Impulse, Gedanken und Ansprachen von Abt Rhabanus Petri .

   
Fronleichnam 2010

 

– Lk 9, 11b – 17

Liebe Schwestern und Brüder!
„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ – so sagt es der Volksmund und er bringt damit zum Ausdruck, dass wir Menschen bedürftig sind, dass wir Nahrung brauchen, um leben zu können.
Nun sind wir in unserem Land wahrhaftig gesegnet. Es gibt Essen und Trinken in vielfältiger Weise. Die Regale der Supermärkte sind gefüllt und spiegeln den Überfluss.
Andererseits wird immer deutlicher, dass auch in unserem Land Menschen das Geld nicht mehr reicht, um sich gut versorgen zu können.
Aus dem Fernsehen wissen wir, dass es Länder gibt, in denen die Menschen darben. Nicht selten fehlt es an den Grundnahrungsmitteln und an sauberem Wasser.
Spüren wir es noch, liebe Schwestern und Brüder, haben wir noch das rechte Empfinden für die Nahrung, die wir täglich haben. Sind wir dankbar für die guten Gaben der Schöpfung, die uns Kraft geben und uns am Leben erhalten?
Auch wenn wir in unserem Land mit diesen guten Gaben gesegnet sind – es verhungern trotzdem sehr viele – auch ihr bei uns. Vielleicht staunen sie jetzt. Es verhungern sehr viele, weil der Hunger ihrer Seele nicht gestillt wird. Das Materielle allein macht uns Menschen nicht satt. Wir alle wissen, wie schnell die Freude an materiellen Dingen vergeht. Was uns wirklich stärkt und kräftigt, was unsere Seele nährt, das ist doch zunächst einmal die Tatsache, dass wir in guten menschlichen Beziehungen leben und dort gut aufgehoben und geborgen sind. Dass wir um die familiären Bande wissen, um die guten Freude und all die Men-schen, denen wir uns verbunden fühlen.
Das Wissen – hier bin ich erwünscht, hier bin ich gewollt. Das ist das Zentrale und Wesentliche, das, was uns Halt und ein gutes Fundament gibt.
Darüber hinaus gibt es aber noch einen Hunger, den selbst Menschen nicht zu stillen vermögen. Das ist der Hunger nach Ewigkeit, der Hunger nach Sein und Leben, das nicht vergeht.
Diesen Hunger, so glauben wir, stillt uns Gott, der sich in Jesus Christus offen-bart hat, in seinem Sohn, der unser guter Hirte ist und der uns nährt. Er spricht zu uns: Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben… Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“ (Joh 6,48-49.51)
Das ist die große Verheißung, die uns Jesus Christus zusagt und die uns allen ein Leben verheißt, das über die engen Grenzen dieser Welt hinausgeht. Es ist die Verheißung einer bleibenden Heimat bei Gott.
Daran denken wir gerade heute am Fronleichnamsfest in ganz besonderer Weise. Wir tragen das heilige Brot, den Leib Christi, auf die Strasse, wir tragen die Monstranz um unser Kloster und bekennen uns zu Jesus Christus. Ja wir bekennen: Jesus Christus ist unser Erlöser, er ist unser Heiland, auf den wir unser Leben bauen und an dessen Verheißungen wir glauben. Es ist ein klares und eindeutiges Bekenntnis, wes Geistes Kinder wir sind.
Und dieses klare Bekenntnis ist notwendig, es fordert uns heraus und verlangt, dass wir uns positionieren.
Das werden wir tun, wenn wir die Eucharistie empfangen, wenn wir Christus in der Brotsgestalt in uns aufnehmen und wir werden es tun, wenn wir ihn in der Gestalt des Brotes begleiten.
Denn wir wissen und wir glauben: Er stillt die Sehnsucht unseres Herzens, er ruft uns, in seinem Geist miteinander zu leben und wachsam zu sein für die, die Hunger haben – nach leiblicher Speise und nach seelischer Speise.

Amen.

4. Ostersonntag 2010 Es gibt Lieder, die werden nicht alt, die hören oder singen wir immer wieder gern. Manchmal ist es die Melodie, die uns anrührt. Manchmal ist es der Text, der uns anspricht, weil er eine Wahrheit ins Wort fasst, die unserem Leben Halt und Zuversicht schenkt, die uns zum Leben ermutigt und uns tröstet.... >>>> hier weiterlesen
   
Osternacht 2010 Liebe Schwestern und Brüder, „…am dritten Tage auferstanden von den Toten“ – so beten wir Sonntag für Sonntag im Credo und wir bekennen: Jesus Christus lebt. Das Leben siegt, der Tod hat nicht das letzte Wort! Das ist ein frohes, ein starkes Bekenntnis, das über unsere Lippen kommt und es lebe ganz tief in unseren Herzen. „…am dritten Tage auferstanden von den Toten“ – dieser Glaube hat allerdings sehr verhalten angefangen. Im Evangelium haben wir es gehört. Da gibt es kein Osterlachen, da gibt es keine Freudensprünge, kein Jubeln und Jauchzen. Die Frauen aus dem Evangelium suchen nicht den Auferstandenen. Nein, sie sind unterwegs, >>>>>> hier weiterlesen
Karfreitag 2010 Liebe Schwestern und Brüder, jedes Jahr erfahre ich es von neuem: der Passionsbericht, der mich an den letzten Stunden im Leben Jesu teilnehmen lässt – er geht mir jedes Jahr unter die Haut. Er wird nicht alt und auch nicht langweilig. Zu intensiv ist das, was uns da berichtet wird. Zu schicksalshaft, was mit Jesus geschieht. Wenn wir uns die Situation vor Augen halten, wenn wir mit Jesus fühlen und mit all denen, deren Herz empfindsam und verwundbar geblieben ist, dann können wir doch nur eines zum Ausdruck >>>>>> hier weiterlesen
Gründonnerstag 2010 Liebe Schwestern und Brüder, es geht nicht ohne Vorbild und es geht nicht ohne das gute Beispiel. Das wissen die Väter und Mütter und das wissen alle, die in der Erziehung tätig sind, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Erziehung lebt mehr vom guten Beispiel als von wohlmeinenden Worten. Das gute Beispiel, das Vorbild, ist aber nicht nur für Kinder und Jugendliche wichtig  >>hier geht´s weiter
Predigt vom 3. Adventsonntag

Liebe Schwestern und Brüder!
In Werner Bergengrüns Novelle „Der spanische Rosenstock“, da erzählt er die Geschichte von zwei Brautleuten. Sie hatten sich durch widrige Umstände lange Jahre aus den Augen verloren, bis sie sich schließlich wieder fanden. Und im Austausch über die Wirren und wie es zu der langen Trennung kommen konnte, da . . . hier geht´s weiter

Predigt zum Herz Jesu Fest

Liebe Schwestern und Brüder!

Herz-Jesu“- Was ist eigentlich damit gemeint? Was verbinden wir mit diesen beiden Worten? Was regt sich in uns, wenn wir was hören? - - - „Herz-Jesu“ - manch einer mag sagen: „ Bei diesen Worten denke ich an Bilder, die einen Jesus zeigen, der mir sehr fremd ist. hier geht´s weiter

 

Predigt zu Christi Himmelfahrt 09

 

Predigt zum 5.Sonntag n. Ostern

 

Predigt zum 1.Fastensonntag mit Radio Horeb.

 

Predigt zum Faschingssonntag

 

Predigt am 1.Februar

 

Predigt zur Profess v.Br.Rainer

 

Predigt zum Jahresabschluß

 

Predigt zum Weihnachtsfest

 

Predigt zum 2.Adventsonntag

 

22.Sonntag im Jahreskreis

 

Predigt in Bingen zur Landesgartenschau

 

Predigt zum Fest Maria Himmelfahrt

 

Predigt zum 19. Sonntag im Jahreskreis

 

Predigt zum Hochfest  Peter und Paul

 

Predigt zum 10. Sonntag im Jahreskreis

 

Predigt zum Dreifaltigkeitssonntag

 

Predigt zum Profess-Jubiläum in unserer Abteikirche

 

Predigt zum Heilig-Kreuz-Fest  in Scheyern

 

Predigt zum Abschluß des Br. Konrad-Triduum in Altötting

 

Gedanken zum 3. Ostersonntag

"Wenn wir am Ende sind mit unserer Kraft, mit unserer Hoffnung, dass ein neuer Morgen kommt, wenn wir enttäuscht die Hände sinken lassen und meinen, alle Mühe war vergebens, wenn unsere Netze leer sind, leer wie unsere Hände,

dann stehst DU, HERR, am Ufer.“ 

 Quelle unbekannt

Predigt in der Osternacht: >>> mehr

 

Predigt zum Karfreitag:>>> mehr

 

Predigt zum Gründonnerstag:>>> mehr

 

Gebete um geistliche Berufe.

Liebe Leserin, lieber Leser,
heute möchte ich Sie gerne einladen, künftig mit uns um geistliche Berufe zu beten und für jene, die diesen Weg bereits gehen. Beten wir miteinander und füreinander!
 

 Danke und Vergelt`s Gott
Ihr Abt Rhabanus
Abtei Schweiklberg, 19.März 2008  

Predigt zum 4. Sonntag im Jahreskreis (Fastnacht) – Mt 5,1-12a

 

Predigt zum Sebastianitag in Vilshofen

 

Predigt zu Sylvester

 

 

 

 

 

12.01.2008

Zeitungsartikel des Vilshofener Anzeigers:
 

„Ohne Feuer im Herzen geht es nicht“
 

Vor einem halben Jahr wurde Rhabanus Petri (44) zum neuen Abt von Schweiklberg geweiht. Der VA sprach mit Rhabanus über ein Thema, dass ihm vom ersten Tag an sehr am Herzen lag: Der Nachwuchsmangel und was die Klöster dagegen tun können.

von Marita Pletter
Vilshofen. „Wenn jemand bei uns ‚anklopft‘, um mit uns als Mönch leben zu wollen, der muss nicht nur aufrichtig Gott suchen und Freude am Gottesdienst haben, sondern auch mit den Widrigkeiten und Reibungen des Alltags umgehen können, die Charakterschwächen der anderen mit allergrößter Geduld ertragen“. Abt Rhabanus Petri lächelt. Diese Regel hat nicht er gemacht, sondern der Heilige Benedikt. Schweiklberg, wo derzeit 38 Mönche leben, gehört zur Kongregation der 1887 gegründeten Erzabtei St. Ottilien, des mit hundert Mönchen wohl größten Benediktinerklosters Europas. Weltweit gibt es immerhin 8500 Benediktiner. Doch auch wenn bekanntermaßen seit längerer Zeit die Zahl derer, die eintrittswillig an Klosterpforten klopfen, gewaltig geschrumpft ist, so sieht Abt Rhabanus dennoch nicht den geringsten Grund, diesen den Bewerbern „zugemuteten“ Qualitätsanspruch auch nur einen Zentimeter zurückzufahren. Denn „das rächt sich“. Es klingt energisch und bestimmt, ebenso wie es klingt, wenn der gebürtige Rheinhesse davor warnt, dass Eltern, die aus ihrem Sohn einen Priester machen wollen, das Kind dem Kloster „übergeben“ - was früher nicht selten vorkam. „Da kann keine Glut, kein Feuer brennen, wenn diese Entscheidung nicht aus eigenem Herzen erwachsen ist.“ Obgleich freilich Glut und Feuer alleine auch nicht unbedingt immer eine priesterliche, schon gar nicht eine mönchische Laufbahn garantieren. Im Gegenteil. Warum also gibt es kaum Nachwuchs, nicht nur in Schweiklberg, sondern deutschland- und europaweit? Der Besucher scheut sich, Klischees aufzufahren: Zölibat! Und der Abt winkt auch schon ab. Für ihn gehört zum Wesen des Mönchstums die „Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen“. Das Zölibatskriterium als Hemmschwelle zum Priestertum besitze möglicherweise für den potenziellen Weltpriester einen anderen Stellenwert. Für einen Ordensmann gehöre der Zölibat zum Wesen des Mönchseins an sich. Bedeutet dies also ein Mehr an - wenn auch abstrakter - „Freiheit“ für die Mönche in den klösterlichen Konventen gegenüber den „Priestern dieser Welt“ in ihren sozialkontrollierten Pfarrhäusern mit Publikumsverkehr? Gewiss nicht mehr „Freiheit“ widerfahre dem Mönch, aber doch vielleicht weniger Einsamkeit als
 

„Die Gemeinschaft gibt Halt“

dem einen oder anderen Weltgeistlichen, der seine priesterliche Existenz auf sich alleine gestellt zu tragen bereit sei, gibt der Abt zu bedenken; er, dem das Leben in der Gemeinschaft, die festen Rituale, die Ordnung, der feierliche Rhythmus des klösterlichen Alltags, Laudes, Vigil von jeher bedeutungsvoll erschienen. „Der Rhythmus in der Gemeinschaft gibt Halt, ist wie ein Geländer“, und die Maxime „Die Alten sollen die Jungen lieben und die Jungen sollen die Alten ehren“ tragende Säule, so Rhabanus Petri. Warum also überaltern dennoch die Klöster, können lieb gewordene Exerzitienhäuser nicht mehr ordenspriesterlich besetzt werden, wenn das nichts zu tun hat mit Ehelosigkeit oder dem Verzicht auf persönliche Liebe zugunsten der Gottesliebe? Und hier führt denn der Abt die geringe Kinderzahl der Familien ins Feld, die ausdörrende Spiritualität, säkularisierte Erziehung, eine mangelnde liebende Sensibilität der Eltern für das Kind, dem vielfach nur wenig geholfen werde, eine religiöse Lebensbahn zu erspüren. Dennoch gibt Rhabanus Petri zu bedenken, dass „Bewerber“ nach wie vor aus allen Schichten und mitunter aus nicht-religiösen Familien, nach Lebenskrisen, langjähriger religiöser Abstinenz u. ä. den Weg - vielfach übers Internet - zur Klosterpforte finden. Bereits als Zehnjähriger, als ihn Weihrauch, Orgel, Liturgie und Glocken faszinierten, hatte er, der 1990 zum Priester geweiht wurde, in der Schule malen sollen, was er später zu werden wünsche. Da malte er jenen Kapuziner mit den „friedlichen Augen“, den er einmal als Kind in einem Kloster gesehen hatte. Doch nicht immer und unentwegt verfügen weder Kapuziner noch Benediktiner mühelos über friedliche Augen, vielmehr vermag
 

„Mancher erwartet Bier und Chips am Abend“

aus denselben ebenso unvermittelt Bestürzung zu sprechen! Beispielsweise dann, wenn Interessenten „anklopfen“, denen nicht klar zu sein scheint, dass „wir weder ein Junggesellenverein noch eine Versorgungsanstalt sind, und dass wir auch nicht des Abends gemütlich bei Bier und Chips zusammensitzen“. Vielmehr ist nach der „Komplet“ um 20 Uhr Schluss; dann wird geschwiegen bis in die frühen Morgenstunden. Denn auch „Einsamkeit“ und Rückzug aus der Klostergemeinschaft haben als Kraftquelle ihren Stellenwert. Und Kraft benötigt nicht nur der Abt, sondern ein jeder der Brüder und Ordenspriester, deren Durchschnittsalter in Schweiklberg bei etwa 62 Jahren liegt: Kraft zum einen für das „ora“, da viele Menschen die Mönche in der Hoffnung auf die besondere Wirksamkeit der monastischen Gebete, bitten, „fremde“ Sorgen und Leiderfahrungen in Horen und Privatgebet mit einzuschließen; zum anderen für das „labora“, weil sämtliche Ordensmänner, solange es ihnen möglich ist, in einem Beruf oder an einem Platz in der klösterlichen Gemeinschaft arbeiten. Als Exerzitienmeister, Lehrer, Schuster, Tischler, Maler, Gärtner, Elektriker, Krankenpfleger, Schlosser. Im Gegensatz zur Situation hierzulande bekommen die Benediktiner auf dem schwarzen Kontinent anhaltenden Zustrom. Rhabanus bewundert die heute alten Missionare und ihren Pioniergeist und fragt sich immer wieder, „was in ihnen für ein Feuer gebrannt haben musste, dass sie sagten, ich gehe lieber nach Afrika, auch wenn ich vielleicht nicht sehr alt werde“.