Presseartikel, PNP

Presseartikel über das Kloster Schweiklberg

2016 01 10 konzert britzl alexander

Die 13 Organisten spielten nicht nur das beeindruckende Instrument, sondern sangen auch. − Foto: pr

Vilshofen. In dulci jubilo. Der Beginn des beliebten Weihnachtsliedes war Titel und Leitfanden des Konzerts der Orgelklasse Markus Rupprecht der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg in der Abteil Schweiklberg am vergangenen Sonntag.

Die 50 Zuhörer, die bei widrigen Wetterverhältnissen den Weg in die Benediktinerabtei auf sich genommen hatten, wurden reichlich musikalisch belohnt. Die imposante Orgelanlage der Abteikirche umfasst eine große Haupt- und eine kleine Chororgel, die jeweils von einem separaten und einem gemeinsamen Generalspieltisch aus angesteuert werden können. So bot sich für das Publikum auch optisch Gelegenheit zu sehen, an welchem der drei Spieltische wohl der nächste Spieler sitzen würde.

Der Titel des Konzerts wurde sowohl in Kompositionen des 18. bis 20. Jahrhunderts interpretiert sowie durch drei Improvisationen (Olga Koeva, Jacinta Correia und Raphael Attila Vogl) in die Tonsprache unserer heutige Zeit übertragen. Die jungen Organisten zeigten sich in Bestform, wobei Agustin Mejia Vargas für eine technisch wie musikalisch hervorragende Interpretation des Trios "Herr Jesus Christ zum Jordan kam" von Johann Sebastian Bach herauszuheben ist.

Als kleine aber wirkungsvolle Beiträge erwiesen sich zwei Chorsätze über "In dulci jubilo" von Johannes Eccard und Franz Lehrndorfer, die von den 13 Organisten zusammen gesungen wurde.

Das Publikum lohnte den jungen Musikern ihr Engagement mit herzlichem Applaus. Ein spannendes, kurzweiliges und abwechslungsreiches Konzert, auf dessen Wiederholung man sich in Schweiklberg gewiss freuen darf und das beweist, dass man sich um die Zukunft der Orgelmusik keine Sorgen machen muss.      − eb

"Ensamble Moxos" begeistert die Zuhörer in der Abteikirche am Weltmissionssonntag in Schweiklberg

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27.10.2015 - Vilshofen: Ein besonderes musikalisches Erlebnis genossen die 150 Besucher bei einem Konzert am Nachmittag des Missionssonntags in der Abteikirche Schweiklberg. Schon am Vormittag hatte das "Ensamble Moxos" aus dem bolivianischen Amazonasgebiet mit der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes einen tiefen Eindruck hinterlassen. Und am Nachmittag verstärkte es diesen Eindruck.

Präzise gespielte Barockmusik und anspruchsvolle Chorsätze, gepaart mit bolivianischer Folklore und südamerikanischer Lebensfreude, sorgten für ein Konzerterlebnis der besonderen Art. Die jungen Leute zwischen 14 und 27 Jahren kommen aus dem Urwaldort San Ignacio de Moxos im Nordosten Boliviens. In diesem Gebiet gründeten zwischen 1691 und 1768 Jesuitenmissionare aus Mitteleuropa Missionssiedlungen.

Schon bald fiel ihnen die große Musikalität der Einwohner auf und sie entwickelten ein Missionskonzept, das man als musikgestützte Evangelisierung bezeichnen könnte. Erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde man wieder in größerem Rahmen auf die Missionsmusik aus Südamerika aufmerksam. Und schließlich gründete eine spanische Ordensfrau 1994 eine Musikschule, in der heute 200 Kinder und Jugendliche in Gesang, Tanz und Instrumentalmusik ausgebildet werden. Daraus hervorgegangen ist das "Ensamble Moxos", das sich der Barockmusik, aber auch bolivianisches Folklore verschrieben hat und das Aushängeschild der Musikschule ist.
Foto: Bauer / Bericht: wob

 

 

1 vertragsunterzeichnung beda haus04.09.2015 - Vilshofen: Schon im Mai hieß es: Ende der Pfingstferien ziehen in das ehemalige Gästehaus des Klosters Schweiklberg, das St.-Beda-Haus, "Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge". Doch die Auflagen der Behörden waren strenger als erwartet. Jetzt ist es geschafft: die Verträge sind fix, der Umbau beginnt kommende Woche und Ende Oktober können die ersten der insgesamt 48 Jugendlichen einziehen.

Schon seit Weihnachten hat das mächtige Gebäude mit rund 80 Schlafmöglichkeiten keine Gäste mehr beherbergt. Am Donnerstagnachmittag wurde der Mietvertrag zwischen der Diözese Passau und der Abtei Schweiklberg sowie das Untermietverhältnis zwischen Abtei und dem Kreiscaritasverband Passau unterzeichnet.

Ab November werden im Beda-Haus männliche Flüchtlinge zwischen 14 und 17 Jahren wohnen.Träger der sogenannten "Clearing-und Inobhutnahme-Stelle" ist der Caritasverband für den Landkreis Passau. Dieser betreibt im Landkreis bereits eine Clearing-Stelle in Tettenweis mit 25 sowie eine Erstversorgungs-Einrichtung in Kellberg mit 100 Plätzen, die für die Grundversorgung und Weiterleitung der Jugendliche innerhalb einer Woche sorgt.

Bild oben: Lächelnd unterzeichnen (v. li.) Abt Rhabanus, Finanzdirektor Dr. Josef Sonnleitner und Kreiscaritas-Vorsitzender Herbert Spittler die Mietverträge. Über die Schulter schauen ihnen (hi. v. li.) Norbert Kotschenreuther, Leiter des Referats Stiftungen und Liegenschaften, Kreiscaritas-Vorstandsmitglied Hans Gschwendtner, Caritas-Geschäftsführer Ralph Schmieg und P. Matthias. - Bericht/Foto:  Charlott Friederich

 

 

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