Rundbrief

Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

„Der Hoffnung köstlichen Geschmack schenkt uns der Herr, dass wir vertraun: Wir werden mit ihm auferstehn, mit ihm im ew’gen Leben sein.“
Diesen Vers singen wir Mönche in der Osterzeit beim Morgenlob. Er stand aber auch auf dem Totenbild unseres Mitbruders, Bruder Ignaz Laumer, der am 05.April in der Abtei Peramiho in Tanzania/ Ostafrika, wo er seit 58 Jahren gelebt und gewirkt hat, nach einem Schlaganfall gestorben ist.
Br.Ignaz stammte aus Grünleiten in der Diözese Regensburg, Kreis Bogen, wo er am 24.Juni 1937 geboren wurde und mit vier Geschwistern aufwuchs. Die Eltern führten eine Landwirtschaft. 1951 kam Erich, wie er mit dem Taufnamen hieß, in das damalige Brüderseminar unserer Abtei und begann, nach einem kurzen Einsatz in der Hühnerfarm, unter der Leitung von Br.Antonin Wägele eine Wagnerlehre. Nach der Gesellenprüfung trat er als Bruderpostulant in das Kloster ein und legte am 15.September 1956 seine erste Profess ab. Nach der ewigen Profess wurde er am 04.September 1960 in die Abtei Peramiho ausgesandt, wo er im Oktober dieses Jahres eintraf. Von Anfang an war die Zimmerei sein Arbeitsfeld , zuerst noch in Zusammenarbeit mit Br.Mennas Leicht. Später übernahm er selbständig die Leitung des großen Betriebes mit zahlreichen Angestellten. Bis zum Ende seines Lebens setzte er hier seine Kräfte ein. Br.Ignaz war nicht nur ein ungemein fleißiger Arbeiter sondern war auch bei seinen Mitarbeitern wegen seiner Ausgeglichenheit und seiner zielstrebigen und ruhigen Arbeitsweise beliebt. Sein Oberer in Peramiho schreibt in der Todesnachricht: „Zusammenfassend dürfen wir ohne Übertreibung sagen, dass Br.Ignaz ein Segen für unsere Abtei und der hiesigen Bevölkerung war.“ Am 14.April haben wir hier in Schweiklberg für unseren Mitbruder in Anwesenheit einer größeren Anzahl seiner Angehörigen das Requiem gefeiert.
Am selben Tag wie Br.Ignaz verstarb nach längerem altersbedingtem Leiden in unserer Krankenabteilung P.Michael (Anton) Mayer, langjähriger Missionar im Zululand.
P.Michael stammte aus dem Ries bei Nördlingen. Er ist am 09.Januar als drittes Kind der Bauerseheleute Anton und Josefa Mayer geboren in Hochaltingen geboren. Unser Mitbruder kam über die Abtei Neresheim, wo er nach der Gymnasialzeit 1951 eingetreten ist und am 01.November 1952 die Profess abgelegt hat, nach Schweiklberg.Während der Gymnasialjahre besuchte er auch das Missionshaus der Comboni Missionare in Josefsthal. Hier wurde wohl auch seine Ordens -und Missionsberufung grundgelegt. Die Sehnsucht nach einem Missionseinsatz führte in schließlich 1954 nach Schweiklberg. Da er bereits die Zeitliche Profess abgelegt hatte, konnte er in diesem Jahr mit dem Philosophiestudium in St.Ottilien beginnen. Nach seiner Feierlichen Profess am 25.September 1955 und der Priesterweihe am 29.Juni 1957 erfüllte sich sein lang gehegter Wunsch nach dem Missionsdienst, als ihn am14.September 1958 Abt Willibald nach Inkamana im Zululand/ Südafrika aussandte, wo er allerdings erst ,wegen der Verzögerung der Ausreiseerlaubnis,im November 1960 ankam. Aber bereits nach ersten Einsätzen als Kaplan und in der Leitung des kleinen Seminars in Inkamana musste er 1967 wieder nach Schweiklberg zurückkehren, um den neu geweihten Abt Anselm als Prior zu unterstützen. Aber bereits fünf Jahre später konnte P.Michael wieder nach Inkamana zurückkehren, und seinen Missionsdienst fortsetzen. Bis zu seiner endgültigen Rückkehr in seine Heimatabtei im Jahre 2009 war P.Michael in vielen verantwortlichen Leitungsdiensten tätig, so zum Beispiel als Generalvikar der Diözese Eshowe, als Pfarrer der englisch und zulu sprechenden Pfarrei Vryheid sowie als Prior und Novizenmeister in Inkamana. Sein besonderes Interesse aber galt dem 1988 errichteten Marienwallfahrtsort Ngome. Mehr als 20 Jahre konnte P.Michael in Ngome wirken und das Marienheiligtum zur großen Gebetsstätte Südafrikas ausbauen. Auch nach seiner Rückkehr nach Schweiklberg war P.Michael seelsorglich im Beichtstuhl und bei Exerzitien und Einkehrtagen tätig. Ein besonderes Anliegen war ihm die würdige Feier der Eucharistie, die er, als seine Kräfte immer mehr abnahmen, täglich mit unseren kranken Mitbrüdern in der Infirmerie feierte. Wir danken unserem Mitbruder für all sein Wirken und Mittragen beim Aufbau des Reiches Gottes in Südafrika und in unserer Gemeinschaft und hoffen, dass der Herr ihn in das Licht der Auferstehung hinein genommen hat. Bei der Beerdigung am 09.April waren unter den Konzelebranten bei Requiem Altabt Christian und von St.Ottilien P.Eugen Badtke und P.Otto Betler. Mit ihnen kam auch Br.Almarich Schöb, der ebenfalls in Ikamana gewirkt hat.
Hier gedenken wir auch der verstorbenen Freunde und Wohltäter unserer Gemeinschaft. Am 19.April 2018 verstarb in München nach langer schwerer Krankheit kurz nach Erreichen des 90.Lebensjahres Br.Alfons Weber von den Weißen Vätern. Br.Alfons war lange Jahre unser treuer Gast in der Adventszeit und zu Ostern, wo er den Gesang der Mitbrüder durch seine kräftige geschulte Stimme unterstützt hat. Br.Alfons war auch ab 1979 bei Missio in München tätig. Br.Leo und Br.Ulrich nahmen an der Beerdigung am Münchner Westfriedhof teil. Am 28.März verstarb in Vilshofen Frau Maria Erl, die mit ihrem Gatten eifrig unsere Gottesdienste besucht hat und auch in Freundschaft mit unserem Haus verbunden war.
Sie allen seine der barmherzigen Liebe Gottes und unserem Gebete empfohlen.

Schauen wir noch ein wenig auf die Ereignisse in der klösterlichen Gemeinschaft.
Die Kar –und Ostertage konnten wir, mit einigen Veränderungen, in gewohnter Weise würdig begehen. Mangels an „Aposteln“ musste allerdings die Fußwaschung am Gründonnerstag entfallen. Das Exultet der Osternacht sang heuer als Osterdiakon Br.Johannes.
Ein fester Termin ist immer der „Weltgebetstag für geistliche Berufe“ mit dem Treffen der Ordensleute des Bistums, das heuer am 22.April aus Anlass des 200.Geburtstages von Bruder Konrad in Altötting stattfand. Nicht nur an die Adresse der Ordensleute gerichtet sagte Bischof Stefan Oster bei seiner Ansprache: „Wenn das Gebet wachse, dann schenkt uns der Herr so viele Berufungen, wie wir brauchen.“
Am Abend des 01.Mai verabschiedete P.Prior Benedikt P.Matthias Wenig als Zellerar in den „Ruhestand“ und dankte unserem eifrigen Mitbruder für seinen unermüdlichen Einsatz in den fast zwanzig Jahren seines Dienstes. Nachfolger von P.Matthias als Leiter der Klosterverwaltung wird Bruder Clemens Wittmann, der Ende April nach fünfjährigem Einsatz in der Betreuung der Einsiedelei Kirchwald bei Nußdorf wieder in die Gemeinschaft zurückgekehrt ist. Wir wünschen unserem neuen Zellerar Gottes kräftigen Segen für seinen Dienst.
Am 05.April konnten wir mit Abt Christian seinen 80.Geburtstag beim gemeinsamen Mittagessen nachfeiern, zu dem auch Altabt Emmeram von Metten mit Schwester Lioba von Mallersdorf gekommen ist. Seinen 70.Geburtstag beging am 24.April unser Bibliothekar Br.Ulrich.

Begrenzt wie unser Leben ist auch der Platz für den Heimatbrief. So stehen wir auch schon wieder am Ende. Ihnen allen noch eine frohe und gesegnete Maienzeit
Ihr Heimatbriefschreiber P.Matthäus Kroiss OSB

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Mit dem Aschenkreuz, das uns P. Prior Benedikt am Aschermittwoch auf die Stirn gezeichnet hat, haben wir den Weg der österlichen Bußzeit betreten und befinden uns auf der Zielgerade auf Ostern zu, allerdings auf dem engen Weg der Fastenzeit. Mit dem Chronikbericht gehen wir aber noch etwas zurück auf Weihnachten. Am Abend des Epiphaniefestes oder Dreikönigsfestes zogen wir wieder durch das Erdgeschoss des Klosters und erflehten den Segen des Herrn über unsere Gemeinschaftsräume und unser gemeinsames klösterliches Miteinander. Die Gottesdienste an Epiphanie feierten wir heuer ganz in deutscher Sprache, auch die Vesper, wozu uns Herr Alexander Britzl, ehemaliger Schweiklberger Schüler und absolvierter Musiker der Musikschule Regensburg, durch eine Singstunde fit gemacht hat.
Das Fest der Darstellung des Herrn ,Mariä Lichtmess, wie es nach altem Sprachgebrauch heißt, ist für uns Ordensleute als Tag des geweihten Lebens ein ganz besonderer Tag. Auf Initiative der AGOP (Arbeitsgemeinschaft der Orden der Diözese Passau) sind schon seit vielen Jahren die Ordenschristen eingeladen, in einer der Kirchen Passaus miteinander Gottesdienst zu feiern und anschließend sich an einem Ort der Begegnung zum gemeinsamen Austausch zu treffen. Heuer feierte wieder wie vergangenes Jahr Diözesanbischof Stefan Oster, der selber Ordensmann ist, mit zahlreichen Ordensleuten und Gläubigen im Dom die Eucharistie. Wie immer an diesem Tag wurden die Kerzen gesegnet. Anschließend zogen alle Teilnehmer mit brennenden Kerzen feierlich durch den Dom. Am Schluss des Gottesdienstes wurde der Blasiussegen erteilt. In der Predigt bedankte sich der Bischof ganz besonders bei den Ordensleuten für ihren wertvollen Dienst. „Ich bin froh und dankbar“, sagte Bischof Oster “ dass es Menschen in unserem Bistum gibt, die ihr Leben Gott zur Verfügung stellen und ihm dienen“. Musikalisch umrahmt wurde die Gottesdienstfeier vom Domchor und den Dombläsern unter der Leitung von Domkapellmeister Andreas Unterguggenberger. Drei Mitbrüder von uns nahmen an dieser Feier teil. In Vilshofen ist die Sebastianiprozession ein fester Bestandteil des liturgischen Lebens. Sie wird zur Erinnerung an die Opfer der Pest und um Hilfe zur Abwehr von Krieg und anderem Unglück gehalten. Mit dabei waren neben der Vilshofener Geistlichkeit vom Schweiklberger Konvent Br.Sebastian als Vorsitzender der Sebastianibruderschaft, sowie Pater Richard und Br.Ulrich. Den Abschluss bildete wie immer die Jahresversammlung der Bürgerbruderschaft, bei der heuer der frühere Vorsitzende Herr Ludwig Maier zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Br.Sebastian begeisterte mit Bildern seiner Wanderung auf dem Jakobsweg im Mai vorigen Jahres. P.Matthias und Br.Ulrich nahmen am 19. und 20.Januar als Vertreter des Klosters im Pfarrgemeinderat Vilshofen an den Einkehrtagen der Pfarrgemeinderäte des PfarrvernbandesVilshofen und Sandbach im Kloster Neustift teil. Studentenpfarrer Andreas Erndl hielt ein Referat über die Neuevangelisierung. Dabei sollen engagierte Menschen in den Pfarrgemeinden ermutigt werden, mit anderen über den Glauben zu sprechen und so das Evangelium in die Tat umzusetzen.
Am Vortag des Sebastianitages konnte P.Prior beim Abendessen nicht nur Br.Sebastian zum Namenstag gratulieren, sondern auch P.Georg Straßer zur Vollendung des 85.Lebensjahres. P.Prior dankte ihm besonders für seinen langjährigen Einsatz als Lehrer für Englisch und Latein an unserer Schule, wie auch für die Dienste in unserer Gemeinschaft .Hier kümmert sich P.Georg um die Messstipendien und die anfallenden Wochendienste.
Am 26.Februar vollendete im Kloster der Benediktinerinnen der Ewigen Anbetung in Neustift bei Ortenburg unser Altabt Christian Schütz sein 80.Lebensjahr.Abt Christian leitete unsere Gemeinschaft von 1982 bis 2006 und setzte sich durch die Erneuerung der Gottesdiensträume, besonders der Abteikirche, ein bleibendes Denkmal. Bekannt ist er vor allem aber auch als Professor der Dogmatik in Passau und Regensburg (Nachfolger von Prof.Ratzinger - Papst .Benedikt). Auch heute ist er noch eifrig in der Verkündigung des Wortes Gottes nicht nur im Kloster Neustift, wo er seit 2007 das Amt des Spirituals innehat, sondern auch bei Exerzitien und Einkehrtagen und geistlicher Unterweisung, tätig. Außer Bergsteigen hat Abt Christian auch noch ein besonders Interessengebiet, das Sammeln und Ausstellen von Krippen. Seit Jahrzehnten setzt sich unser Altabt mit dem Thema Krippe und deren Darstellung auseinander. Möge Gott ihm weiterhin eine stabile Gesundheit schenken, damit er noch lange sein Herzensanliegen, die Frohe Botschaft von der Gegenwart Gottes in unserer Welt, weitersagen kann.
Als Gäste konnten wir in den vergangenen Monaten in unserer Gemeinschaft begrüßen: Dennis Xulu, Priester aus Südafrika und vom 16. bis18.02. Br.Bernhard Pachner, Inkamana mit seinem Cousin Franz .Vom 18. bis 21.Februar machte Herr Martin Weiss aus Altreichenau im Bayrischen Wald bei uns „Tage im Kloster“. Im Gästehaus St.Benedikt war am 02.Februar ein Einkehrtag für Senioren mit dem Titel „Versöhnt älter werden“ . Referent war Pfarrer i.R. Rudolf Hamp aus Arnstorf. Vorausschauend sei hingewiesen auf „den Tag der Stärkung“, der vom Referat Seniorenseelsorge der Diözese Passau am 17.März von 9.30 bis 17 Uhr in unserem Gästehaus für Witwen und Witwern angeboten wird. Referent ist Domkapitular Gerhard Auer. Gegenwärtig wird im Gästehaus weiterhin am Ausbau eines Gemeinschaftsraumes im Keller gearbeitet.
Von der Cölestin-Maier-Realschule kann berichtet werden, dass am 09.Februar zwei Gruppen von Realschülern mit Politikern und Unternehmern des Rotaryclubs Passau Dreiflüssestadt und Vilshofen sich in den Senegal aufgemacht haben, insgesamt 33 Afrikareisende. Ziel ist die Ausstattung einer Schule mit den notwendigen Unterrichtsmaterialien. Eine Gruppe von Bürgermeistern wird der Schülergruppe nachfolgen.. Weiterhin stand auf dem Programm unserer Realschule ein Entdeckernachmittag am 19.Januar für Grundschüler und deren Eltern, die sich für einen Eintritt in unsere Realschule interessieren. Der jährliche „Tag der Offenen Tür“ findet heuer am Freitag, dem 16.März von 15-18 Uhr statt. Am 14.Februar veranstalteten die beiden Realschulen Neustift und Schweiklberg den jährlichen Faschingsball unter dem Motto „Schweiklberger Märchenwald“ Am 22.Februar luden unsere Realschüler zu einem „Musikalischen Abend“ ein.

Den Abschluss des Rundbriefes bildet wieder das Gedenken für unsere Verstorbenen. Am 22.Februar verstarb in München unser Nachbar aus Waizenbach, Transportunternehmer Fridolin Häring im 91.Lebensjahr.Herr Häring unterstützte unsere Missionare vor allem Br.Markus Forster in Ndanda und unseren Missionsversand. Am 26.Februar verstarb die Schwester von Br.Raphael, Frau Ottilie Lang. Br.Franziskus, Br.Karl und Br.Raymund nahmen am Begräbnis teil. Alle unsere lieben verstorbenen Angehörigen und Wohltäter mögen im Frieden Gottes ruhen.

Noch herrscht klirrende Kälte. Aber der März ist da und mit ihm die Hoffnung auf den Frühling und auf Ostern. So kann Ihnen der Chronist zugleich schon im Voraus ein gesegnetes Osterfest wünschen.

Damit verbleibe ich bis zum nächsten Heimatbrief Ihr P.Matthäus Kroiss OSB

 

 

 

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Wenn Sie dieser Rundbrief erreicht, stehen wir bereits mitten im ersten Monat des neuen Jahres. Der Chronist ergreift bereits am Anfang die Gelegenheit, Ihnen allen ein gesegnetes und gesundes Jahr 2018 zu wünschen.
Jetzt aber zu den Nachrichten. Die Berichtszeit ist wieder geprägt von der Vorbereitung und der anschließenden Feier des Weihnachtsfestes. Für unsere Realschüler gibt es dazu zwei fixe Termine: Zum einen die Frühschicht, die auch heuer, am Nikolaustag, dem 06.Dezember, die Abteikirche wieder mit Schülern, Lehrern und Eltern gefüllt hat. Der zweite Höhepunkt der weihnachtlichen Vorbereitung ist seit einigen Jahren schon die benediktinische Adventsfeier, die am 14. Dezember die Schulgemeinschaft wieder in den Bann gezogen hat. Ihr Leitthema war die Frage: „Was ist Weihnachten?“ Eltern, Lehrkräfte und Schüler, darunter auch viele Ehemalige, lauschten den religiösen Texten und der Musik von Ramona Eckmüller und Hubert Eder und schauten eine Pantomime zum Thema Weihnachten, die Schüler der 7c aufführten. Nach dem Schlussegen von P.Prior Benedikt und einigen Gedanken zu Weihnachten von Ramona Eckmüller und Fabian Grabmeier strömten die Besucher zum Vorplatz der Realschule, um sich am kulinarischen Angebot zu stärken.
In die adventliche Zeit gehört auf dem Schweiklberg natürlich auch die Musik. Den Anfang damit machte am Sonntag, dem 03.12. um 16 Uhr, das renommierte Spitzenensemble der „European Brass“ mit der festlichen Bläsermusik von Bach, Händel und Purcell unter Leitung von Solo-Trompeter Oliver Lakota. Den Schlussakord adventlicher Musik setzte am 22.Dezember der Knabenchor der Abtei Niederaltaich. Das abwechslungsreiche Programm des Chores nahm die zahlreichen Zuhörer mit auf eine musikalische Reise in das Schaffen großer europäischer Musiker. Zum weihnachtlichen musikalischen Nachklang gehört traditionell in Schweiklberg ein Konzert des Singkreises Vilshofen. Unter dem Motto „Machet die Tore weit“ eröffneten die zahlreichen Stimmen dieses bekannten Chores am 26.Dezember unter der bewährten Leitung von Frau Annette Voggenreiter das festliche musikalische Ereignis. Neben erlesenen Chorsätzen erklangen Sologesänge und Harfenstücke, darunter das ergreifende „Panis angelicus“, interpretiert von Stefan Schlögl. Höhepunkt des Konzertes war das „Vater unser“ des tschechischen Komponisten Leos Janacek. Den Schlusspunkt der weihnachtlichen Musikdarbietungen setzte das Jugendorchester Pfaffinger aus Alkofen mit einem Strauss weihnachtlicher Lieder.
Die klösterliche Gemeinschaft bereitete sich auf das Weihnachtsfest geistlich mit einem von P.Prior Benedikt geleiteten Bußgottesdienst vor. Am 21.Dezember erteilte P.Prior unseren Mitbrüdern in der Krankenabteilung in einem Wortgottesdienst das Sakrament der Krankensalbung. Das Weihnachtsfest begannen wir liturgisch mit der feierlichen lateinischen Vesper am Heiligen Abend. Die Vigil mit der anschließenden Christmette begingen wir wieder wie im vergangenen Jahr um 21 Uhr. Dazwischen lag das frohe Zusammensein im Klosterrefektorium. Die Nachbereitung in den jährlichen Konventexerzitien vom 26. bis 31.Dezember machten wir unter Leitung von P.Gerhard Eberts, Missionar der Hl.Familie. P.Gerhard war lange Jahre Chefredakteur der Ordenszeitschrift „Sendbote“ und „Redakteur“ der Monatszeitschrift „Weltbild“. Zur Zeit arbeitet er als Hochschulseelsorger in der Katholischen Hochschulgemeinde Augsburg.
Mit P.Gerhard gingen wir zu den Quellen unseres christlichen Glaubens in der Hl.Schrift, besonders dem Johannesevangelium. Am Fest der Hl.Familie hielt P.Gerhard die Festpredigt.
Auch in unserem Gästehaus Stankt Benedikt herrschte wieder reges Leben. Von den zahlreichen Gruppen und Veranstaltungen seien nur einige erwähnt. Am 26. November kam die Herz-und Rehasportgruppe Vilshofen zum Gottesdienst mit P.Matthias. Am 19. Dezember versammelten sich unsere Angestellten zu einem Wortgottesdienst in der Chorkapelle und anschließendem gemütlichen Beisammensein im Gästerefektorium. P.Matthias hielt am 2. Adventsonntag einen Einkehrtag für den Frauenbund Dingolfing.
Hier muss auch ein Wort zu Haus Pax, dem ehemaligen St.Beda-Haus gesagt werden, das seit 2015 unter der Leitung des Caritasverbandes Landkreis Passau Unterkunft für unbegleitete junge Flüchtlinge war, gesagt werden. Seit Oktober steht das Haus leer. Der Caritasverband hat die Unterkunft Haus Pax zum 31.Dezember 2017 aufgelöst. Da die jungen Männer nach und nach ins Erwachsenenalter kamen, zogen sie in Wohnungen in Vilshofen. Da die Abtei Schweiklberg nach wie vor Eigentümer des Hauses und des dazugehörigen Grundstückes ist, bemühen wir uns um eine weitere kirchlich-seelsorgerische Nutzung. Seit Anfang Dezember hat nun ein Raum in diesem Haus eine neue Verwendung erfahren, nämlich die 1975 eingeweihte Kapelle. Hier hat die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde Passau ihren neuen Mittelpunkt gefunden. An Weihnachten konnten sie dort ihren ersten Gottesdienst abhalten. Fleißige Helfer der Gemeinde haben die Kapelle für die feierliche orthodoxe Liturgie umgerüstet. Wir freuen uns, dass wenigstens dieser Gottesdienstraum eine gute Nutzung gefunden hat.
In der klösterlichen Gemeinschaft durften wir Br.Stefan Vaith von Münsterschwarzach und Herrn Ballhausen von St.Ottilien zur Finanzvisitation begrüßen. Außerdem kamen vom Priesterseminar Regensburg Herr Janik Hass und Herr Johann Hilger, der uns mit seinem virtuoses Orgelspiel erfreut hat..
Der Dezemberrundbrief von P.Stefan hat bereits von der schweren Herzerkrankung und der anschließenden Bypassoperation von P.Markus Dworschak, des Priors von El Rosal berichtet. Nach geglückter Operation ist P.Markus zur Rekonvaleszenz in einem Schwesternkloster. Wir wünschen ihm baldige völlige Genesung. Inzwischen vertritt ihn P.Norberto (Gregor) Zeilinger als Oberer, der heuer übrigens seinen 75.Geburtstag feiern kann.
P.Prior Benedikt, Br.Leo und Br.Sebastian nahmen am 23. November an der AGOP-Mitgliederversammlung im Priesterseminar Passau teil. Frau Karin Roth, die mit ihrem Gatten Prof.Helmuth Roth den pastoralen Erneuerungsprozess im Bistum Passau begleitet, hielt das Einstiegsreferat: “Die Orden im pastoralen Erneuerungsprozess im Bistum Passau“.
Br.Sebastian war in seiner Eigenschaft als Vorstand der Sebastianibruderschaft Vilshofen zusammen mit Bürgermeister Florian Gams und Stadtpfarrer Lothar Zerer Gratulant bei der Feier der Gnadenhochzeit (70 Jahre) des Ehepaares Heinrich und Charlotte Lautenbacher. Beide waren in vielen kirchlichen Vereinen engagiert.
Zum Abschluss noch eine weniger erfreuliche Nachricht, die auch durch die Medien gegangen ist. Am 10.November entwendeten Diebe zwei unserer Reliqienkästchen vom Altar der Abteikirche. Es sind Arbeiten aus dem Jahre 1939. Bis jetzt sind sie noch nicht wieder zurückgekehrt. Aber unsere eifrigen Schreiner haben fast ähnliche Ersatzstücke geschaffen, so dass der Verlust zumindest optisch nicht stark ins Auge fällt.
Am 04. Dezember verstarb eine langjährige Freundin und treuer Gast unseres Hauses, Frau Rutgard Materny. Sie verbrachte lange Jahre ihre Ferien in unserem ehemaligen Haus Bergfried und zuletzt im St.Beda-Haus und half auch eifrig bei den Fronleichnamsvorbereitungen mit. Die Realschule gedenkt des ehemaligen Schülers Daniel Flegl, der am 22. November 2017 verstorben ist. Der Herr nehme sie auf in seine Liebe.

Ihnen allen noch einmal ein gutes neues Jahr.
Bis zum nächsten Rundbrief Ihr P.Matthäus Kroiss OSB

 

 

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