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Aktuelle Nachrichten aus der Benediktinerabtei Schweiklberg

Farbig - meditativ - fulminant


..fantastisch, so kann man das Konzert mit Ruth Spitzenberger (Orgel) und Reinhard Toriser (Schlagwerk) kurz gefasst beschreiben.
Zum Weltmissionssonntag boten die beiden Musiker ein sehr interessantes Programm mit Musik verschiedener Stile aus Europa und darüber hinaus.
Unglaubliche Klangeffekte, virtuoses und einfühlsames Zusammenspiel in großartiger Perfektion...

in der großen Akustik der Abteikirche verschmolzen die gegensätzlichen Klangkörper Orgel und Schlagwerk zu einer berauschenden Einheit.
Auch optisch konnte das komplizierte Spiel R. Torisers auf den vielen Klangkörpern des Schlagwerks (vor dem Volksaltar aufgebaut) und R. Spitzenbergers am Generalspieltisch der Klais-Orgel mitverfolgt werden.
Höhe- und Schlußpunkt war das Konzert für Schlagwerk und Orgel von Harald Genzmer, sehr verständlich und zupackend gespielt - doch auch die anderen Stücke von R.F. Schneider, B. Krol, T. Harder, M. Schmitt und J. Langlais waren in Struktur und Klangfarben sehr schön zu hören und höchst abwechslungsreich.

Begeisterter Applaus, auch schon zwischen den Stücken, zeigte, daß die Musiker das Publikum von Anfang bis Ende des Konzerts in Bann gezogen hatten.
Abt Rhabanus Petri begrüße die Konzertbesucher mit Zitaten aus Psalm 150 und Pater Pius Zeller führte mit einem Text zu den "Vier biblischen Visionen" von B. Krol ein.

Die Priester

„Musik öffnet uns die Tore zum Himmel. Dazu wollen diese innigen Lieder inspirieren. Betendes Singen und singendes Beten drücken sich in Hymnen, Psalmworten und Melodien aus. Der oft wiederkehrende Anruf Gottes verleiht diesen Gesängen mystische Dimension, eine leise Ahnung von der Herrlichkeit des Himmels.“ (Die Priester August 2012)


Die Priester – Wie alles begann

Der musikbegeisterte Abtprimas Dr. Notker Wolf in Rom und der Zisterzienser Mönch Karl Wallner vom Stift Heiligenkreuz hatten im Jahr 2011 die Idee, den Menschen, Gott über modern produzierte Musik näherzubringen, die ihre Wurzeln in der kirchlichen Tradition nicht verleugnet. Es sollte dabei musikalisch wie textlich ein moderner, ein anderer Weg gegangen werden. Sie suchten dafür geeignete Sänger und Persönlichkeiten, die sie kurze Zeit später in Pater Vianney Meister, Abt Rhabanus Petri und dem Diözesanpriester aus Wien Andreas Schätzle fanden. Drei Priester, deren Alltag von Gebet und kirchlicher Arbeit geprägt ist, und deren Herzen für Musik und das Singen schlagen. Das Musikprojekt „Die Priester“ war geboren!


Über 100.000 verkaufte CDs und eine ausverkaufte Kirchentournee belegen heute, dass die Menschen diese Form spiritueller Popmusik mit großer Begeisterung angenommen haben. Die Erlöse aus dem Projekt kommen dabei guten Zwecken zugute. Vom Album „Spiritus Dei“ flossen 50 Cent jedes verkauften Tonträgers einem Heim für Waisenkinder in Tansania im Mazizi Village – Bagamoyo zu. Dort leben derzeit 79 Kinder in einem armseligen Asyl in Dar Es Salaam. Ihnen und etwa 60 Kindern aus der Umgebung - darunter Waisen, Straßenkinder, prostituierte Mädchen, Aidskranke – wird das Geld nun helfen. --> siehe weitere Informationen zum Hilfsprojekt


Rex Gloriae – der König der Herrlichkeit

Durch die positive Resonanz und dem Spaß am Musizieren inspiriert und motiviert sind die Priester auch in diesem Jahr wieder ins Studio gegangen, um zusammen mit Produzent Thorsten Brötzmann ein neues Album aufzunehmen. Das Werk trägt den Titel „Rex Gloriae“ und führt das in kirchliche Traditionen eingebettete innovative Musikkonzept mutig voran. Werke und Gesänge geistlichen Ursprungs lösen sich dabei immer wieder mit weltlichen Melodien ab. So wird auch auf „Rex Gloriae“ wieder archaisch und modern gleichermaßen ein eigener Stil in deutscher wie lateinischer Sprache kreiert.
Der Tonträger trägt konzeptionell eine mehr mystisch-religiöse Handschrift als sein Vorgänger „Spiritus Dei“. Die Musik der Priester dringt in Kopf und Herz zugleich, spendet Trost und Zuversicht, sendet göttliche Symbolik. Die Musik der Priester bedient sich dabei auch weiterhin aus über 1200 Jahren Musikgeschichte - da prallen komplexe Polyrhythmen auf schwebende gregorianische Choräle und mächtige Orffsche Klangkonstruktionen auf moderne Dance-Beats. Mutige Kombinationen, die für die Ohren etwas völlig Neues sind, ohne die Hörgewohnheiten zu überfordern.


Kompositionen wie ein Gebet

„Wir haben Musik und Lieder konzipiert und komponiert, die wie ein Gebet zu Gott führen sollen, die das Kontemplative und Mystische der christlichen Liturgie und Gedankenguts transportieren“, erklärt Pater Vianney das Leitmotiv des neuen Tonträgers. „Rex gloriae - diesen Hoheitstitel Gottes - spricht der Beter im Psalm 24 aus. Er nennt Gott den König der Herrlichkeit, der in die Stadt Jerusalem Einzug halten will. Der Rex gloriae will auch bei uns einziehen.“


Türöffner des Werkes ist der orchestrale Titelsong „O Tu Rex Gloriae“. Er nutzt die Melodie des bekannten Bläsermotivs aus Dvoraks „Symphonie der neuen Welt“ als mächtige Chorpassage, zitiert eindringlich den bekannten Psalm 23, um im kräftigen Marschrhythmus den Einzug Jesu Christi in die Herzen der Menschen zu symbolisieren. Nach dieser bewegenden und orchestralen Ouvertüre des Albums schwingt die Musik schwebend und mystisch in einen bekannten mittelalterlichen Choral der Marienverehrung „Ave Maris Stella“ aus dem 8. Jahrhundert ein, der durch die Duett-Stimme der Star-Sopranistin Mojca Erdmann veredelt, sich Takt für Takt zu wahrer Größe aufbaut und zum Ende hin in kontemplative Weiten auflöst.


Mit dem emotional interpretierten Titel „Über sieben Brücken musst du gehen“ hin zu einer monumentalen Version von „Monastery of La Rábida“ aus dem Filmscore des Films „1492 – Die Eroberung des Paradieses“, das sich in lateinischer Sprache als „Domine“ mit der Profess-Formel der Benediktiner beschäftigt, sind wieder jede Menge stilübergreifende Überraschungen auf „Rex Gloriae“ zu finden. Es lohnt sich in diesem Zusammenhang, sich mit den Inhalten des Albums zu beschäftigen, denn ein ums andere Mal wird ein Tor zur Alltagswelt des von festen Riten bestimmten Mönchsleben aufgestoßen.
Abgerundet wird die musikalische Mischung aus Tradition und Moderne durch einen wunderschönen Schlussgesang „Adoro Te Devote“ zu einem Text von Thomas von Aquin aus dem 13 Jahrhundert. Thomas von Aquin macht das Geheimnis und den tieferen Sinn der Eucharistie in seinem Gesang erfahrbar. Die liturgische Feier der Eucharistie ist die Wiederholung des letzten Mahles Jesu mit seinen Jüngern vor seiner Verhaftung und Kreuzigung. Es geht um die unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers. Nur wer Christus auch körperlich über das gebrochene Brot in sich aufnimmt, kann Jesus über die Sinne in seiner ganzen Größe erkennen. Es geht hier um das grundsätzliche Bekenntnis zu Gott und seinem fleischgewordenen Sohn Jesus Christus.


Gesänge zur Ehre Gottes allein

„Die Gesänge der neuen CD wollen Türöffner unserer Herzen sein, damit Gott in uns ankommen kann“, erklären die Priester ihre musikalische Welt. Und wer immer sich mit der Jahrtausende alten Kirchenmusik bis heute beschäftig, wir diese oder ähnliche Beweggründe finden können. Die Musik entsteht wie Bach es immer unter seine Kompositionen schrieb „zur Ehre Gottes allein“. Und jeder, der schon Mal einige Tage in einem Kloster verbracht hat, weiß, dass dieses Credo nirgendwo inniger und ehrlicher gelebt wird, als in dieser Welt der brüderlichen Gemeinschaft im Glauben des einen Gottes…

 

Reinhöhren in die neue CD auf www.diepriester.com -->

 

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Am Freitag den 20.07.2011 war es wieder so weit: 57 Schüler der beiden zehnten Klassen der Coelestin-Maier-Realschule konnten ihren Abschluss feiern. - Und es gab auch in diesem Jahr wieder allen Grund zu feiern, immerhin konnten heuer wieder insgesamt sechs Schüler mit Büchergutscheinen ausgezeichnet werden, die im Endergebnis die Eins vor dem Komma erzielt hatten – der Beste davon, Johannes Waas, mit einem Durchschnitt von 1,2.

Die Festlichkeiten begannen um 9:00 Uhr in der Abteikirche mit dem Abschlussgottesdienst, der von Abt Rhabanus Petri zelebriert wurde. Zum Einzug wurden die Absolventen von der Bläsergruppe unter Leitung von Eugénie Erner mit Vivaldi begrüßt. Neben der Bläsergruppe kamen während des Gottesdienstes auch die Schulband und die Gitarrengruppe zum Einsatz. Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Maria Theresa Süß, vom Gymnasium Vilshofen, die dankenswerterweise, wie schon in den Vorjahren, die musikalische Gestaltung mit ihrer hellen Stimme sowie an der Orgel bereicherte. Ein absolutes Highlight war denn auch das „Ave Maria“, mit Maria Theresa Süß als Organistin und Eugénie Erner am Saxophon, das die heilige Kommunion begleitete. Neu war in diesem Jahr, dass heuer die Schulband bei mehreren Stücken von Ralph Herold geleitet wurde. Den Auszug gestaltete mit „Trumpet Voluntary“ wieder die Bläsergruppe.

Abschlussklasse 2012 Realschule

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