Rundbrief

Schweiklberger Heimatnachrichten geschrieben vom Schweiklberger Chronisten Pater Matthäus Kroiss OSB

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Juli und August sind naturgemäß auch im Kloster ruhige Monate, bekannt als „Saure Gurken –Zeit“. Aber heuer wurden gerade in diesem Zeitabschnitt für unsere Gemeinschaft neue Weichen gestellt. Doch alles schön der Reihe nach.

Am 31.Juli hat Abt Rhabanus Petri nach zweimonatiger Sabbatzeit Abtpräses Jeremias um Rücktritt vom äbtlichen Amt gebeten, um nach zehn Jahren wieder zurück in sein Heimatkloster gehen zu können und dort seelsorgliche Aufgaben zu übernehmen. Wir danken Abt Rhabanus für seine vielen Sorgen und Mühen, die er für unsere Gemeinschaft auf sich genommen hat. Sein besonderes Augenmerk galt auch unserer Realschule und dem Gästehaus. Wir wünschen unserem ehemaligen Abt ein gutes Einleben in St.Ottilien. Während der „Sedisvakanz“ leitete P.Prior Matthias in altbewährter Weise das Kloster. Abt Präses Jeremias und Erzabt Wolfgang von St.Ottilien bereiteten uns geistlich auf die Neuwahl eines Oberen vor.

Am 25.August war es dann so weit. Die Gemeinschaft der Mönche von Schweiklberg wählte unter Vorsitz von Abt Präses Jeremias Schröder P.Benedikt Schneider OSB für drei Jahre zum Prior Administrator. Unser neuer Oberer stammt aus Beratzhausen in der Oberpfalz und ist seit 15 Jahren Pfarrer im benachbarten Neustift und Holzkirchen. Wir bitten auch Sie, liebe Leser und Hörer des Rundbriefs, um das Gebet für den Neugewählten.

Seine erste größere Amtshandlung durfte P.Prior Benedikt am Samstag, dem 02.September, vornehmen. Bei einem festlichen Gottesdienst konnte er das Professversprechen von Br.Johannes Strahl aus der Pfarrei Edenstetten entgegennehmen. Eine große Anzahl der Pfarrangehörigen nahm mit Pfarrer Godehardt Wallner am Festgottesdienst teil. Altabt Christian Schütz ging in der  Festpredigt von der Frage der Jünger aus dem Johannesevangelium aus „Wohin sollen wir gehen?“ Der Neuprofesse hat diese Frage für sich, aber auch beispielhaft für andere, mit dem Weg ins Kloster beantwortet als den Weg zu und mit Jesus.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem kleinen „Windorfer Kirchenchor“  mit einer „Deutschen Messe“ unseres Organisten Josef Neugirg gestaltet. Neben dem Festprediger Abt Christian und dem Magister P.Richard waren der Heimatpfarrer Godehardt Wallner und sein Vorgänger Pfarrer Johann Neuber, Domkapitular Gerhardt Auer, Pfarrer Gotthard Würzinger, Pfarrer i.R.Josef Duschl, Pfarrer i.R.Ludwig Klarl und vier Patres des Klosters am Altar. Am Schluss des Gottesdienstes überreichte der Trachtenverein Edenstetten seinem ehemaligen Mitglied ein schönes handgeschnitztes Kreuz. Br.Johannes wird sich ab16.Oktober im Rudolphinum Regensburg auf das anschließende Theologiestudium vorbereiten.

Am 26.August konnte der langjährige Prior und Zellerar des Klosters, P.Matthias Wenig, seinen 80.Geburtstag mit einer großen Zahl seiner Angehörigen und Bekannten feiern. P.Matthias hat über Jahrzehnte hinweg an herausragenden Stellen der Abtei Verantwortung getragen, so als Superior in Bergfried, als Regens des Seminars in Schweiklberg, als Leiter des St.Beda-Hauses und in vielen anderen Ämtern und Diensten. P.Prior Benedikt sprach ihm dafür am Vorabend des Festtages den Dank der Klostergemeinschaft aus.

80 Jahre wurde ebenfalls am 31.Juli P.Leo Eireiner, der außerdem vor 50 Jahren von Abt Anselm Schulz zum Missionsdienst nach Afrika ausgesandt wurde. Am 30.Juli feierte er mit seiner Heimatpfarre Aldersbach einen feierlichen Gottesdienst. Inzwischen ist P.Leo wieder nach Afrika zurückgekehrt, wo er bleiben möchte, solange es seine Gesundheit noch zulässt und wo er noch in der Seelsorge, besonders im Waisenhaus Mondlo, weiterhin tätig sein kann.

Im Zusammenhang mit dem Missionsdienst sei auch der 11.Hungermarsch in Loiching am Sonntag, dem 11.Juli, erwähnt. Er stand unter der Schirmherrschaft von P.Richard Multerer. Als Zielprojekt war die Erweiterung des Kindergartens in Kilimahewa, der Station, in der Br.Thomas Eberl gewirkt hat, angegeben.

In den Monaten Juli und August fanden in der Abteikirche wieder einige Konzerte statt. Am 05.Juli lud das P-Seminar Katholische Religionslehre Gymnasium Vilshofen unter der Leitung von Frau Studiendirektorin Edeltraud Weber zum Benefizkonzert für verfolgte Christen mit   der bekannten Schwester Hatune Dogan ein. Schwester Hatune ist eine syrisch-orthodoxe Ordensfrau und Bundesverdienstkreuträgerin. Sie ergriff während des Konzertes immer wieder das Wort, um von ihren erschütterten Erlebnissen beim weltweiten Engagement für verfolgte Frauen zu berichten. Musikalische wurde das Konzert von den Vilstaler Sängern, dem Windorfer Dreigesang und der Michaeli Musik bestritten. Anschließend konnten die Besucher noch bei Speis und Trank auf dem Platz vor der Abteikirche miteinander und mit den Mitwirkenden ins Gespräch kommen.

Auch in diesem Jahr fand das Benefizkonzert für krebskranke Kinder am 16.Juli in der Abteikirche statt, musikalisch gestaltet vom Alkofener Gitarrenensemble unter Leitung von Birgit Baumgärtler und einem Damenquartett.

Von den vielen Veranstaltungen in unserem Gästehaus sei hier nur die Klausurtagung des Diözesanvorstands der Kolpingjugend vom 12. bis 14.Juli erwähnt, auf der die Rahmenbedingung für die neue Amtsperiode bis 2020 festgelegt wurde. Eine besondere Gästegruppe ware auch der Altenclub Schönbrunn am Lusen. Br.Johannnes führte sie durch die Abteikirche und die Werkstätten, von denen besonders die Schmiede und ihr Leiter Br.Hilarius mit seiner Uhrensammlung interessierten. Br.Hilarius organisierte auch ein Treffen ehemaliger Landwirtschaftsschüler am 15.Juli. Domprobst Striedl feierte in der Chorkapelle mit den etwa 30 Teilnehmern eine Hl.Messe. Anschließend traf man sich zum Austausch und zum Mittagessen in unserem Gästerefektorium.

Am 25.Juli besuchte uns Br.Christian Mukiwa aus dem afrikanischen Kloster Hanga.

Am Freitag, dem 21.Juli wurden die Abiturienten unserer Realschule mit einem von P.Prior Matthias zelebrierten Gottesdienst feierlich verabschiedet. Am 27.Juli folgte die Verabschiedung  von Herrn Kuhn und Herrn Blättner, zweier langjähriger verdienter Lehrkräfte unserer Schule.  Am 28.Juli schloss die Realschule für dieses Schuljahr ihre Pforten. Während der Ferien wurde fleißig am Umbau einiger Räume zu Klassenzimmern gearbeitet, um die für das Schuljahr 2017/18 erwarteten 385 Schüler aufnehmen zu können. So wurden die bisherige theologische Handbibliothek, das frühere Rekreatioszimmer der Patres, und der Speisesaal der Schule zu Klassenzimmern umfunktioniert. Einen großen Teil dieser Arbeiten konnten wir mit eigenen Kräften bewerkstelligen.

Damit darf sich der Chronist wieder mit besten Grüßen und Wünschen verabschieden.

 Ihr P.Matthäus Kroiss

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

„Sommer, Sonne, Musik“ ist das Motto dieser Zeit. Von all dem haben wir schon reichlich bekommen, dazu auch den so notwendigen Regen. Gott sei für alles gedankt.
Für uns Benediktiner stehen natürlich die kirchlichen Feste im Zentrum der nachösterlichen Feiern, wie zum Beispiel das Pfingstfest. Der Pfingstmontag war heuer auch wieder der Tag, an dem wir die Jubiläen dieses Jahres gemeinsam feierten. Unter den Ordensjubilaren war P.Michael Mayer, der vor 65 Jahren die erste Profess abgelegt hat und vor 60 Jahren zum Priester geweiht wurde. Auf 65 Jahre Profess kann auch P.Gregor Bergenthal zurückschauen und auf 60 Jahre Profess P.Georg Strasser. Sein goldenes Professjubiläun durfte P.Matthäus Kroiss begehen. In Abwesenheit von V.Abt Rhabanus überreichte ihm P.Prior Matthias den Altersstab. P.Leo Eireiner, der zur Zeit auf Heimaturlaub hier ist, wurde vor 50 Jahren von Abt Anselm Schulz in die Zululandmission ausgesandt. P.Markus Dworschak, Prior von El Rosal in Kolumbien, wurde vor 50 Jahren zum Priester geweiht. Am 30.Juni waren die Ordensjubilare auch Gast der Diözese Passau, wo sie im Dom mit Bischof Stefan Oster den Festgottesdienst feierten. P.Georg und P.Matthäus nahmen daran teil. Der Passauer Oberhirte dankte bei dieser Gelegenheit den Jubilarinnen und Jubilaren für ihren treuen Dienst, gerade in einer Zeit in der ein derartiges Zeugnis immer seltener wird und das Verständnis für diese Lebensform oft fehle. Das Fronleichnamsfest konnten wir in gewohnter Feierlichkeit begehen.. Der Prozessionsweg wurde heuer noch etwas verkürzt. Die erste Station war in der Abteikirche, die zweite wie bisher vor dem Portal der Realschule. Mit dem Segen vor dem Kirchenportal beendeten wir die Prozession. P.Richard durfte heuer in Vertretung von V.Abt beziehungsweise P.Prior den Festgottesdienst und die Prozession halten.
Ein großes außerliturgisches Ereignis ist schon seit über zehn Jahren die Orgelnacht im Monat Mai. Die zwölfte Veranstaltung dieser Art fand heuer am 19.Mai statt und lockte wieder viele Orgelfreunde auf den Schweiklberg.. „So voll, wie noch nie“ war die Feststellung der Verantwortlichen der Stadt Vilshofen im Blick auf die Besucherzahlen. Als Orgelinterpreten konnten Albert Schönberger, Professor Norbert Düchtel, Christian Müller, Orgelreferent im Bistum Passau und der Passauer Domorganist Ludwig Ruckdeschel gewonnen werden. Neben dem hervorragenden Orgelspiel stechen auch immer die Lichteffekte der Firma Überschall, Vilshofen, hervor. Um Mitternacht verabschiedete P.Prior Matthias die Konzertfreunde mit einem Dankgebet und dem Segen zur Nacht.
Am Samstag vor Pfingsten brechen wir schon seit über 30 Jahren zur Konventwallfahrt nach Sammarei auf. Auch heuer, am 03.Juni, machte sich eine kleine Gruppe um 4.00h morgens auf dem Weg zum Marienheiligtum. Etwa 15 Mitbrüder, einige Schwestern vom Kloster Neustift und Freunde des Hauses feierten dann um sieben Uhr mit P.Prior Matthias die heilige Messe in der Wallfahrtskirche und stärkten sich anschließend mit einem gemeinsamen Frühstück im Pfarrhaus.
Einen noch gewaltigeren Wallfahrtsweg hat, wie schon im letzten Rundbrief erwähnt, Br.Sebastian Aicher zurückgelegt. Lassen wir ihn selber kurz zu Wort kommen: “ …Mit einem halbern Jahr Vorplanung und Vorbereitung bin ich am 20.April 2017 zum „Camino frances“ aufgebrochen…zum dem ich ca 40 Tage benötigte, um die 800km von Saint Pead de Port bis nach Santiago de Compostela zu schaffen“. Über seine Eindrücke auf dem Weg berichtet unser Mitbruder: „In den 40 Gesamttagen (33 Geh-tage) habe ich nicht eine einzige aggressive Stimmung erlebt, sondern Freundschaften zwischen so vielen verschiedenen Nationalitäten…Die letzte Tagesetappe umfasste 42 km.“ Besondere Erlebnisse waren für Br.Sebastian auch die Pilgergottesdienste, die Messen in deutscher Sprache jeweils um acht Uhr morgens, und natürlich das größte Weihrauchfass der Welt, der berühmte „Botafumeiro“,, das meistens bei den Pilgermessen um 12 Uhr zum Einsatz kommt. Am 01.Juni kam unser Wallfahrer wieder gesund und heil in München und nach einem Abstecher in die Heimat in Schweiklberg an. Mit Bild und Ton hat Br.Sebastian im Pfortenfoyer seine Eindrücke den Besuchern mitgeteilt.
Am 07.Mai nahmen vier Mitbrüder am Weltgebetstag für Geistliche Berufe zusammen mit etwa 350 Gläubigen der Diözese Passau in Pfarrkirchen teil. Gemeinsam mit Bischof Stefan Oster pilgerten sie durch die Stadt auf den Gartlberg, wo sie mit dem Bischof einen Vespergottesdienst hielten.
Am Herz-Jesu-Fest, das heuer auf Sonntag, den 25.Juni verlegt wurde, trafen sich wieder die Förderer unseres Missionsvereins zur Jahreshauptversammlung. P.Stefan hat sie vorher durch einen Einkehrtag geistig gestärkt.

Nun noch einige kleinere Nachrichten aus dem Konvent. Im Mai und Juni durften wir drei Missionsurlauber begrüßen: Br.Ignaz, P.Leo und Br.Markus. Br.Ignaz Laumer vollendete am 24.06. sein 80.Lebensjahr. Ein rundes Lebensalter erreichten auch Br.Alfred (70 Jahre) und Br.Franziskus (60 Jahre).

Als Gäste durften wir im Konvent Br.Kunibert Karg, Peramiho und Br.Maximilian Weigl, St.Ottilien /Mvimva begrüßen. Als „Voraustrupp für den Konventausflug“ kamen am 05.Juni drei Patres des österreichischen Stiftes Kremsmünster zu uns. P.Pambo Mkorwe, der uns im April mit Abtpräses Jeremias besucht hat, wurde zum Abt von Mvimva gewählt. Wir wünschen ihm Gottes Segen für seine verantwortungsvolle Aufgabe. Schweiklberg war am 20.Mai Ausgangspunkt für die Via-Nova Wanderung der Hochwasser- betroffenen. Von hier aus führte der Weg zur Vils und rechtsseitig am Fluss wieder zurück zum Kloster, wo der Pilgertag in der Abteikirche und anschließend in der Cafeteria seinen Abschluss fand. Aus Korea durften wir zweimal Gäste beziehungsweise Oblaten der Abtei Waegwan begrüßen, die eifrig an unseren Gottesdiensten teilnahmen. Zwei Novizen der Gesellschaft Jesu aus dem Noviziat Nürnberg konnten wir am 01.Juli auf ihrer Wanderung nach Maria Zell in unseren neu eingerichteten Pilgerzimmern im Kellergeschoß beherbergen. Hier wird zur Zeit an der Trockenlegung des Mauerwerks gearbeitet.

Eine große Freude war nicht nur für Direktor Michael Zenger die hohe Zahl der Anmeldungen für unsere Realschule. 88 Buben haben sich für den Neubeginn im Herbst gemeldet. Am Freitag, dem 30.Juni, belebte sich der Platz vor der Abteikirche mit den 150 Abiturienten des Gymnasiums Vilshofen, ihren Freunden und Angehörigen, die zum Abschlussgottesdienst in unsere Abteikirche gekommen waren.

Zum Ende dieses Heimatbriefes gedenken wir wieder unserer Verstorbenen. Am 30.Mai wurde auf unserem Klosterfriedhof Frau Rosa Lux beerdigt, neben ihrem Gatten Herrn Max Lux. Im Kloster Mallersdorf verstarb Schwester M.Valentina Sertl, langjährige OP-Schwester am Krankenhaus Vilshofen, die auch viele unserer Mitbrüder betreut hat. Am 03.Juli starb die Mutter von P.Matthäus, Frau Maria Stadlbauer, im 91.Lebensjahr und am 05.Juli die Schwester von P.Georg, Frau Maria Binderberger in Erlbach im Alter von 82 Jahren. Sie alle mögen bei Gott in Frieden ruhen.

Ihnen liebe Leser und Hörer dieses Rundbriefes wünscht einen erholsamen Urlaub und weiterhin sonnige Tage

Ihr Chronist P.Matthäus Kroiss

Liebe Mitbrüder, Freunde und Wohltäter!

Ihnen allen, die sie diese Heimatnachrichten lesen oder hören, zuvor ein herzliches „Grüß Gott“. Mit dem Aschermittwoch hat der letzte Rundbrief begonnen. Inzwischen haben schon die Osterglocken geläutet und „der Mai ist gekommen“. Vor dem Osterfest durften wir, wie jedes Jahr am 21.März, den Heimgang unseres Heiligen Ordensvaters Benedikt festlich begehen. Ein Höhepunkt beim Gottesdienst ist immer die Festpredigt, in der uns in diesem Jahr Pfarrer Kurt Vogt, ein Studienkollege von Abt Rhabanus, in das Hören nach der Regel des Hl.Benedikt einführte. Ein weiteres besonderes Ereignis in diesem Festgottesdienst war die Oblation von Kanonikus Msgr.Konrad Dobmeier vom Stift St.Johann am Dom in Regensburg. Msgr. Dobmeier hat in Schweiklberg als Maurer begonnen und war als Bruder im Kloster, als er die Berufung zum Priester gespürt hat. Sein Bruder, P.Magnus Dobmeier (+1998), war Missionar im Peramihogebiet. Kanonikus Dobmeier will nun als Weltoblate sein Leben gemäß der Regel des Hl.Benedikt führen. Das Pontifikalamt wurde musikalisch von der Schülerblaskapelle der Cölestin Maier-Realschule, von den Lehrern Herrn Eder und Herrn Herold sowie Herrn Alexander Britzl an der Orgel festlich gestaltet. Beim anschließenden Mahl im Klosterrefektorium konnte Abt Rhabanus neben den Lehrern der Realschule mit Direktor Zenger und den stellvertretenden Schulleitern der weiterführenden Schulen und anderen Festgästen auch Bürgermeister Florian Gams und Altbürgermeister Hans Gschwendtner begrüßen.

Die drei österlichen Tage und das Fest der Auferstehung konnten wir „im Frieden des Herrn“ feierlich begehen. Am Karfreitag versammelte sich nach der Komplet wieder eine große Anzahl von Gläubigen in der Abteikirche zum besinnlichen Abendgebet mit Taize-Gesängen. Dankbar waren wir für die Mithilfe von Gästen und auswärtigen Sängern bei der Liturgie der Kartage und der Osternacht. So können wir, wie es Abt Rhabanus in seiner Predigt in der Osternacht ausdrückte „in die österliche Freude hineinwachsen und wir dürfen hoffen und unser Herz darf aufatmen…“.

Zur Osterfreude gehört auch der Ostergesang. Den brachten uns am Samstag, dem 22.04., die „Pueri Cantores Altahensis“, die bereits in der Adventzeit ihre hellen jugendlichen Stimmen erklingen ließen. Diesmal erfreuten sie das zahlreiche Publikum mit klassischen Ostergesängen, darunter auch dem 3.Teil des „Messias“ von Georg Friedrich Händel.

Nun zu den übrigen Aktivitäten der klösterlichen Gemeinschaft. Am 14.März war Abt Rhabanus zu Gast bei der Afrika-Konferenz im Landratsamt Passau, zu der Vertreter von Kommunen und Initiativen „zur Sondierung von Aktionen“ eingeladen waren. „Perspektiven schaffen vor Ort“ war das Hauptthema dieser Veranstaltung. Ein besonderer Schwerpunkt soll die Entwicklungshilfe für Afrika sein, ein so genannter „Marshall - Plan für Afrika“. Das berührt natürlich uns als Missionsbenediktiner besonders. Ein ähnlich wichtiges Thema ist für unser Kloster schon seit vielen Jahren die Ökologie und der Umweltschutz. Br.Sebastian Aicher und der Leiter unserer Elektro-Werkstatt mit den angeschlossenen Betrieben Kraftwerk und Biomasse-Heizkraftwerk, Herr Michael Schreiber, nahmen am 20.März an der Jahrestagung der AG Ökologie auf Kirchengrund in der Abtei Scheyern teil, die im Jahr 2005 in der Abtei Plankstetten gegründet wurde. Auf dem Programm stand ein Referat von Staatsminister Brunner über die derzeitige Lage der Landwirtschaft in Bayern und die positiven Entwicklungen im Ökolandbau, außerdem Betriebsbesichtigungen und andere Informationsveranstaltungen. Abt Rhabanus und einige Patres nahmen am 10.April in Passau am Priester -und Diakonentag teil, auf dem unser Mitbruder, Weihbischof Marian Eleganti von Chur, früher Abt von St.Othmarsberg, Schweiz, ein sehr beachtenswertes Referat hielt. Nach Ostern stand für V.Abt wieder das jährliche Treffen der Oberen der Salzburger Äbtekonferenz auf dem Plan. Die Zeit nach Ostern, besonders der Monat Mai, ist die Zeit der Pilger und Wallfahrer. Einen ganz besonderen, wenn auch sehr bekannten Wallfahrtsweg, hat sich unser Br.Sebastian ausgesucht. Am 20.April startete er zur Wallfahrt auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, den er größtenteils zu Fuß zurücklegen will. Wir wünschen ihm dazu Gottes Segen und Schutz und eine glückliche Heimkehr.

Werfen wir auch wieder einen Blick auf die Veranstaltungen in unserem Gästehaus. Am 09.März war der traditionelle Landfrauentag, zu dem heuer leider nur ca 40 Teilnehmerinnen kamen. Sehr gut besucht hingegen war die vom Bischöflichen Ordinariat angebotene ökumenische Gedenkstunde für Menschen, die sich selbst das Leben genommen haben Deren nahe Angehörige, Freunde und Nachbarn haben sich in der Krypta versammelt, um mit Pfarrer Alexander Schlierf und Stadtpfarrer Lothar Zerer im gemeinsamen Beten und Singen und in Momenten der Stille ihre Trauer vor Gott zu bringen. Anschließend trafen sich die Teilnehmer zu einem Gedankenaustausch und zur leiblichen Stärkung im Gästehaus. In der Klostergemeinschaft durften wir am 1.April Abtpräses Jeremias Schröder mit dem neuen Kongregationssekretär P.Pambo Mkorwe OSB aus dem afrikanischen Kloster Mvimva begrüßen. Aus Südafrika kam Reverend Father Francis Zulu, Diözesanpriester der Diözese Eshowe. Inzwischen sind auch die Übernachtungsräume im Kellergeschoss fertig gestellt. Zur Zeit wird an der Trockenlegung der Außenmauer gearbeitet.

Von der Realschule ist zu berichten, dass die sieben Schüler und ihre Begleiter von ihrem Einsatz in Afrika (siehe Heimatbrief März) gesund und mit vielen Eindrücken zurückgekehrt sind. Herr Direktor Zenger berichtete an Hand von Bildern mit großer Begeisterung davon dem Konvent. Jährlich im März öffnen sich die Tore der Schule weit für alle Interessenten, so auch heuer am 31.März. Bei der Begrüßung und Einführung in der Sporthalle erläuterte Direktor Michael Zenger die Ziele der Schule: „Am allerwichtigsten sind auf dem Schweiklberg die Vermittlung christlicher Werte und ganz oben steht selbstverständlich der Kernunterricht…“ Wie sagte eine Mutter: „Bei ihnen ist alles so schön bunt“. Zu den besonderen Aktivitäten der Realschule in den letzten beiden Monaten gehörten auch ein musikalischer Abend und ein so genanntes Compassion-Praktikum der Schüler der achten Klasse Es handelt sich dabei um ein Projekt sozialen Lernens bei der Begegnung mit kleinen Kindern, älteren Menschen, Menschen aus fremden Ländern und Kranken.

Ein trauriges Ereignis muss leider auch erwähnt werden. Am Ostersonntag Abend verunglückten bei Egglham fünf junge Menschen aus unserer nächsten Umgebung. Drei davon starben, einer davon, Herr Simon Willeitner, hat an unserer Realschule 2015 sein Abitur gemacht. Direktor Zenger beschreibt ihn als ruhigen und fleißigen Schüler. Abt Rhabanus hielt für ihn am 28.April in Aidenbach den Trauergottesdienst.

Hier soll auch der übrigen Freunde und Bekannten gedacht werden, die in letzter Zeit verstorben sind: Herr Fritz Pflugbeil ist am 12.März seiner Ehefrau Cilly in die Ewigkeit nachgefolgt. Am 24.März verstarb im Kloster Neustift Schwester M.Maximiliana Pangratz, die lange Jahre in unserer Beda-Haus Küche und im Klosterrefektorium gearbeitet hat.

Sie alle empfehlen wir Ihrem Gebet und der Barmherzigkeit Gottes.

So darf ich mich wieder verabschieden und Ihnen einen frohen und gesegneten Wonnemonat

wünschen.

Ihr Chronist P.Matthäus Kroiss

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