martin Kreuzer aus Zwiesel .Für einige Tage besuchte uns Father Denis Xulu aus der Diözese Eshowe. Ganz besondere Gäste begrüßte P.Matthäus am 01.März.: Austauschschüler aus Shanghai, die zur Zeit an der Berufsschule Pfarrkirchen hospitieren, informierten sich über unser klösterliches Leben und vor allem über unsere Werkstätten. Dr.Johannes Mahr suchte in unserem Archiv nach brauchbaren Unterlagen für sein Buch über die Abtei Münsterschwarzach Vom 25. bis 27.März hielt Abt Rhabanus sechs Seminaristen des Theresianums Bamberg einen Einkehrtag

Mit einem vorauseilenden Gruß für ein gesegnetes Osterfest verabschiedet sich der Klosterchronist P.Matthäus 

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Nach vierzehn Tagen „Urlaub“ ist zum Schrecken vieler „Wintergeschädigter“ der Winter wieder da. Nur einige unverbesserliche Romantiker bekommen wieder weihnachtliche Gefühle. In Richtung Weihnachten muss sich auch der Rundbriefschreiber in Bewegung setzen, nämlich zurück in die Adventszeit. Dazu gehört vor allem die innere Einkehr und Besinnung. Zu dieser verhalf P. Prior Matthias den Frauen aus Dingolfing, die am ersten Adventssonntag zu einem Einkehrtag kamen. Am 04. Dezember hielten Abt Rhabanus und P. Michael Mayer einen Einkehrtag für Senioren mit dem Thema „Fasset Mut und habt Vertrauen“. Am 10. Dezember sprach Abt Rhabanus vor den Landfrauen im Kreis Passau in Bad Höhenstadt. Dazu kommentierte das „Landwirtschaftliche Wochenblatt“: „Die Herzen der Frauen erreichte H.H. Abt Rhabanus Petri mit seinem geistlichen Impulsreferat. Den Zugang zu dem, was da von Gott kommt in die Herzen der Menschen – Licht und Liebe, Mut und Vertrauen  , eröffnete der Abt so fesselnd, dass es während des Vortrags mucksmäuschenstill blieb im Saal“. Altabt Christian und Herr Dieter Geyer versammelten wieder eine stattliche Zahl von Familien zum Einkehrwochenende im St. Beda-Haus. Thema war das „Sternenkamel“. Das Kamel ist ja im Zusammenhang mit den Weisen aus dem Morgenland und auch in der Jesaja – Prophetie eine wichtige Gestalt. Der Gebetskreis, der sich wöchentlich in der Krypta der Abteikirche trifft, hielt am 16. Dezember ebenfalls eine kleine Adventsfeier. Besondere Akzente der weihnachtlichen Vorbereitung setzte wieder unsere Realschule mit der Frühschicht, die am 01. Und 12. Dezember in der Krypta stattfand, und auch mit einem gut gestalteten Wortgottesdienst in der Abteikirche mit anschließendem gemütlichen Zusammensein in der neu renovierten Turnhalle. Bereiten sich die einen in Stille auf Weihnachten vor, so stürzen sich andere in den Trubel vorweihnachtlicher Geschäftigkeit. Ab er auch das kann zur weihnachtlichen Vorfreude hinführen, wie zum Beispiel der schon zur Institution gewordene schwimmende Christkindlmarkt in Vilshofen, bei dem auch wir mit unseren Mitbrüdern Br. Clemens, Br. Ulrich und Br. Leo vertreten waren. Sogar bis von Budapest kamen Interessenten angereist und freuten sich über die gute Atmosphäre. Zum festen Bestand des Weihnachtsfestes gehört schon seit langem das Friedenslicht aus Bethlehem. Seit 20 Jahren beteiligt sich die FFW Vilshofen an dieser Aktion, die auf eine Initiative des ORF-Landesstudios Oberösterreich zurückgeht. Für Schweiklberg war Br. Subprior Leo der Überbringer des Lichtes, das von vielen Kirchenbesuchern mitgenommen wurde.

Zur Weihnachts- und Vorweihnachtszeit gehört die Musik. Am 19. Dezember um 16.00 Uhr fand in unserer Abteikirche ein beeindruckendes Adventskonzert der Stadtkapelle Vilshofen unter der Leitung von Frau Andrea Wagenpfeil statt. Abt Rhabanus, der die zahlreichen Zuhörer begrüßte, unterstützte die Musikergruppe auf der Tuba. Der lang anhaltende Applaus am Schluss der Darbietungen bezeugte, dass die musikalische Botschaft ihren Zugang beim Publikum gefunden hatte. Musikalisch ging es auch nach Weihnachten weiter. Beim Weihnachtskonzert des Kammerchors Vilshofen unter der Leitung von Frau Carola Baumann-Moritz sangen sich die jungen Chormitglieder, unterstützt vom „Kleinen Chor“ des Gymnasiums Vilshofen, in die Herzen der Zuhörer. Selbst bei der Weihnachtsfeier des Konventes spielte der musikalische Teil eine besondere Rolle. P. Pius Zeller, der gerade rechtzeitig vor Weihnachten von einem längeren Klinikaufenthalt zurückkam, spielte zusammen mit Sr. Cordia und Sr. Manuela weihnachtliche Weisen auf der Flöte. Dass uns „Petrus“ dann auch noch mit weißen Weihnachten beschenkte, konnten leider nicht alle als Geschenk betrachten, zum Beispiel nicht unser Schneeräumteam, das rund um die Uhr beschäftigt war, die Wege frei zu bekommen. Wichtiger noch als diese Zutaten ist die Weihnachtskrippe, die unser Br. Wendelin wieder aufgebaut und zu einem lebendigen Panorama ausgestaltet hat. Damit Weihnachten nicht nach den Feiertagen klanglos untergeht, haben uns die Konventexerzitien vom 27. – 31. Dezember unter Leitung von Herrn Pfarrer Fink, Augsburg wieder auf den Weg zur Nachfolge Christi gewiesen. Wir danken Pfarrer Fink für diesen Dienst an unserem geistlichen Leben. So gingen wie geistig gestärkt in neue Jahr 2011 mit Dank für das Gute, das uns der Herr im vergangenen Jahr geschenkt hat.

Nach so vielen Veranstaltungen werfen wir wieder den Blick auf das „kleinere“ Geschehen in unserer klösterlichen Gemeinschaft. Da kann der Chronist zuerst einmal etwas Erfreuliches melden. Am 06. Januar wurde in El Rosal/Kolumbien P. Markus Dworschak zum Konventualprior auf unbefristete Zeit gewählt, nachdem er dieses Amt bereits seit August 2009 als Administrator versehen hat. Wir wünschen ihm Gottes Segen für sein Wirken und entsprechenden Nachwuchs für die Gemeinschaft. Sein Mitbruder, unser P. Gregor Zeilinger, geht nach seiner schweren Kopfoperation der langsamen Genesung entgegen. Eine weitere erfreuliche Nachricht: Am 03. Januar konnten wir beim Mittagessen im Konvent den neuen Schulleiter der Realschule Schweiklberg, Herrn Michael Zenger M.A. begrüßen. Er ist 42 Jahre alt und unterrichtet die Fächer Mathematik und Physik an der Johannes Decker – Realschule in Amberg. Die Amtseinführung wird Mitte Februar stattfinden. Nun zu weiteren Personalnachrichten: Br. Sebastian Aicher besuchte vom 12. – 17. 12 in Dresden den Kurs zur Ausbildung als Sicherheitsfachkraft. Abt Rhabanus und Br. Clemens nahmen am 08. Januar am Neujahrsempfang der Stadt Vilshofen teil. Am 01. März wird unser P. Christoph Heinzmann, bisher Pfarradministrator in Paulushofen, ein Probejahr in der Abtei Plankstetten antreten. Wir wünschen unserem Mitbruder Gottes Segen zum neuen Beginn. P. Leopold, der für zwei Monate bei uns war, ist am 21. Januar wieder nach Südafrika zurückgeflogen. Br. Josef Leitl ist nun ganz in die Krankenabteilung umgezogen. Seine Kräfte nehmen immer mehr ab und er seufzt mit dem Apostel Paulus „Ich  sehne mich danach aufzubrechen und bei Christus zu sein – um wie viel besser wäre das!“ (Phil. 1,23). Br. Franziskus und Br. Georg kümmern sich liebevoll um den Mitbruder. Br. Cölestin nimmt am Brüderkurs in Beuron teil. Dessen Thema lautet: „Das Kloster Monte Cassino – Geschichte und Gegenwart“. Am 11. – 12. Januar besuchte der Afrikareisende Herr Walter Egeter mit einer umfangreichen Sammlung von afrikanischem Spielzeug unsere Realschule und hielt einen spannenden Vortrag über den Alltag und die Kreativität der afrikanischen Kinder.

Wir gedenken auch wieder unserer Verstorbenen. Zu ihnen gehört Frau Hedi Heres, die bekannte Rundfunksprecherin, die lange Jahre hindurch die Volksmusikkonzerte in unserer Turnhalle moderiert hat. Am 24. Dezember starb Frau Maria Uttenthaler, Musiklehrerin i.R. Aufgewachsen ist Frau Uttenthaler in unserer Nachbarschaft auf dem Schulerhof. Sie war Organistin und Musiklehererin. Außerdem arbeitete sie auch im Asylantenheim in Passau und in unserem Flohmarkt mit. Wir danken ihr für ihre vielen Dienste mit unserem Gebet. Br. Ignatius Laumer, Peramiho trauert um seinen Neffen Klaus Muck, der mit 50 Jahren einem Schlaganfall erlegen ist.

Zum Schluss sei noch auf ein besonderes Jubiläum hingewiesen, das wir in diesem Jahr neben anderen Jubiläen feiern können: am 02 März 1911 wurde unsere Abteikirche nach zweijähriger Bauzeit benediziert und damit dem öffentlichen Gebrauch übergeben. Die Kirchweihe konnte allerdings erst am 07. Juni 1925 stattfinden.

Mit dem Dank an alle, die unsere klösterliche Gemeinschaft mittragen, schließt der Chronist von Schweiklberg                                             
P. Matthäus Kroiß OSB

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