Rundbrief

Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

„Alles neu macht der Mai“ – aber nicht nur er. Heuer kam das Neue schon im März, zum Beispiel in Gestalt eines neuen Bürgermeisters für die Stadt Vilshofen. Am 30.März votierten die Wähler in einer Stichwahl für den erst 30-jährigen Florian Gams. Wir wünschen ihm einen guten Start in seinem Amt. Dem bisherigen Amtsinhaber Georg Krenn danken wir für die gute Zusammenarbeit. Am Freitag, dem 04.April, verkündeten um 12.15h die Glocken, dass das Bistum Passau nach langer Wartezeit endlich wieder einen Bischof hat, den Salesianerpater  Dr.Stefan Oster SDB, zuletzt Professor an der Hochschule von Benediktbeuern. Für ihn erbitten wir die Kraft des Heiligen Geistes zu seinem verantwortungsvollen Dienst in unserer Diözese.


Am 01.Februar versammelten sich die Ordensleute  wieder zum gemeinsamen Gottesdienst am „Tag des geweihten Lebens“ in der neu renovierten Stadtpfarrkirche St.Paul in Passau, wo Diözesanadministrator Dr.Klaus Metzl mit ihnen die Eucharistie feierte. Er ermunterte sie „weiter zu leuchten, und das Licht Christi in die Welt zu tragen“.  Anschließend war wieder geselliges Beisammensein im Zentrum der Berufungspastoral St.Max. P.Michael, Br.Sales, Br.Georg und Br.Sebastian waren von unserer Gemeinschaft mit dabei. Am 16.Februar wurde unsere Pforte zum Wahllokal für die Pfarrgemeinderatswahl umfunktioniert, um unseren Gottesdienstbesuchern die Möglichkeit zu geben, ihre Stimme an Ort und Stelle abzugeben.


Am Donnerstag, dem 13.März , war  der „Tag der Landfrauen“ . Die erste dieser Veranstaltungen in Schweiklberg  fand 1950 statt. Referenten waren heuer Walter Sendner, Referent am Bischöflichen Seelsorgeamt Passau und Dr.Josef Baum, Chefarzt der Inneren Medizin am Krankenhaus Rotthalmünster.
Einen besonderen Akzent setzte wieder die Feier des Benediktusfestes am 21.März. Als Festprediger konnten wir P.Mirko Legawicz von Passau Maria Hilf gewinnen, der uns sehr beeindruckend den Unterschied zwischen der postmodernen Richtungslosigkeit und dem Mut zum Profil, den der Hl.Benedikt  bewies, aufzeigte. Die Bläsergruppe der Realschule eröffnete den feierlichen Einzug des Konventes und der Konzelebranten, unter ihnen Stadtpfarrer Lothar Zerer mit seinem Kaplan Stefan Wild, sowie P.Withold Kuman von der Nachbarpfarre Aldersbach, Msgr.Hans Stadler, Thyrnau und Pfarrer Gotthard Würzinger, Windorf. An der Orgel brillierte Herr Anton Stuchlik, einer unserer treuen Organisten. Das Mittagessen vereinte etwa 80 geladene Gäste im Klosterrefektorium. Ein besonderer Tag war auch der 12.März. Vor hundert Jahren wurde das Priorat Schweiklberg durch die Religiosenkongregation zur Abtei erhoben, zusammen mit unserem Schwesterkloster Münsterschwarzach. Die landesherrliche Bestätigung erfolgte am 1.April 1914 durch König Ludwig III. Als erster Abt wurde P.Cölestin Maier, der Gründerprior von Schweiklberg eingesetzt. Am 24.Mai, damals Fest „Maria Hilfe der Christen“, erteilte ihm der Diözesanbischof Sigismund Felix von Ow-Felldorf die Abtsbenediktion. 30 Jahre (1905-1935)lenkte Cölestin Maier die Geschicke unseres Klosters in den schweren Zeiten des Ersten Weltkrieges und der Nachkriegszeit. Die äußere Feier des Abteijubiläums wird am 21.Juni mit einem festlichen Gottesdienst begangen.


Jetzt noch einige „kleinere“ Nachrichten aus der Klostergemeinschaft.
Am 10.Februar nahm Abt Rhabanus am Treffen der europäischen Oberen unserer Kongregation in Fiecht teil. Am 17.Februar machte er sich auf den Weg nach Steinfeld in der Eifel, um den Benediktinerinnen der dortigen Abtei die Jahresexerzitien zu halten. P.Prior Matthias hielt vom 11. bis 14.März Exerzitien für etwa 11 Frauen im St.Beda-Haus. Am 25.März machten etliche Mitbrüder mit Abt Rhabanus  bei einem Filmabend des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Passau eine Reise zurück in die Zeit um 1950. Lehrer Thomas Lehner hat etliche alte Lehrfilme aus den Jahren 1950 bis 1955 ausgegraben, darunter auch einen Film über die Gehilfenprüfung in Schweiklberg 1954 und über das Wettpflügen auf dem Klosteracker im September 1957.


Wer jetzt durch die Klosterpforte in den Verwaltungsgang geht, wird erstaunt über die Veränderungen sein, die in den letzten Monaten an dieser Stelle vorgenommen wurden. Der Blick von der Pforte in Richtung Verwaltung ist durch eine Glastür freigemacht worden und der Gang selbst erstrahlt im hellen Licht neuer „LED-Lampen“.  Auch im Gästestock sind die Umbauarbeiten wieder vorwärts gegangen: 11 Zimmer sind neu ausgemalt und mit den nötigen technischen Anbindungen versehen. Es fehlen noch einige Einrichtungsgegenstände, aber wir hoffen, dass für die schon gemeldeten Ostergäste diese Räume bereit sind. Damit sind wir auch schon beim Thema „Gäste“.


Am 13.02. konnte P.Prior Matthias einer Gruppe von Landwirten  aus der Gegend um Paderborn etwas über unser Kloster erzählen. Im Konvent durften wir P.Karl Brahm aus der Abtei Königsmünster begrüßen. P.Karl war von 1988 bis 2007 Missionar im Zululand. Ebenfalls aus Inkamana kam Br.Bernhard Pacher. Von der Abtei Fiecht besuchte uns Br.Engelmar Malterer,  um einen Teil seines Urlaubs an seiner ehemaligen Wirkungsstätte zu verbringen. Vom 20. bis 23.März durften wir, wie im vergangenen Jahr, Herrn Diakon Christian Zeiss begrüßen, der auch beim Pontifikalamt am Benediktusfest assistierte. „Tage im Kloster“ verbrachte Herr Fabian Schorr, Student in Würzburg, der Br.Raphael fleißig bei der Gartenarbeit half.


Noch ein kurzer Blick hinüber zu unserer Realschule. Am 27.März war dort   das Niederbayrische Theaterfestival zu Gast. Sechs  Theatergruppen zeigten ihr schauspielerisches Können. Am Freitag, dem 28.März öffneten sich die Türen der Realschule weit für Interessenten, die zahlreich gekommen waren, um sich über das Schulleben auf dem Schweiklberg zu informieren. Lehrer und Schüler boten wieder alles auf, um das Interesse der Besucher zu wecken.
„BruderTod“ war - Gott sei Dank“ -  im Berichtszeitraum nicht unser Gast, aber er brachte einige unserer Verwandten und Freunde in Gottes ewiges Reich.
An den Folgen eines Herzinfarktes verstarb am 06.Februar Herr Christian Scheungrab, Ehemann  unserer Lehrerin Andrea Scheungrab, mit 44 Jahren.Die Bestürzung über den plötzlichen Tod des stellvertretenden Schulleiters am Robert-Koch-Gymnasium in Deggendorf war groß. Einen ebenso plötzlichen Tod erlitt am 25.03. der Bruder unseres Br.Markus Forster, Herr Edmund Forster. Br.Markus kam von Ndanda zur Beerdigung. Am 08.03.verstarb an seinem Wohnort in Gröbenzell der Künstler Wolfgang Hirtreiter im Alter von 92 Jahren, dem wir die hervorragende Umgestaltung unserer Chorkapelle, der Krypta und der Abteikirche verdanken. und betreut hat.  Am 23.März starb Herr Manfred Zirngiebel, Initiator und Betreuer unseres Afrikamuseums, der unserem Haus sehr verbunden war, wie auch Herr Horst Dieter Geyer, der viele Jahre mit Altabt Christian die Familienfreizeiten vorbereitet und durchgeführt hat. Er verstarb am 26.März. Am 01.April wurde er auf unserem Klosterfriedhof zur letzten Ruhe bestattet. Ihnen allen wünschen wir den ewigen Frieden im himmlischen Vaterhaus.


Es dauert noch zwei Wochen, bis wir das Osteralleluja singen können.  Aber ich darf Ihnen  jetzt schon ein gesegnetes Fest der Auferstehung des Herrn wünschen.
Mit frohen Grüßen Ihr P.Matthäus Kroiss

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Mit dem Fest „Mariä Lichtmeß“, jetzt „Darstellung des Herrn“, endete vor der Liturgiereform das Weihnachtsfest. Mittlerweile sind die Christbäume schon verschwunden und die Krippen abgebaut. Statt ihrer macht sich in den Verkaufsregalen mancher Kaufhäuser der Osterhase breit. Wir machen einen Sprung zurück in die Adventzeit, dem Beginn des weihnachtlichen Festkreises. Der erste Adventsonntag war heuer besonders hervorgehoben durch die Einführung des neuen Gotteslobes, das von vielen Kirchenbesuchern schon sehnsüchtig erwartet wurde. Auch bei uns ging, dank des Einsatzes unseres Kantors P.Pius, die Umstellung gut vonstatten. Zur adventlichen Einstimmung trägt seit einigen Jahren das Engagement unserer Realschule bei, einmal durch die angebotene Frühschicht für Schüler, Eltern und Lehrer.120 Personen nahmen am 11.Dezember daran teil, so dass dieser Gottesdienst von der Krypta in die Abteikirche verlegt werden musste. Die „Benediktinische Adventfeier“ am 17.Dezember in der Abteikirche war ein weiterer Höhepunkt des vorweihnachtlichen Programms. Abt Rhabanus konnte bei der Eröffnung und Begrüßung auf eine gefüllte Abteikirche schauen, ein eher seltener Anblick. Musikalisch gestalteten die Andacht in der Kirche die Bläser, der Chor und die Schulband. Wie in den vergangenen Jahren lockten nach der kirchlichen Feier die Köstlichkeiten in den aufgebauten Hütten und Standerln auf dem Schulhof die Besucher nach draußen.


Was wäre der Advent ohne die Musik. Zweimal strömten Besucher zu einem geistlichen Konzert in die Abteikirche. Am 01.Dezember boten Domorganist Ludwig Ruckdeschel und Herr Oliver Lakota auf der Trompete klassische weihnachtliche Musik bei Kerzenschein, textlich begleitet von Abt Rhabanus. Auch am Sonntag, dem 15.Dezember um 16.00, war die Abteikirche wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Das 2.“Geistliche Adventskonzert“ gestalteten  Christian Müller auf der Orgel und die Sopranistin Elisabeth Jele mit geistlichen Liedern von Caccini, Böddecker, Franck, Bach und J.Michael Haydn. Dazwischen bestritt am 07.Dezember die Stadtkapelle Vilshofen einen adventlich - weihnachtlichen Musikabend mit bekannten und vertrauten Melodien. Der absolute Höhepunkt weihnachtlichen Musizierens war dann die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach durch den Singkreis Vilshofen unter der bewährten Leitung von Frau Annette Voggenreiter zusammen mit dem Kammerorchester Pisek und Solisten der Staatsoper Prag am 04.Januar 2014. Zur Aufführung kamen alle 35 Choräle, Arien und Rezitative dieses Werkes, eine gewaltige Anstrengung und Leistung dieses Chores. Die Besucher in der überfüllten Abteikirche bedankten sich mit stehendem Applaus und anschließenden Gratulationen für diese meisterhafte Darbietung. Ein besonderer Einsatz des Chores, dem auch unser P.Pius Zeller angehört, war, dass das gewaltige Werk einen Tag nach der Aufführung in Schweiklberg in Pisek noch einmal aufgeführt wurde.

Im Kloster selbst geht die Adventszeit eher still vor sich. Ein besonderer Dank gebührt dieses Jahr unserem P.Prior Matthias, der neben seiner vielen Arbeit in der Verwaltung und bei den Gästen auch noch den Weihnachtsschmuck im Refektorium und in der Klausur sowie die Aufstellung der Weihnachtskrippe in der Abteikirche übernahm, die wieder viele Besucher anzog. Dazu kam auch noch eine kleine Krippe im Kreuzgang aus dem Nachlass unseres verstorbenen Schreinermeisters Bruder Petrus. Die Nachbereitung des Weihnachtsfestes besorgten die Jahresexerzitien des Konventes vom 26. bis 31.Dezember, in denen uns P.Benedikt Nettebrok von St.Ottilien in die Jüngerschule Jesu nach dem Lukas -und Johannesevangelium einführte. Am Jahresende, vom 29.Dezember bis 3.Januar wurden im St.Beda-Haus wieder „Tage des Gebetes“ angeboten.

Bleiben wir aber noch beim Konvent. Am 29.November fand ein Informationsgespräch über unsere neu zu erstellende Homepage, den Umbau des Pfortenbereiches und die Weiterverwendung des St.Beda-Hauses statt. Referenten waren Herr Witt, der unsere Homepage betreut, die Architekten Herr Diewald und Herr Ammer und unser Wirtschaftsberater Herr Weber. Zur Zeit sind wir dabei den Tag des „Offenen Klosters“, der am 10.Mai stattfinden soll und Besuchern ermöglicht, auch einen Blick in den Innenbereich unserer Gemeinschaft zu tun, vorzubereiten. V.Abt Rhabanus hielt am 15.Dezember den Konventgottesdienst in der Abtei Tettenweis zum Jahrestag der Weihe von Frau Äbtissin Bernarda Schmitt OSB. Am Sonntag vor St.Sebastian, am 19.Januar, zog in Vilshofen die Sebastianiprozession wieder durch die Stadt. Br.Sebastian als Mitglied der Sebstianibruderschaft und Namensträger des heiligen Märtyrers, war als Assistent mit dabei. Auch eine größere Anzahl von Mitbrüdern nahm daran teil. Am Abend des 20.Januar gratulierte V.Abt unserem fleißigen Schreiner und Sakristan Br.Justin Gruber zum 75.Geburtstag. In diesem Jahr wird neben den Jubiläen von Mitbrüdern auch der hundertste Jahrestag der Erhebung von Schweiklberg zur Abtei am 12.März 1914 begangen. Am 21.Juni wird dieses Ereignis offiziell gefeiert. Ein späterer Rundbrief wird dazu näheres bekannt geben.

Dass es an unserer eher beschaulichen Klosterpforte mitunter ganz gefährlich werden kann, musste vor einigen Tagen einer unserer Pförtner erleben, als ein  einschlägig bekannter Bittsteller, der nicht auf den Almosengeber warten wollte, sich mit gezücktem Messer selber an der Kasse bediente. Diesmal kam der betroffene Mitbruder noch mit dem Schrecken davon.

Mit dem Totengedenken soll der Rundbrief wieder seinen Abschluss finden.
Zweimal musste unser P.Pius Zeller am Grab eines seiner Brüder stehen. Am 10.Dezember verstarb in München Herr Georg Zellner und am 16.Dezember in Saulgau Herr Hans Zellner.  Am 21.Dezember verstarb in Rüthen Frau Magdalena Czienskowsky im Alter von 92 Jahren.  Sie war Oblatin und über viele Jahrzehnte zu Gast bei uns. Frau Czienskowsky liebte die benediktinische Liturgie und war auch eine eifrige Wohltäterin. P.Prior Matthias nahm am 25.Januar am Begräbnis unseres früheren außerordentlichen Beichtvaters Hochwürden Herrn Karl Hausners teil, der am 22.Januar im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Zu unseren Bekannten zählt auch Fr.Karl Pohlmann OSB von Niederaltaich, der am 30.12. dort verstorben ist. Er war über 60 Jahre lang Gastmeister der Abtei. Fr.Karl hat auch bei uns einst um Aufnahme nachgesucht. Da es aber in Schweiklberg  das Chorfraterinstitut, das er anstrebte nicht gab, wandte er sich an die Nachbarabtei Niederaltaich. P.Pius vertrat unsere Gemeinschaft beim Begräbnis. Am 04.01.2014 bekamen wir die Nachricht vom Tode des Herrn Michael Ostermann, Musiker und Komponist. Herr Ostermann war öfter zu Gast bei uns. Vergessen seien auch nicht die zwei jungen Männer, die am 20.Dezember in unserer Nähe, an der Mattenhamer Kreuzung, in der Nähe von Alkofen, bei einem Zusammenstoß ihr junges Leben verloren. Übrigens ereignete sich vier Wochen später fast direkt vor unserer „Haustür“ wieder ein schwerer Unfall.
Für alle unsere verstorbenen Verwandten, Bekannten und Wohltäter und alle, die uns am Herzen liegen, bitten wir um Gottes Erbarmen und den ewigen Frieden.

Eine frohe Zeit im Fasching und einen guten Einstieg in die Fastenzeit wünscht der Chronist und Heimatbriefschreiber


P.Matthäus

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

   Über dem Monat November, in dem wir noch stehen, liegt ein tiefer Ernst. Es ist der Allerseelenmonat. Wir denken an das Ende und an den Tod. Das taten wir Schweiklberger Mönche nicht nur beim Gräbergang an Allerseelen, sondern auch beim Begräbnis unseres Altmissionars P.Beda Grießl am 23.Oktober. Der Missionsbrief vom November brachte bereits ein kurzes Lebensbild unseres Verstorbenen. Hier sei nur noch angefügt, dass am 09.November in der Pfarrkirche Eslarn, der Heimatpfarrei von P.Beda, ein Gedächtnisgottesdienst für ihn stattfand, bei dem die Choralschola aus Weiden unter Leitung von Bernd Dirnberger die liturgischen Gesänge übernahm. An dieser Stelle sei auch das Gedächtnis an die in der Berichtszeit verstorbenen Angehörigen und Bekannten angefügt. Im Solanuskloster in Landshut ist im Alter von 101 Jahren Schwester Bonifatia Färber, eine Schwester unseres P.Dietram, verstorben. Am Anschlagbrett im Klostergang hing auch das Totenbild von Herrn Georg Bogner aus Hauzenberg, eines ehemaligen Schülers unseres Seminars. P.Pius nahm am 14.November in der Stadtpfarrkirche Vilshofen am Begräbnisgottesdienst für Herrn Doktor Gerhard Stuchlik teil, der mit 51 Jahren plötzlich aus dem Leben geschieden ist Auch er war Schüler unseres Gymnasiums.

Ein Abschied besonderer Art war die Verabschiedung von Bischof Wilhelm Schraml am Christkönigssonntag im Dom von Passau. Der Vespergottesdienst war auch der Abschluss des Jahres des Glaubens, das am Christkönigsfest vergangenen Jahres begonnen hat. V.Abt und Br.Sebastian vertraten unsere Gemeinschaft bei dieser Feier. Auch bei anderen Gelegenheiten und Anlässen außerhalb des Klosters waren Mitbrüder dabei. Br.Georg und Br.Sebastian wallfahrteten am 03.Oktober wie schon in den letzten Jahren mit der Pfarrei Vilshofen zum nahe gelegenen Wallfahrtsort Handlab. P.Michael und P.Richard waren Festgäste bei der Feier des 40-jährigen Priesterjubiläums und des 70.Geburtsages unseres P.Gregor Zeilinger in Frankenburg. V.Abt Rhabanus nahm am 15.und 16.11.an der Feier das 50.Jahrestages der Errichtung des Klosters St.Othmarsberg/ Uznach und des 25.Jahrestages der Kirchweihe teil. Am 23.November fuhren P.Richard und Br.Erich nach St.Ottilien, um an der Beerdigung von Br.Norbert Mascha teilzunehmen, mit dem sie in Inkamana beisammen waren. Unser unermüdlicher Zellerar und Prior P.Matthias brach am 06.November mit dem Bayerischen Pilgerbüro zu einer einwöchigen Wallfahrt an die benediktinischen Stätten nach Italien auf. Einen weniger erfreulichen Außenaufenthalt hatten Br.Hilarius, Br.Sales und Br.Karl, die die klösterliche Zelle mit einem Krankenhausbett vertauschen mussten. Sie sind aber bereits wieder bei uns und gehen wie gewohnt ihrer Arbeit nach. Zur Zeit ertönen in unseren „heiligen Hallen“ wuchtige Hammerschläge und dröhnende Bohrgeräusche. Mit Hochdruck wird an der  Erneuerung unseres Gastflügels gearbeitet. Da die Zusammenarbeit mit unseren Werkstätten und den auswärtigen Firmen sehr gut klappt, dürfen wir hoffen, dass die Gästeräume im kommenden Jahr schon von Kursgästen und Erholungssuchenden bezogen werden können. Nebenbei muss auch noch die Brandmeldeanlage erweitert werden. In der Belegliste des St.Beda-Hauses stehen für November u.a. die Delegiertentagung der Landfrauen (06.11.)und das Treffen des CSU-Stadtrates von Vilshofen (09.11.). Am 14.11. rückte die Polizei an, nicht zu einem Großeinsatz, sondern zu einem Einkehrtag. Am Sonntag, dem 24.11. traf sich –wie jedes Jahr - die Herz -Sport-Gruppe zum Gottesdienst und anschließendem Beisammensein im St.Beda-Haus. stattfinden.

   Nun noch einiges zum „musikalischen Schweiklberg“. Am Erntedank-Sonntag, dem 06.Oktober, erklang in der Abteikirche „Festliche Musik für Bläser, Pauken und Orgel“. Der Klangbogen reichte vom frühen Barock (Giovanni Gabrieli) über die Romantik bis zur Moderne. Dabei waren auch zwei Werke des früheren Passauer Domorganisten Otto Dunkelberg (1900-1964) zu hören.  Ausführende waren das Diözesanblechbläserensemble Passau unter Leitung von Michael Beck und Domorganist Ludwig Ruckdeschel an der Orgel. Eine besondere Note erhielt das sonntägliche Konventamt am 13.10., das musikalisch von deSinggemeinschaft Loizenkirchen unter Leitung von Herrn Otto Wagmann, einem Schüler unseres Gymnasiums, gestaltet wurde. Zur Aufführung gelangte, passend zum Datum (13.Oktober-Fatima-Erscheinungstag), die Fatimamesse von Georg Schächtl, einem früheren Seelsorger der Pfarrei Loizenkirchen (1950-1959). Am 03.November erklang beim Konventamt wieder eine Komposition, nämlich die „Deutsche Messe“, von Herrn Josef Neugirg, unserem zweiten Organisten.Als Solisten waren die Windorfer Sänger Alfons Riesinger, Hildgard Roitner, Angelika Höltl und Josef Eisenreich zu hören.  
Am 25.Oktober  hielt die Chorgemeinschaft Alkofen und der Kinder - und Jugendchor Alkofen in unserer Kirche einen Marien-Dank Gottesdienst. Zelebrant war P.Prior Matthias Wenig. Am Wochenende vom 25. bis 27.Oktober glich der Chorraum unserer Kirche einer Bühne für ein Rockkonzert. Eine Menge Schlagzeuge, Trommeln und Kabeln füllten den Raum. Es war das Inventar für das Konzert zum Weltmissionssonntag mit Ruth Spitzenberger, Kötzting, Kirchenmusikerin und Musikpädagogin an der Orgel und Herrn  Reinhard Toriser, Innsbruck, der die Schlaginstrumente meisterhaft beherrschte. Am Sonntag, dem 10.November, brillierten mit einem hervorragenden Orgelkonzert die drei Jungmusiker Christoph Doser, Stuttgart, Gregor Mooser, Eggenfelden und Raphael Vogl, Freyung. Am 19.November war die Turnhalle der Realschule Ort eines besonderen musikalischen Ereignisses. Der Musikernachwuchs unserer Realschule veranstaltete  für die Schulfamilie und den Konvent einen gelungenen musikalischen Abend, bei dem die jungen Talente zeigten, dass Musik für sie nicht ein trockenes Unterrichtsfach ist, sondern ein farbiges Stück Leben, das sie auch mit Leidenschaft präsentierten. Ein Aufführung ohne Publikum waren die CD-Aufnahmen von Regionalkantor Marius Schwemmer und seinem Chor mit Gesangsstücken aus dem Gotteslob, als Hilfe zur Einarbeitung in den Pfarreien. Hier sei auch noch kurz auf die nachfolgenden Konzerte in unserer Klosterkirche hingewiesen. Am Sonntag, dem 1.Dezember und am 15.Dezemberwird in der Abteikirche „Geistliche Musik zum .Advent“ geboten mit Stücken für Trompete, Orgel und Gesang. Am Wochenende vom 22. bis 24.November probte der Singkreis für das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach , das am  04.Januar 2014 in der Abteikirche aufgeführt wird. P.Pius, ein eifriges Mitglied des Singkreises ist mit dabei. Dabei sind auch wieder die Kammermusiker der tschechischen Stadt Pisek.

   Damit soll der Rundbrief ausklingen. Jetzt warten wir nur noch auf den Advent, auf den neuen Bischof von Passau und das neue Gotteslob, das zum 1.Adventsonntag eingeführt werden soll.
   Ihnen, liebe Leser (und Hörer) des Heimatbriefes, wünsche ich einen gesegneten, geistlich-besinnlichen Advent und schon im Voraus ein gnadenreiches Weihnachtsfest mit einem nachfolgenden guten Jahr

Ihr Heimatbriefschreiber
P.Matthäus Kroiss

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